Google Copresence : Lokales Filesharing für iOS und Android

, 20 Kommentare
Google Copresence: Lokales Filesharing für iOS und Android
Bild: Dan H (CC BY 2.0)

Google will angeblich bereits in den kommenden Wochen einen Dienst für plattformübergreifenden Dateiaustausch vorstellen. Nutzer von Android- und iOS-Geräten sollen mit dem „Copresence“ genannten Dienst unkompliziert Dateien, Nachrichten, Fotos und weitere Informationen austauschen können.

Wie Android Police, aber auch das Blog Techaeris übereinstimmend unter Berufung auf einen Tippgeber berichten, will Google Copresence „in den kommenden Wochen“ vorstellen. Hinweise auf Copresence finden sich laut den beiden Blogs in der aktuellsten APK der Google Play Services und der Entwicklerdokumentation für Chrome. Letzteres deutet darauf hin, dass Copresence auch mit Chrome Informationen austauschen können wird.

Zur Authentifizierung soll Copresence auf Bluetooth, zum Dateitransfer auf WiFi oder WiFi Direct zurückgreifen. Auch standortbezogene Dienste spielen laut Android Police und Techaeris eine Rolle.

Bisher konnten Android-Nutzer Informationen direkt zwischen Smartphones via Android Beam austauschen, das zum Koppeln NFC und zum Dateiaustausch Bluetooth nutzt. Apple bietet mit AirDrop einen ebenfalls auf das eigene Ökosystem beschränkten Dienst zum Dateiaustausch an, der technisch auf WiFi sowie Bluetooth basiert. NFC ist seit dem iPhone 6 auch in Apples Smartphone verbaut, doch der Nahbereichsfunk darf nur vom Bezahldienst Apple Pay genutzt werden.

Copresence weckt Erinnerungen an Bump. Google hatte im September 2013 die App zum Datenaustausch zwischen Smartphones gekauft. Ende Januar 2014 ging der Dienst vom Netz. Auch Bump erlaubte den Informationsaustausch zwischen Android, iOS und Desktop-Rechnern. Gekoppelt hat Bump die zwei Smartphones, zwischen denen die Dateien ausgetauscht werden sollen, durch ein kurzes Zusammenstoßen – auf Englisch „bump“. Die Information beider Smartphones wurden dann an die Server von Bump übertragen, die beispielsweise anhand von Ortsdaten erkannten, dass beide Smartphones sich in unmittelbarer Nähe befanden.