Nintendo : Mario Kart 8 schiebt Wii-U-Verkäufe an

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Nintendo: Mario Kart 8 schiebt Wii-U-Verkäufe an
Bild: Nintendo

Für Nintendo sieht die Zukunft nach schweren Zeiten etwas rosiger aus. Für das laufende Geschäftsjahr könnte eine Rückkehr in die Gewinnzone möglich sein. Die aktuellen Quartalszahlen zeigen: Dank „Mario Kart 8“ läuft es derzeit auch mit der Wii U besser als gedacht.

„Seit der Veröffentlichung von „Mario Kart 8“ im Mai registrieren wir erhöhte Verkaufszahlen für die Wii U“, schreibt Nintendo in seinem aktuellen Finanzbericht (PDF). Und tatsächlich wurden im zweiten Quartal mit 610.000 Konsolen gut doppelt so viele Geräte abgesetzt wie im Vorjahresquartal. Weitere positive Effekte erwartet der Konzern ab November, wenn mit „Super Smash Bros.“ ein weiterer hochkarätiger Titel für die Wii U an den Start geht.

Über den Berg ist das Sorgenkind von Nintendo damit aber noch nicht. Von dem ursprünglichen Ziel, bereits im März 2014 neun Millionen Wii U verkauft zu haben, ist Nintendo auch heute noch entfernt. Bisher verkaufte sich die Konsole insgesamt etwas mehr als sieben Millionen Mal. In diesem Geschäftsjahr soll der Absatz aber immerhin bei 3,6 Millionen Stück liegen, was rund eine Million mehr wäre als im vergangenen Jahr.

Nintendo Wii U

Dass für die ersten sechs Monate des Geschäftsjahres wieder ein Nettogewinn von umgerechnet 104 Millionen Euro vorliegt, ist allerdings nicht nur der insgesamt positiven Entwicklung beim Hardware-Flaggschiff, sondern auch anderen Faktoren zuzuschreiben. Zu diesen gehören neben Einsparungen und einem schwachen Yen auch die soliden Spiele-Absatzzahlen und eine weiterhin positive Entwicklung beim heimlichen Hardware-Star, der DS-Gruppe: Mit einer Prognose von rund 13 Millionen verkauften 3DS im laufenden Geschäftsjahr würde die tragbare Konsole ihre starke Stellung im Nintendo-Portfolio auch 2014 erneut behaupten.

Auf dieser Basis erwartet Nintendo auch für das Gesamtjahr, wieder in die Gewinnzone zurückzukehren. Gegenwärtig liegt die diesbezügliche Prognose bei 20 Milliarden Yen, was in etwa 140 Millionen Euro entspricht.