4/5 Fractal Design Define R5 im Test : Schweden wagt die Revision des Klassikers

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Erfahrungen

Für gewöhnlich lässt sich Hardware in Midi-Towern aufgrund der großzügigen Platzverhältnisse schnell verbauen, das Fractal Design Define R5 macht da keine Ausnahme: Hauptplatine, Stromversorgung und Grafikkarte sind innerhalb kürzester Zeit eingebaut. Probleme gibt es keine.

Die Gewinde der Abstandhalter sind beim Define R5 überlackiert. Dieses Mal legen die Schweden aber einen kleinen weißen Aufsatz dem Lieferumfang bei, mit dessen Hilfe sie sich auch ohne großen Kraftaufwand eingedreht werden können.

Um die Datenträger einsetzen zu können, müssen sie zunächst mit den Schienen verbunden werden. Bei 3,5"-Exemplaren sind vier Gummipuffer an die weißen Träger anzubringen. Anschließend werden sie in den Käfig geschoben, wo sie fest einrasten.

Zum Schluss sind sämtliche Kabel zu verlegen. Auch dies gelingt absolut reibungslos, da alle Gummimanschetten an Ort und Stelle bleiben und sogar bei stärkerer Belastung nicht aus ihrer Aussparung rutschen.

Die verwendeten Bitumen- und Schaumstoffmatten sonderten während der gesamten Testprozedur keinen unangenehmen Geruch ab.

Das Fractal Design Define R5 fasst CPU-Kühler bis zu einer Höhe von 185 mm. Grafikkarten dürfen nicht länger als 320 mm sein, bleibt der obere Festplattenkäfig eingebaut. Wird er entnommen, so erweitert sich das Maß auf 440 mm. Hinter dem Mainboardtray ist mit 20 bis 35 mm Höhe genügend Raum für das Verlegen von Kabeln gegeben.

Um auch denjenigen gerecht zu werden, die planen eine Wasserkühlung in das R5 zu bauen: Der Midi-Tower nimmt einen 360-Radiator in der Front auf, im Deckel darf es sogar ein 420-Radiator sein, wenn der 5,25"-Laufwerksschacht ausgebaut wird. Am Heck wird maximal ein 140-Radiator zugelassen, während im Boden ein 240-Exemplar eingebaut werden darf. Für genauere Informationen sind die Angaben des Herstellers zu beachten.

Fractal Design Define R5 – Testsystem seitlich
Fractal Design Define R5 – Testsystem seitlich
Fractal Design Define R5 – Testsystem
Fractal Design Define R5 – Testsystem
Fractal Design Define R5 – Testsystem seitlich
Fractal Design Define R5 – Testsystem seitlich

Messergebnisse

Lautstärke

Das Fractal Design Define R5 ist ein absolutes Silent-Wunder. Bei anliegenden 5 V liegt die Geräuschkulisse unterhalb des Messbereiches, also bei weniger als 30 Dezibel. Drehen beide 140-mm-Ventilatoren mit voller Umdrehungszahl, so steigt die Lautstärke im Durchschnitt lediglich auf flüsterleise 32,9 Dezibel an.

Während des Tests ist am Korpus des Define R5 nicht einmal ein Hauch von Resonanz zu bemerken. Die Testfestplatte entkoppelt das Gehäuse wie auch schon sein Vorgänger sehr gut.

Temperatur

Das Besondere am Define R5 ist, dass es nicht nur äußerst leise ist, sondern die verbaute Hardware dabei auch gut kühlen kann. Unter Einsatz der Nvidia GTX 650 Ti Boost mit dem Radiallüfter erreicht der Prozessor maximal 52 °C, während die Temperatur beim selben Test mit der Asus GTX 760 DirectCU II OC mit ihren Axiallüftern auf 70 °C klettert. Das ist eine Differenz von 18 °C.

Die Nvidia GTX 650 Ti Boost selbst wird höchstens 72 °C warm, während die Temperatur der Asus GTX 760 DirectCU II OC mit 82 °C genau 10 °C wärmer ausfällt. Bei anliegenden 12 Volt unterscheiden sich die Messungen mit 60 beziehungsweise 62 °C nur geringfügig.

Keine nennenswerten Unterschiede sind bei Mainboard- sowie Festplattentemperatur auszumachen. Mit der Nvidia GTX 650 Ti Boost liegt die Temperatur der Hauptplatine bei maximal 37 °C, mit der Asus GTX 760 DirectCU II OC sind es 39 °C. Die Festplatte wird mit 26 °C bei beiden Pixelbeschleunigern gleich warm.

Unterm Strich arbeiten Grafikkarten mit Radiallüfter im Fractal Design Define R5 also effizienter, da die CPU- aber auch die Grafikkartentemperatur deutlich geringer ausfällt als bei einem Pixelbeschleuniger mit Axiallüfter.

Da letztere aber in der Regel leiser sind und die Messungen den kritischen Bereich nicht überschreiten, spricht auch nichts gegen die Verwendung einer Grafikkarte mit Axiallüftern. Ein zusätzlicher Frontlüfter sorgt für bessere Temperaturen und sollte bei einer mit Axiallüftern gekühlten Grafikkarte Einzug in das Gehäuse erhalten.

Leistungsaufnahme

Der Verbrauch beider Ventilatoren liegt bei 1,6 Watt bei anliegenden 5 Volt. Bei voller Umdrehungszahl sind es 4,1 Watt. Beide Werte sind vollkommen akzeptabel.

4 Einträge
Leistungsaufnahme
Angaben in Watt (W)
  • 5 Volt:
    • BitFenix Neos
      0,6
    • Aerocool DS 200
      1,3
    • Phanteks Enthoo Evolv
      1,5
    • Cooltek Antiphon Airflow
      1,6
    • Fractal Design Define R5
      1,6
    • be quiet! Silent Base 800
      1,8
    • Silverstone Raven RV05
      2,3
  • 12 Volt:
    • BitFenix Neos
      1,3
    • Aerocool DS 200
      3,4
    • Phanteks Enthoo Evolv
      4,1
    • Fractal Design Define R5
      4,1
    • Cooltek Antiphon Airflow
      4,5
    • be quiet! Silent Base 800
      4,8
    • Silverstone Raven RV05
      6,8

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