Jahresrückblick 2014 : Ein Rückblick mit Ausblick auf das Jahr 2015

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Jahresrückblick 2014: Ein Rückblick mit Ausblick auf das Jahr 2015
Bild: ludovick | CC BY 2.0

Das Jahr 2014 war turbulent. Neuvorstellungen, Enthüllungen und Skandale in der elektronisch vernetzten Welt gab es zuhauf. In unserem traditionellen Jahresrückblick sind sie allerdings nur am Rande von Interesse.

Wir blicken auch an diesem 31. Dezember nur auf das, was ComputerBase und die Community über die letzten zwölf Monate geprägt hat und gewähren darüber hinaus den einen oder anderen Blick hinter die Kulissen. Was war, was wird, steht auf den folgenden drei Seiten.

Der rote Faden

Unsere Strategie ist, bessere, unabhängige Inhalte nachhaltig mit weniger aufdringlichen, klar als solche gekennzeichneten Anzeigen zu finanzieren und wir sehen uns bei diesem Vorhaben auf dem richtigen Weg.

Bessere Inhalte sind Inhalte, die Leser besser informieren. Eine der Säulen, um diesem Anspruch gerecht zu werden, bildeten im vergangenen Jahr umfangreiche, fundierte Vergleichstests mit abschließenden Empfehlungen anstelle isolierter Einzeltests mit einem Award für den Hersteller. Eine Auswahl:

Umfangreiche Vergleichstests können dabei auch kürzer ausfallen und sich trotzdem von der Masse abheben: So lag für uns nahe, das Apple iPhone 6 Plus gegen das Galaxy Note 4 zu testen, auch wenn der Artikel dann erst später erscheint. Und anstelle einer kompakten GeForce GTX 970 wurden kurzerhand zwei und damit alle bisher verfügbaren Varianten zum Vergleich beschafft.

Eine weitere Säule waren Artikel, die offenen Fragestellungen oder Missständen auf den Grund gegangen sind. So ging die Redaktion im bis dato umfangreichsten Test der Frage nach, wie anfällig aktuelle Grafikkarten beziehungsweise deren Kühlsysteme auf unterschiedliche Gehäuse reagieren, ein anderer Artikel nahm sich den elf häufigsten Marketing-Tricks bei PC-Netzteilen an, ein dritter durchleuchtete die undurchsichtige EU-Richtlinie zum Energieverbrauch von PC-Systemen. Auch Verbraucherschutzthemen wie die Drosselung von LTE-Tarifen als DSL-Ersatz in ländlichen Regionen standen hoch im Kurs.

Das Ziel, besser zu informieren, war uns darüber hinaus den ein oder anderen Blick über den Tellerrand wert, ohne den Bogen zum Bezug Computer zu sehr zu spannen (nein, über mehr Reichweite beim Tesla Roadster haben wir nicht berichtet, auch wenn E-Motoren wie Computer auf Elektrizität angewiesen sind). Der Test des Command Online in der aktuellen S-Klasse von Mercedes-Benz mit Fokus auf die Interaktionsmöglichkeiten mit Smartphones, ein Erfahrungsbericht zum programmierbaren Lego Mindstorms EV3 oder der Test der für Deutschland gar nicht vorgesehenen Smartphone-Referenzplattform Android One gehören in diese Kategorie. Auch Klassiker der PC-Spiele-Geschichte haben wir wieder neu entdeckt. Wir haben gehört, das Format gibt es jetzt auch woanders.

Grundlage all dieser Artikel ist unser Interesse an neuer Technik. Weil neue Technik – auch wenn es gerade en vogue ist – aber nicht automatisch „geil ist“, bewahren wir uns stets eine kritische Distanz.

Verwehrt haben wir uns den schnellen inhaltlosen Nummern, die einzig und allein eine Topplatzierung bei Google(News) zum Ziel haben. Einen Ticker zum #Bendgate beim iPhone 6 Plus oder themenfremde Inhalte wie Hilfestellungen zur Rücksendung von Paketen an Unternehmen XYZ (einem oft gesuchten Thema bei Google) gab es auf ComputerBase nicht zu lesen. Wir wollen der Seite Charakter verleihen, für Google zu schreiben, macht dieses Ziel zunichte.

Freigehalten haben wir die Startseite auch weiterhin von täglichen Meldungen mit Affiliate-Links zu vermeintlichen Schnäppchen auf Amazon, bezahlten Gewinnspielen oder Ausschreibungen für bezahlte Lesertests und jeglicher anderer Art bezahlter, nicht als Anzeige/Werbung gekennzeichneter Inhalte. Auch wiederholte Artikel vom Autor „Advertorial“ zu den Themen „Acer Iconia Tab 8 - Acht-Zoll-Tablet mit Full HD-Display zum Spitzenpreis!“ und „LG Herzrasen - LED-Beamer kaufen, Tablet gratis“ hat es nicht gegeben.

Wir haben unser Ziel, inhaltlich unabhängig zu berichten, aber auch auf anderem Wege verfolgt. So hat die Redaktion beispielsweise eine streng limitierte Alles-Inklusive-Einladung zu einer sommerlichen „Fitnesswoche“ nach Südtirol ausgeschlagen, in deren Rahmen die Kombination aus Smartphone und Fitnessarmband unter Anleitung des Herstellers hätte „getestet“ und im Anschluss behalten werden können – eine entsprechende Berichterstattung im Vorfeld und zum Event vorausgesetzt. Wir lieben die Berge, aber das geht nicht.

Mit vielen dieser Entscheidungen haben wir aktiv relevante Einnahmen zur Finanzierung von ComputerBase ausgeschlagen, um den Inhalt frei von der Beeinflussung Dritter zu halten. Umso wichtiger, dass die Anzeigen, die ohne Rückkopplung auf die Berichterstattung laufen, von unseren Lesern auch zugelassen werden. Anzeigen, die sich über die Seite legen, gibt es seit April 2014 gar nicht mehr.

Mehr Stammleser

Insgesamt hat ComputerBase mit diesem Angebot im Jahr 2014 so viele Leser erreicht wie ein Jahr zuvor. Auf einem Markt, der von immer mehr Publikationen bevölkert wird, ist das ein großer Erfolg. Der Anteil der Leser, die über Google kommt, ist leicht gesunken, der Anteil der Leser, die ComputerBase direkt ansteuert, ist gestiegen. Dieser Zuwachs an Stammlesern unter den knapp drei Millionen Besuchern pro Monat freut uns ganz besonders – er passt zu dem von uns eingeschlagenen Weg.

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