Windows 10 : Windows XP wird sich nicht einfach updaten lassen

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Windows 10: Windows XP wird sich nicht einfach updaten lassen

Eine missinterpretierte Aussage von Gabriel Aul, verantwortlich für das Windows Insider Program, hat am Wochenende für die wilde Spekulationen gesorgt, dass sich Windows XP auf Windows 10 upgraden lassen wird. Doch diese Vermutung ist falsch, wie Aul auf Nachfrage gegenüber ComputerBase bestätigt.

Windows 7 und Windows 8 lassen sich optional über Windows Update auf die technische Vorschau von Windows 10 updaten, alle Einstellungen, Daten und Programme werden übernommen. Derselbe Prozess wird auch für die finale Fassung des Betriebssystems angeboten werden. Auf die Frage eines Nutzers auf Twitter, ob diese Option auch für Windows XP zur Verfügung stehen wird, antwortete Aul: „Nein, zum Upgrade wird die ISO von Windows 10 benötigt.

Auls Aussage wurde allerdings als Hinweis darauf, dass es möglich sein wird, Windows XP auf Windows 10 zu „updaten“, interpretiert. Eine der Begründungen: Microsoft müsse diesen Weg anbieten, um mit Windows 10 gegen den hohen verbleibenden Anteil an Windows-XP-Systemen vorzugehen. Windows XP wird seit April 2014 nicht mehr unterstützt.

Die über die letzten Jahre drastisch veränderten Hardwareanforderungen sowie das nach Windows XP vollständig reformierte Treibermodell ließen an der Zulässigkeit der Interpretation „ein Update auf Windows 10 ist per ISO möglich“ zweifeln. Auf Rückfrage bestätigt Aul, dass zurzeit keine Möglichkeit existiert, direkt von Windows XP auf Windows 10 umzusteigen. Anwender müssten alle ihre Daten sichern, Windows 10 vollständig aufsetzen und dann die gesicherten Daten einspielen. Es ist davon auszugehen, dass sich auch an der finalen Version daran nichts ändern wird – zu unterschiedlich sind beide Betriebssysteme.

Wahrscheinlich ist, dass Microsoft zur Freigabe von Windows 10 erneut Programme unterstützen wird, die das Sichern von Einstellungen und Daten unter Windows XP und dessen erneutes Einspielen unter Windows 10 automatisieren. Kurz vor dem Aus von Windows XP hatte der Konzern eine ansonsten kostenpflichtige Anwendung eines Drittanbieters kostenlos zur Verfügung gestellt.

66 Kommentare
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Ergänzungen aus der Community

  • Herdware 29.12.2014 09:20
    Mal abgesehen von den technischen Unterschieden zwischen XP und Win10, wird es den allermeisten Kisten, die heute noch mit XP laufen und damit wahrscheinlich schon sehr viele Jahre weitgehend "ungepflegt" im Einsatz sind, sehr gut tun, wenn sie frisch aufgesetzt werden.
    Die Anwender werden sich wundern, wie flott, flüssig und problemlos plötzlich alles auf der alten Hardware läuft.

    Ich werde das, wenn ich voraussichtlich meinen Spiele-PC irgendwann nächstes Jahr im Rahmen eines SSD-Upgrades (240GB werden einfach zu eng ;) ) auf Win10 umstelle, wohl trotz eigentlich upgradefähigem Win7 auch so machen. Es geht einfach nichts über eine frische Installation, auch wenn Windows schon sehr viel "langlauffähiger" geworden ist, als z.B. noch zu Win9X-Zeiten, wo man es alle paar Monate neu aufsetzen musste.