Wearables: Microsoft Band kombiniert Smartwatch und Fitness-Armband

Jan Wichmann
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Wearables: Microsoft Band kombiniert Smartwatch und Fitness-Armband

Im Juli angekündigt, nun Realität: Mit „Band“ bringt Microsoft eine Kreuzung aus Smartwatch und Fitness-Armband auf den Markt, die über eine Vielzahl von Vitalsensoren verfügt und so den Träger umfassend vermisst. Dabei ist es systemübergreifend mit Windows Phone, iOS und Android kompatibel.

Sportliche Aktivitäten überwacht das Microsoft Band mit gleich zehn Sensoren. Nebst 24-Stunden-Puls- und Beschleunigungsmessung beinhaltet das Armband ferner GPS, Umgebungslicht- sowie UV-Sensor und ein Thermometer. So wird dem Benutzer auch angezeigt, nach wie viel Minuten ein Sonnenbrand zu erwarten ist. Als Novum kann das Band galvanische Hautreaktion überwachen. Dieses Verfahren, das unter anderem auch Bestandteil eines Lügendetektors ist, dient der Analyse des Stresslevels. Sämtliche Auswertungen können dabei in der App ausgelesen werden.

Microsoft Band

Das 1,5 Zoll große und mit einer Auflösung von 320 × 106 Pixeln versehene Touch-Display verlagert jedoch nicht nur Vitalwerte an das Handgelenk. Mittels Bluetooth mit einem Android- , iOS- oder Windows-Phone-Gerät gekoppelt, informiert Band den Träger sowohl über eingehende Anrufe und Nachrichten als auch über das Wetter oder Aktienkurse. Benachrichtigungen werden dem Nutzer über eine Vibration mitgeteilt. Spracheingaben über den Assistenten Cortana sind dabei jedoch lediglich dem Windows Phone vorbehalten. Zur Personalisierung kann das Display-Layout hinsichtlich Muster und Farbe angepasst werden. Als interessantes Detail erweist sich, dass Microsoft Band mit einem nach innen zeigenden Display getragen werden soll – ein Ansatz, den die anderen Fitness-Armbänder bislang nicht verfolgen.

Das gegen Spritzwasser und Staub abgedichtete Gehäuse beherbergt zwei mit einer Nennladung von 100 mAh versehene Akkus, die bei normaler Nutzung eine Laufzeit von 48 Stunden ermöglichen sollen. Der Aufladevorgang wird über einen magnetischen USB-Konnektor realisiert und dauert anderthalb Stunden.

Das Microsoft Band ist in den Vereinigten Staaten ab sofort zu einem Preis von rund 200 US-Dollar mit drei unterschiedlich langen Armbändern erhältlich. Vorerst wird das Armband nicht in weiteren Ländern erhältlich sein. Microsoft möchte mit einem begrenzten Start in den USA zunächst Erfahrungen sammeln.

Im Zuge des Fitness-Trackers Band präsentiert Microsoft auch den neuen Cloud-Dienst „Health“. Als Konter zu Google Fit und Apple Health möchte Microsoft einen zentralen Knotenpunkt für sämtliche gesundheitsbezogenen Daten schaffen. Drittanbieter-Applikationen wie etwa MapMyFitness, MyFitnessPal und RunKeeper sollen mit „Health“ interagieren können; es ist ausdrücklich nicht als geschlossenes System konzipiert. Ungeachtet der einfachen Abspeicherung der Daten soll Health Rückschlüsse aus etwaigen Vitalparametern ziehen und diese aufzeigen. Als Resultat können unter anderem ein individualisierter Trainingsplan oder optimierte Ruhephasen ausgegeben werden. Die Vitalwerte können zudem in Form einer „digitalen Gesundheitsakte“ auch dem Hausarzt zugänglich gemacht werden.

Microsoft Band
Form: rechteckig
Display: 1,5 Zoll
320 × 106 Pixel
TFT
Bedienung: Touch, 2 Knöpfe, Sprache*
Kompatibilität: Windows Phone ab 8.1,
Android ab 4.3,
iOS ab 7.1
SoC: ARM Cortex M4 MCU
Arbeitsspeicher: ?
Speicher: 64 MB
Übertragungs-
standards
:
Bluetooth 4.0 LE
Sensoren: Herzfrequenz
Beschleunigung
Gyroskop
GPS
Lichtsensor
Hauttemperatur
UV-Sensor
Kapazitiver Sensor
Elektrodermale Aktivität
Akku: 2 × 100 mAh
Gewicht: 60 Gramm
Schutz: IP67
Preis: 199,99 US-Dollar
Auslieferung in DE: ?
* nur unter Windows Phone