Windows 10 und Azure : Microsoft stellt sich für das Internet der Dinge auf

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Windows 10 und Azure: Microsoft stellt sich für das Internet der Dinge auf
Bild: OFFICIAL LEWEB PHOTOS (CC BY 2.0)

Auf der Convergence-Konferenz gab Microsoft seinen Einstieg ins Internet der Dinge (IoT) bekannt. Das Unternehmen will Azure und Windows 10 an das IoT anpassen. Microsoft CEO Satya Nadella hatte schon früher ein Engagement des Unternehmens in diesem Bereich angekündigt, nun enthüllte er weitere Einzelheiten.

Microsofts Cloud-Plattform wird in diesem Zusammenhang eine Azure IoT Suite erhalten. Die Software ist die Fortsetzung der vor einem Jahr vorgestellten Azure Intelligent Systems Services, die Daten von Sensoren und intelligenten Haushaltsgeräten abgreifen, auswerten und verwalten.

Die Azure IoT Suite soll im Jahresverlauf als Vorschau veröffentlicht werden, für Einsteiger stehen jetzt bereits die Azure Intelligent Systems Services bereit. Die Azure IoT Suite besteht aus einer Sammlung von Apps „für die gängigsten Aufgaben im IoT“, wie Nadella bei der Vorstellung sagte. Dazu gehört das Sammeln der teils umfangreichen Daten von Geräten und „Dingen“ des IoT, deren Integration und Orchestrierung sowie die Auswertung und Analyse zur Weiterverarbeitung. Dazu dient die in der Suite integrierte App Azure Stream Analytics, die derzeit bereits in einer Vorabversion vorliegt und nächsten Monat auch unabhängig von der Suite veröffentlicht werden soll.

Aber auch auf Betriebssystemebene wird Microsoft das IoT aufgreifen. Eine entsprechende Version von Windows 10, die auf Microsofts UI-Framework OneCore basieren soll, wurde angekündigt. OneCore ist mehr als nur ein Kernel für alle Plattformen und eher eine gemeinsame Betriebssystembasis für Smartphones, Tablets, PCs sowie weitere Geräte, die neben dem Kernel die DLLs und weitere Basis-Funktionen enthält. Auf dem MWC 2015 stellte Microsoft dazu erstmals die Windows 10 Universal App Platform im Detail vor, die bereits vor einem Jahr in Ansätzen sichtbar wurde.

Windows 10 für IoT soll eine breite Palette von Dingen und Geräten abdecken, die von einfachen Gateways und Controllern über Bankautomaten bis zu Robotern reichen. Banken sollen damit das noch vielfach in Bankautomaten eingesetzte Windows XP Embedded ersetzen können und gleichzeitig Cloud-Integration inklusive Analyse der Daten erhalten.

Erst kürzlich hatte Ubuntu mit Snappy Core sein Cloud-Betriebssystem für das IoT vorgestellt.