Magenta Hybrid : VDSL und LTE jetzt bundesweit in Kombination buchbar

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Magenta Hybrid: VDSL und LTE jetzt bundesweit in Kombination buchbar

Die Telekom bietet die Kombination aus VDSL und LTE ab sofort bundesweit an. Voraussetzung für MagentaZuhause Hybrid sind die Verfügbarkeit von LTE und ein DSL-Anschluss auf IP-Basis. Kunden des Tarifs steht neben der Kupferleitung „bei Bedarf“ auch das Mobilfunknetz für den Datenverkehr zur Verfügung – ohne Begrenzung.

MagentaZuhause Hybrid war seit Dezember 2014 in ausgewählten Städten verfügbar, seit heute kann der Tarif deutschlandweit gebucht werden, sofern die Voraussetzungen erfüllt sind. Der Tarif ist insbesondere für Personen von Interesse, die bisher nur langsame DSL-Anschlüsse buchen konnten. Aber auch Anwender mit 50-Mbit-Leistungen können auf höhere Bandbreiten hoffen.

Verbindungsgeschwindigkeit ohne (oben) und mit LTE bei schlechter DSL-Anbindung
Verbindungsgeschwindigkeit ohne (oben) und mit LTE bei schlechter DSL-Anbindung

Die Redaktion hat am Standort Berlin-Steglitz bei sehr guter Netzabdeckung in eigenen Tests auch größere Datenmengen von mehreren Dutzend Gigabyte mit 50 + 50 Mbit/s simultan über die Kuperleitung und das Mobilfunknetz herunterladen können. Mit absoluter Sicherheit voraussagen ließ sich das Zuschalten der LTE-Verbindung aber nicht – zeitweise blieb das Funknetz trotz gleicher Bedingungen inaktiv. Dies und die Tatsache, dass sich alle Teilnehmer an einem Funkmast die LTE-Bandbreite teilen, sind Einschränkungen des Tarifs. Darüber hinaus sollten Anwender bedenken, dass auch der Aufstellungsort innerhalb des Gebäudes Auswirkungen auf die Funkverbindung hat. Eine Mindestbandbreite über LTE sichert die Telekom Kunden im Gegensatz zu (V)DSL nicht zu.

Bei der Datennutzung teilen sich die eingebuchten Nutzer die zur Verfügung stehende Bandbreite (so genanntes shared Medium) in den Mobilfunkzellen. Die jeweils tatsächlich erreichbare Übertragungsgeschwindigkeit während der Datennutzung ist u. a. abhängig von der Übertragungsgeschwindigkeit der angewählten Server des jeweiligen Inhalteanbieters, der Belegung/Auslastung des Mobilfunknetzes durch die Anzahl der Nutzer in der jeweiligen Mobilfunkzelle, von der Entfernung zur Antenne, von den bautech- nischen Gegebenheiten, von atmosphärischen oder ähnlichen Einflüssen und dem bautechnischen Umfeld an dem vereinbarten Standort sowie von dem eingesetzten Endgerät und der Bewegung des Nutzers.

Aus den AGB der Telekom

Die Tarife Magenta Hybrid S, M und L kosten mit 29,95 Euro, 34,95 Euro und 39,94 Euro monatlich auf den ersten Blick gleich viel wie die jeweils vergleichbar schnellen Magenta-Tarife ohne LTE-Turbo. Voraussetzung für die Nutzung des Tarifs ist allerdings ein Router, der VDSL und LTE parallel ansteuern kann. Der Speedport-Hybrid-Router der Telekom kostet monatlich 9,95 Euro Miete oder einmalig 400 Euro – in den normalen Tarifen schlägt der Router mit lediglich 4,95 zu Buche. In Summe ist der jeweilige Hybrid-Tarif damit über die Laufzeit von zwei Jahren teurer. Alternative Router gibt es bisher nicht.

Keine Lösung bietet MagentaZuhause Hybrid für Personen, die zwar auf LTE, aber nicht auf DSL zugreifen können. Hier bleibt bei der Telekom auch weiterhin nur der Griff zu den „via Funk“-Tarifen, bei denen das monatliche Transfervolumen allerdings deutlich eingeschränkt ist.