Markttag : Luftkühler für CPUs und GPUs im Überblick

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Markttag: Luftkühler für CPUs und GPUs im Überblick

Samstag ist Markttag. ComputerBase wirft einen Blick auf wesentliche Entwicklungen auf dem Markt für IT und Consumer Electronics – kurz- wie auch langfristig. An diesem Markttag gibt die Redaktion einen Überblick über die verschiedenen Luftkühlsysteme am Markt.

Ab dem Zeitpunkt, ab dem Mikroprozessoren ein bestimmtes Maß an Abwärme produzierten, wurden sie notwendig: Kühlkörper. Anfangs eher klein und passiv, wuchsen sie mit der steigenden Verlustleistung der Prozessoren in Größe und Umfang zur heutigen Vielfalt heran. In ihrem Kielwasser zogen sie die entsprechenden Lüfter mit, welche zuerst nur für das Gehäuse und später für die Kühlkörper selbst ausgelegt waren. Seit einigen Jahren tut sich hier technologisch allerdings nicht mehr viel, es wird vermehrt über Bauformoptimierung ein Mehr an Leistung erzielt – Innovation findet nur noch selten statt. Was genau der Markt hier zu bieten hat, sei im folgenden Text behandelt.

Die heute wichtigsten Kühlkörpervarianten im Bereich der Luftkühlung sind CPU- und VGA-Kühler. Chipset-Kühler sind weitgehend bedeutungslos geworden, da viele Teile der einstmals hitzköpfigen North- oder Southbridges entweder in die CPU selber gewandert sind oder durch merklich kleinere Strukturbreiten weit weniger Abwärme produzieren. Geizhals listet lediglich noch um die 20 Angebote. Ähnliches gilt für Festplattenkühler, die dereinst für sehr schnelle HDDs – wie die WD Raptor mit 10.000 u/min – notwendig waren. Da nun aber SSDs schneller und wesentlich energiesparender zu Werke gehen, lässt auch hier die Privatkunden-Nachfrage nach – derzeit sind es 41 Angebote.

Zurück zu den eingangs erwähnten Kühlkörpervarianten. Die Anzahl der gelisteten VGA-Kühler ist mit 68 nicht gerade weit entfernt vom vorhin genannten. Allerdings finden sie noch Verwendung, wenn Nutzer mit der Werkskühlung ihrer Grafikkarte unzufrieden und bereit sind, selbst Hand anzulegen. Eine seit Jahren konstante Größe in diesem Bereich ist die Marke Arctic, die ein knappes Drittel der gelisteten VGA-Kühler stellt. Preislich erhält der Kunde – Radial-Slotkühler außen vor gelassen – ab etwa 26 Euro leistungsfähige Modelle. Bis auf eine Ausnahme - der EKL Alpenföhn Peter mit über 110 Euro zuzüglich Versand – kosten teurere Modelle bis um die 60 Euro.

Accelero Xtreme IV
Accelero Xtreme IV

Sowohl in Sachen Vielfalt wie auch zahlenmäßig vorne sind die CPU-Kühler mit 668 Notierungen. Ungeachtet der anfangs benannten Stagnation in Sachen Kühltechnologie bringen die Hersteller trotzdem seit 2010 jährlich rund 100 neue Modelle oder Neuauflagen heraus. Technisch gibt es hier daher auch die meisten Nuancen zu sehen – Top-Blow oder Tower, Heatpipes oder Kupferkern mit Aluminiumummantelung, passiv oder aktiv, groß oder klein – für nahezu jede Anforderung findet sich ein – zumindest auf den ersten Blick – passendes Modell. Preislich herrscht vor allem im Niedrigbereich Gedränge vor, die Modelle starten bei knapp drei Euro und unterscheiden sich bis hinauf in die 50-Euro-Region sehr oft nur in kleinen Centbeträgen. Im unteren Preisbereich bis 25 Euro lassen sich vor allem Modelle von Marken wie Arctic, Xilence, Akasa oder auch Boxed-Lüfter von AMD bzw. Intel finden. In darüber liegenden Segmenten kommen Namen wie etwa Silverstone, Prolimatech oder EKL hinzu. Hersteller, die sich auf die alleinige Abdeckung von Mittel- und Hochpreissegment konzentrieren, gibt es auch, Noctua, Thermalright oder Phanteks sind hier einschlägig.

Noctua NH-U9S
Noctua NH-U9S

Obgleich gerade im Bereich zwischen drei und 25 Euro das Angebot sehr groß ist, scheinen deutsche Geizhalsnutzer dennoch Kühlern aus dem Mittel- bzw. Hochpreissegment den Vorzug zu geben. Ganz vorne dabei sind hier EKL und Thermalright, aber auch teurere Modelle von be-quiet und Noctua sind in den Nutzerinteresse-Top-10 der Luftkühlung vertreten.

Beim abschließenden inhaltlichen Schwenk auf die globalen Top-10 des Nutzerinteresses ist lediglich der Neueinstieg einer Crucial SSD der M550-Serie zu vermelden. Die Variante mit 512 Gigabyte Speicherplatz ist hier schlagartig nach oben geschnellt, weil sie mittlerweile preislich die bisher bei Nutzern beliebtere MX100-Version mit 512 Gigabyte um durchschnittlich zehn Euro unterbietet – exklusive Versandkosten.

Leserhinweise auf interessante Entwicklungen im Preisvergleich nimmt die Redaktion gerne unter markttag~~computerbase.de entgegen.