3/3 The Order: 1886 im Test : Nach der ersten Hälfte ist die Luft raus

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Fazit

Kann Sony also liefern? Die Antwort lautet schlicht: Nein. Denn das grandiose Spiel, das die ersten Stunden ankündigen, ist The Order: 1886 nicht. Ein spielerisch konservativer Deckungsshooter mit ungewöhnlicher Inszenierung und hübschen Schauplätzen sind gemessen am Potential zu wenig, das Ende gar eine massive Enttäuschung: Was so sehr wert auf eine Erzählung legt, sie durch die Vermischung mit dem Film sowie der begrenzten Spieldauer lebensnotwendig braucht, und mit einer kaum genug zu lobenden Präsentationsqualität begeistert, darf gerade in diesem Punkt unter keinen Umständen derart eklatant schludern.

The Order 1886

Der Fehltritt in diesem Bereich ärgert umso mehr, als dass The Order so viele richtige Entscheidungen zugrunde liegen, die deutlich unter Wert geschlagen werden. Der Beweis, dass ein Spiel nicht nur Daueraction sein muss, ist im positiven Sinne geführt – mit einem Titel, der zwei Gesichter trägt. Nur für die erste Hälfte der rund acht Stunden Spielzeit hätte sich The Order: 1886 eine nachdrückliche Kaufempfehlung verdient, nur für den zweiten Part ein negatives Urteil. Leider, möchte man sagen, gehören diese ungleichen Zwillinge am Ende zusammen.

Es spricht für den Kern des Ganzen, dass schließlich der starke Wunsch nach einem Nachfolger bleibt, der diese Schwächen ausbügelt. Trotz allem inhaltlichen Niveauverlust unterhält das Gesamtkonstrukt solide, wobei der Grad der Zufriedenheit klar von den Erwartungen an die Erzählung respektive dem Konzept abhängt. Nichtsdestotrotz fällt es schwer, zum vollen Preis von 60 Euro eine Empfehlung auszusprechen. Interessieren Setting oder Konzept, sollte The Order allerdings einen Platz vorne auf der Wunschliste einnehmen.

Kopier- & Jugendschutz

„The Order: 1886“ ist exklusiv für die PlayStation 4 erhältlich. Das Spiel hat von der USK eine Freigabe ab 18 Jahren erhalten.

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