4/8 Xilence Performance A Series im Test : Brauchbares Netzteil mit 530 Watt für 36 Euro

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Messungen

Im Folgenden sind die Testergebnisse des Xilence Performance A Series 530 Watt in mehrere Untergruppen gegliedert. Zum einen wird die Effizienz anhand eines automatisierten Tests an einer kalibrierten Chroma 8000 ATS betrachtet und dabei beispielsweise auch auf Punkte wie die Restwelligkeit und Stützzeit eingegangen. Zum anderen werden reale Lautstärketests mit eigenen Testsystemen durchgeführt.

Die Details zu der Testmethodik, der eingesetzten Teststation, den Messungen und der Lautstärkemessung sind in einem gesonderten Artikel „So testet ComputerBase Netzteile“ zusammengefasst.

Für das Performance A kamen während der Tests folgende selbstkalkulierte Lasten zum Einsatz:

Lastkalkulation Xilence Performance A Series 530 Watt
Schiene 25 Watt fest 10% 20% 50% 100% Crossload 12V Crossload Minor
+5V 1,00 1,04 2,08 5,20 10,40 1,0 14,4
+12V1 1,30 3,39 6,77 16,94 33,87 36,0 3,0
-12V 0,04 0,03 0,05 0,13 0,27 0,2 0,2
+3,3V 1,0 1,66 3,33 8,32 16,65 1,0 9,0
+5Vsb 0,2 0,27 0,53 1,34 2,67 1,0 1,0
Angaben in Ampere

Die einzelnen Ergebnisse jeder Kategorie können anhand der Schaltflächen über den Diagrammen durchgeschaltet werden.

Effizienz

Xilence entscheidet sich für eine 80Plus-Zertifizierung mit 230 Volt Eingangsspannung, obwohl das Netzteil über einen Weitbereichseingang verfügt. Dies ist seit April dieses Jahres offiziell möglich. Für die 80Plus-Konformität sind daher ebenso wie für den Praxiseinsatz die Messwerte bei 230 Volt entscheidend. Für 80Plus sind 82 bis 85 Prozent Effizienz zu erreichen.

In der Praxis werden die geforderten Werte erreicht. Bei Volllast nutzt Xilence den Toleranzbereich von 0,4 Prozentpunkten überwiegend aus, 80Plus ist aber eindeutig als bestanden zu werten. Beim Vergleich mit preiswerten Netzteilen anderer Marken fällt auf, dass das Performance A bei geringer bis mittlerer Last problemlos mit Bronze-Netzteilen mithält und viele davon sogar hinter sich lässt. Bei Volllast bricht der Wirkungsgrad hingegen deutlicher ein, das Xilence fällt zurück. Die neuen EU-Anforderungen werden erfüllt, das Performance A darf daher in Komplettrechnern verbaut werden.

Insgesamt ist die erreichte Effizienz für ein Budget-Netzteil positiv zu bewerten. Die beobachtbare Charakteristik der Effizienzkurve passt gut zur realen Nutzung der meisten Netzteile: Der Wirkungsgrad in Stabilitätstests an einem warmen Sommertag ist unbedeutend für den Geldbeutel. Ein niedrigerer Verbrauch beim Leerlauf und Bürobetrieb zahlt sich hingegen eher aus.

Leistungsfaktorkorrektur (PFC)

Die Leistungsfaktorkorrektur des Probanden ist unterdurchschnittlich. Die Ergebnisse bei niedriger Last sind vorbildlich, bei Volllast werden die gewünschten 99 Prozent weit verfehlt.

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