5/9 GeForce GTX Titan X im Test : Nvidias 4K-Grafikkarte mit 12 GB Speicher

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12-GB-Speicher: Gibt es Vorteile?

Mit 12.288 MB hat die Nvidia GeForce GTX Titan X mehr Speicher als jede andere Grafikkarte für Spieler zuvor. Selbst Nvidia gibt allerdings an, dass das Mehr an Speicher eher eine Investition in die Zukunft als aktuell ein Vorteil ist. ComputerBase hat versucht, dem aktuellen Vorteil anhand der vier speicherhungrigen Titel Assassin's Creed: Unity, Far Cry 4, Mittelerde: Mordors Schatten sowie Watch Dogs auf den Grund zu gehen.

Da Tests mit unspielbaren Frameraten realitätsfern sind, wurden in drei Spielen Detailstufen gewählt, die noch spielbare Ergebnisse zu Tage fördern. Die Ausnahme ist Mittelerde: Mordors Schatten: Dieser Benchmark stellt einen absoluten Belastungstest dar und soll einen Blick in die Zukunft ermöglichen. Testteilnehmer sind neben der GeForce GTX Titan X die erste GeForce GTX Titan mit sechs Gigabyte sowie die GeForce GTX 980 mit vier Gigabyte.

Bei den Benchmarks gibt es deutliche Auffälligkeiten in Assassin's Creed Unity und in Mittelerde. In Assassin's Creed liegt die GeForce GTX Titan X deutlich vor der GeForce GTX 980. Anstelle der erwarteten 40 Prozent Vorteil liegt der Zuwachs bei 100 Prozent. Selbst die GeForce GTX Titan ist 34 Prozent schneller unterwegs als die GeForce GTX 980. Der zusätzliche Speicher zeigt hier seine Wirkung. Auch in Mittelerde ist der Vorsprung der neuen Grafikkarte zur GeForce GTX 980 größer als normal. Er beträgt 50 Prozent.

In Far Cry 4 sowie Watch Dogs zeigen sich hingegen keine Vorteile von zwölf gegenüber sechs Gigabyte. Sechs Gigabyte sind allerdings im Vorteil gegenüber vier: In Mittelerde ist die GeForce GTX Titan nur vier Prozent langsamer als die im Schnitt deutlich schnellere GeForce GTX 980.

Die Analyse der Frametimes, d.h. der Zeitabstände zwischen einzelnen Bildern, bestätigt den Einfluss des Speichers auf die Geschwindigkeit. In Assassin's Creed Unity zeigen sich bei der GeForce GTX 980 deutlich unregelmäßigere Frametimes als bei den zwei anderen Grafikkarten und auch in Mittelerde ist es nur der GeForce GTX Titan X möglich konstante Frametimes zu liefern.

Die Tests in Ultra HD zeigen, dass vier Gigabyte in spielbaren Einstellungen auch aktuell schon zu wenig sein können. Ab sechs Gigabyte wie auf der GeForce GTX Titan konnte ComputerBase dagegen keinerlei Probleme feststellen. Die zwölf Gigabyte der GeForce GTX Titan X werden damit erst in der Zukunft in spielbaren Szenarien einen Unterschied machen.

Der Blick auf den Speicherverbrauch dient als abschließender Indikator, dass die Größe des VRAM den Unterschied macht. Da der Treiber allerdings oftmals mehr Speicher belegen lässt, als in der aktuellen Szene wirklich benötigt wird, ist eine 1:1-Beziehung nicht herstellbar.

Far Cry 4 sowie Watch Dogs, die beiden Spiele mit wenig gemessenem Einfluss, belegen auf der GeForce GTX Titan X nicht ganz sechs Gigabyte. In Assassin's Creed sind es hingegen sieben Gigabyte, in Mittelerde: Mordors Schatten sogar zehn.

GTX Titan X gegen GTX Titan

Die GeForce GTX Titan X ist der wahre Nachfolger der ersten GeForce GTX Titan. Die GeForce GTX Titan Black war ein unbedeutender Aufguss, die GeForce GTX Titan Z ein zu teures Multi-GPU-Projekt. Lohnt es sich für einen Besitzer des ersten Titanen, auf das neue Single-GPU-Flaggschiff umzusteigen?

Sowohl in 2.560 × 1.600 als auch in 3.840 × 2.160 ist die GeForce GTX Titan X deutlich schneller als die GeForce GTX Titan. Im Durchschnitt liegt die Leistung in der niedrigen Auflösung 47 Prozent und in der höheren Auflösung 52 Prozent über dem Original. In Tomb Raider beträgt die Differenz sogar 70 Prozent. Der Geschwindigkeitszuwachs innerhalb zweier Jahre ist beachtlich.

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