5/7 Plextor M6e Black Edition im Test : M.2-SSD im PCI-Express-Huckepack

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Detailbetrachtungen

Neuzustand und Leistungsabfall

Zur Überprüfung der Leistungsbeständigkeit dient der Benchmark AS SSD. Mit diesem werden Transferraten und Zugriffszeiten der SSDs zunächst im leeren Auslieferungszustand und im späteren Verlauf nach normaler Nutzung mit installiertem System sowie nach starker Nutzung und fast vollständiger Befüllung überprüft. Der TRIM-Befehl ist dabei durchgehend aktiv. Details zu diesem Vorgehen und den vorbereitenden Maßnahmen liefert der Artikel „So testet ComputerBase SSDs“.

AS SSD – Plextor M6e Black Edition 256 GB
Neuzustand
(ohne Daten)
Normalzustand
(35 GB belegt)
Stark genutzt
(10 GB frei)
∆ Neuzustand
zu Stark genutzt
Sequenzielles Lesen 674,36 MB/s 674,64 MB/s 672,44 MB/s 0 %
Sequenzielles Schreiben 545,72 MB/s 538,10 MB/s 541,20 MB/s – 1 %
4K Lesen 34,37 MB/s 34,07 MB/s 34,10 MB/s – 1 %
4K Schreiben 94,08 MB/s 92,51 MB/s 93,57 MB/s – 1 %
4K 64Thrd Lesen 393,27 MB/s 392,19 MB/s 389,30 MB/s – 1 %
4K 64Thrd Schreiben 447,09 MB/s 405,78 MB/s 325,71 MB/s – 27 %
Zugriffszeit Lesen 0,033 ms 0,044 ms 0,108 ms + 227 %
Zugriffszeit Schreiben 0,040 ms 0,041 ms 0,041 ms + 3 %

Auch nach starker Belastung und bei hohem Füllstand erweist sich die Leistung der M6e Black als sehr beständig. Die Leserate nimmt analog zur Datenmenge deutlich zu und die Schreibrate bei 64 ausstehenden Befehlen ab – dies ist jedoch normal.

Leistungsbeständigkeit

Nach fast 15 Stunden standen die Ergebnisse im Consistency Test des PCMark 8 fest und überraschten: Von der hohen Durchsatzrate im normalen Storage-Test war nichts mehr zu sehen. In den Phasen hoher Belastung erreichte die M6e Black eine konstante, aber niedrige Transferrate von rund 90 MB/s. In den abschließenden Erholungsphasen wurden mit über 220 MB/s gute Werte erzielt, die jedoch keine Bestwerte bilden.

Ein ähnliches Bild zeigt sich bei 30-minütiger Belastung mit 4K-Random-Writes und 32 ausstehenden Befehlen. Über 80.000 IOPS kann die SSD keine 30 Sekunden lang liefern, danach stürzt die Leistung auf sehr konstante, jedoch abermals niedrige Werte im Bereich von etwa 5.000 bis 6.000 IOPS ab.

Das Zwischenfazit der Langzeittests lautet: Auf eine hohe Dauerleistung ist die Plextor-SSD nicht ausgelegt. Für den allgemeinen Privatgebrauch ist dies aber nicht problematisch, denn dort treten solche Lastszenarien nicht auf. Die vorangegangenen Tests bescheinigen der M6e Black eine bei kurzer Belastung sehr gute Leistung, diese „peak performance“ ist es, die bei Consumer-SSDs zählt.

Ratings

Als erste PCI-Express-SSD im aktualisierten Testparcours setzt sich die Plextor M6e Black Edition wenig überraschend an die Spitze des Testfelds. Diesen Umstand verdankt sie den hohen sequenziellen Transferraten, die über SATA nicht möglich wären.

Doch nur bei sequenziellen Transfers kann die Steckkarte ihren Schnittstellenvorteil ausspielen, bei vielen anderen Szenarien ergeben sich keine Vorteile. Aus diesem Grund fällt der Vorsprung im Schnitt aller Messungen sehr gering aus – trotzdem ist die Plextor M6e zunächst die neue Leistungsreferenz im Testfeld.

Noch mehr Leistung bieten zahlreiche PCIe-SSDs mit schnellerer Anbindung. M.2-SSDs mit PCI Express 3.0 wie Samsungs für OEM-Systeme bestimmte SM951 erreichen zum Beispiel Transferraten von über 2 GB/s. Jenseits des Consumer-Bereichs gibt es zudem professionelle Lösungen, die Transferraten von mehr als 4 GB/s liefern. Zu den schnellsten Modellen zählt OCZs ioDrive Octal, das mit bis zu 6,7 GB/s liest und mit maximal 4,4 GB/s schreibt, aber auch etwa 160.000 US-Dollar kostet.

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