Threshold : Windows 10 wird intern Windows 10.0

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Threshold: Windows 10 wird intern Windows 10.0

Microsoft kehrt mit Windows 10 zur Übereinstimmung von Produktname und interner Versionsnummer zurück. Mit Windows 2000, intern Windows 5.0, hatte der Konzern mit diesem Schema gebrochen. Seit Windows Vista erschienen alle neuen Windows-Versionen als Version 6.x.

Windows 7 war als Version 6.1 zu erkennen, Windows 8 als 6.2 und Windows 8.1 als 6.3. Zwar setzen auch die aktuellen Builds von Windows 10 mit Version 6.4 diesen Trend noch fort, doch nicht mehr lange. Windows 10 wird auch intern Windows 10.0.

Auf einer Seite für Entwickler kündigt Microsoft den Schritt an. Entwickler sollten, um auf Windows 10 vorbereitet zu sein, wissen, dass sich mit der neuen Version der User-Agent-String von 6.4 auf 10.0 ändere, schreibt Microsoft.

Das letzte Betriebssysteme der Windows-NT-Linie, bei dem Handelsbezeichnung und interne Versionsnummer überein stimmten, war Windows NT 4.00. Mit der „New Technology“-Linie verabschiedete sich Microsoft im Jahr 1993 vom Unterbau MS-DOS, vorerst allerdings nur im professionellen Umfeld. Für Kunden hielt Windows ohne DOS erst mit Windows XP im Jahr 2001 Einzug.

Hätte Microsoft für Windows 10 die interne Versionsnummer gewählt, die der Anzahl der bisher erschienenen NT-Systeme entsprochen hätte, müsste das System die Nummer 12 tragen.

Versionsummern der Windows-NT-Versionen
Handelsbezeichnung Interne Versionsnummer Iteration
Windows NT 3.1 3.1 1
Windows NT 3.5 3.5 2
Windows NT 3.51 3.51 3
Windows NT 4.00 4.00 4
Windows 2000 5.00 5
Windows XP 5.1 6
Windows Server 2003 5.2 7
Windows Vista 6.0 8
Windows 7 6.1 9
Windows 8 6.2 10
Windows 8.1 6.3 11
Windows 10 10.0 12

Die interne Bezeichnung, mit der sich das Betriebssystem zu erkennen gibt, hat Bedeutung für die Programme, die es ausführt. In einem ausführlich Artikel erklärt die Website Ars Technica, wieso ein großer Schritt – wie der von 6.3 (Windows 8.1) auf 10.0 – heute jedoch kein Problem mehr für die Kompatibilität darstellt. Zusammengefasst heißt es dort: Wenn ein Programm nicht explizit sagt, dass es für die neueste Version des Betriebssystems gedacht ist, verhält sich das Betriebssystem wie eine ältere Version. Mit diesem Trick stellt schon Windows 8.1 die Kompatibilität mit älteren Applikationen sicher.