GeForce GTX Titan X : Overclocking auf 2 GHz sorgt für neue Rekorde

, 137 Kommentare
GeForce GTX Titan X: Overclocking auf 2 GHz sorgt für neue Rekorde

Nvidias neue 1.100-Euro-Grafikkarte GeForce GTX Titan X ist bereits ab Werk das schnellste Single-GPU-Modell. Der GM200-Chip besitzt darüber hinaus ein hohes Übertaktungspotenzial wie jüngste Rekorde mit Stickstoffkühlung untermauern.

Der in der Overclocking-Szene bekannte Übertakter Vince Lucido alias K|NGP|N trieb die GeForce GTX Titan X auf einen Rekordtakt von 2.020 MHz, womit der eigentliche Basistakt von rund 1.000 MHz etwa verdoppelt wurde. Um diesen Wert zu erreichen, bedurfte es einer Kühlung mit flüssigem Stickstoff (LN2). Im Zusammenspiel mit dem ebenfalls übertakteten Prozessor, ein auf 5,67 GHz gebrachter Intel Core i7-5960X, erreichte Lucido eine neue Bestmarke im 3DMark Fire Strike: Mit 24.027 Punkten führt er die Rangliste der Overclocking-Liga HWBOT mit deutlichem Abstand an. Auch im FireStrike Extreme erreichte das System mit 11.612 Punkten einen neuen Bestwert. Das Ende der Fahnenstange muss damit aber noch nicht erreicht sein, denn die GeForce GTX Titan X ist erst seit rund einer Woche offiziell erhältlich.

Rekord im 3DMark Fire Strike mit GTX Titan X
Rekord im 3DMark Fire Strike mit GTX Titan X (Bild: 3DMark)

Auch mit herkömmlicher Luftkühlung sind beachtliche Taktsteigerungen möglich. Mit Hilfe eines modifizierten BIOS und dem Kühler Arctic Accelero Xtreme IV erreichte PC Games Hardware einen stabilen GPU-Takt von 1.500 MHz. Einige Spiele liefen angeblich auch mit 1.550 MHz problemlos, andere wiederum stürzten unmittelbar ab.

Für absolute Enthusiasten, die den hohen Anschaffungspreis von aktuell über 1.100 Euro sowie mit Garantieverlust verbundene Modifizierungen nicht scheuen, stellt die GTX Titan X somit das ideale „Spielzeug“ für Leistungssteigerungen jenseits der Vorgaben dar. Doch auch ohne umfangreiche Modifizierungen und mit dem Referenzkühler bestückt, erwies sich das Testmuster der ComputerBase-Redaktion als taktfreudig: Knapp 200 MHz mehr Takt bei der GPU und 400 MHz mehr beim Speicher resultierten in einem Leistungsplus von 17 Prozent.

Auch die GeForce GTX 980 und die GeForce GTX 970 zeigten mit einer stabilen Übertaktung von rund 250 MHz, dass die auf Effizienz getrimmte Maxwell-Architektur noch einige Reserven bietet.