2/4 Vpro V900 im Test : Gute Spielermaus mit Fokus auf das Wesentliche

, 50 Kommentare

Äußerlichkeiten

Vpro setzt auf einen vollständig symmetrischen Mauskörper mit vergleichsweise geringfügiger Tastenbestückung. Neben zwei klassisch positionierten Daumentasten erlaubt ein Taster auf der Oberseite die sequenzielle Auswahl der vier programmierbaren On-the-fly-cpi-Einstellungen. Die Auswahl der fünf verschiedenen Profile erfolgt ausschließlich über die beiliegende Software, wohingegen sich die jeweils drei Unterprofile über einen Button auf der Unterseite der V900 ebenfalls sequenziell durchschalten lassen. Soll ein gezieltes Profil ausgewählt werden, muss die Maus vollständig umgedreht werden – der aktive Reiter wird direkt am Schalter mit einer kleinen LED visualisiert.

Vpro V900
Vpro V900
Vpro V900
Vpro V900
Vpro V900
Vpro V900
Vpro V900

Die Oberseite des Chassis wird geprägt von einer matten Oberflächenbeschichtung, deren spürbare Struktur einerseits Verschmutzungen schluckt und sich andererseits angenehm griffig präsentiert. Zur sicheren Führung des Gehäuses tragen auch die gummierten Seitenteile bei, die sich nach längerem Betrieb zwar ein wenig rutschig anfühlen, aber prinzipiell immer noch unverändert Halt bieten. Der positive Materialeindruck endet bei Seitentasten sowie dem ausgestellten Teil der Hülle. Hier setzt Rapoo glänzende Elemente ein, die im Testbetrieb anfällig für Kratzer waren und nach steter Reinigung verlangen. Seitentasten, Übergänge zwischen Ober- und Unterschale sowie das Zwei-Wege-Mausrad können dezent mit RGB-LEDs beleuchtet werden.

Vpro V900
Vpro V900
Vpro V900
Vpro V900
Die Beleuchtung fällt dezent aus
Die Beleuchtung fällt dezent aus

Qualitative Beanstandungen sind nicht zu verzeichnen. Das mehrfach metallverstärkte Chassis ist absolut solide, lässt sich jedoch nicht aufschrauben. Schuld an diesem Umstand ist das offenbar verklebte Aluminiumelement an der Unterseite, das die dritte und letzte Schraube zur Fixierung der Oberschale verbirgt. Auf diese Weise wird die Öffnung des Gehäuses ohne die Beschädigung von Einzelteilen quasi unmöglich gemacht. Wartungsfreundlich ist die V900 somit nicht; eine 60-Euro-Maus sollte versierten Nutzern die Möglichkeit bieten, Schalter zu reparieren oder zu ersetzen. Die beim Testmodell im Inneren vorgefundene, zerstörte Ummantelung des USB-Datenkabels, das außen mit einer Stoffummantelung geschützt ist, sollte in dieser Preisklasse nicht vorzufinden sein.

Die Primärtaster des Typs D2FC-F-7N von Omron, deren Aufdruck die Lebensdauer von 10 Millionen Klicks verrät, sind eine wenig überraschende, weil weit verbreitete Wahl mit moderatem Auslösewiderstand. Etwas straffer abgestimmt ist hingegen der Taster für das Mausrad, während die von Kalih stammenden, rot kodierten Seitentasten spürbar geringeren Kraftaufwand für ihre Betätigung erfordern. Die Abstimmung des Scrollrades geht mit hohem Drehwiderstand klar in Richtung einer möglichst präzisen Betätigung der einzelnen, akustisch kaum wahrnehmbaren Rasterstufen und eignet sich folglich weniger, um größere Distanzen zu bewältigen. Mit deutlicher Führung, die keinerlei seitliches Spiel erlaubt, gefällt die Umsetzung des Rades.

V-Power3-ARM-Prozessor und ADNS-9800-Sensor
V-Power3-ARM-Prozessor und ADNS-9800-Sensor
Metall stabilisiert die Oberschale
Metall stabilisiert die Oberschale
Blankes Kabel im Inneren der Maus
Blankes Kabel im Inneren der Maus

Signale überträgt ein Sensor des Typs Pixart ADNS 9800, dessen maximale Abtastrate von 8.200 cpi in vier Stufen für X- und Y-Achse konfiguriert werden kann. Bei diesem Modell lässt sich eine „positive Beschleunigung“ der übertragenen Bewegungen konstatieren. Rasche Eingaben werden daher nicht exakt, sondern in „Überlänge“ mit einem Aufschlag von fünf Prozent auf die tatsächlich zurückgelegte Wegstrecke auf dem Bildschirm dargestellt. Dies wird von manchen Nutzern je nach Präferenz nicht nur wahrgenommen, sondern auch als negativ empfunden. Auf einem Textil-Pad (Zowie G-TF) war bei hohen cpi und feinen Bewegungen „Jittern“ (unvorhersehbares Ausreißen des Mauszeigers von der geführten Bahn) zu beobachten. Abseits dieser Besonderheiten arbeitete der Sensor im Test jedoch ebenso präzise wie zuverlässig.

Vpro V900 – Sensor

Auf der nächsten Seite: Alltagserfahrungen