AMD R9 300 : Neue Grafikkarten erscheinen erst im 2. Halbjahr

, 486 Kommentare
AMD R9 300: Neue Grafikkarten erscheinen erst im 2. Halbjahr

AMD hat Erwartungen an eine baldige Markteinführung der Radeon R9 300 gedämpft. Im Conference Call zu den Quartalszahlen hat CEO Su mitgeteilt, neue Grafikkarten erst im 2. Halbjahr zu verkaufen. Die APU Carrizo wird hingegen mittlerweile ausgeliefert. Ein Sorgenkind bleiben auch die ARM-Neulinge mit dem Codenamen Seattle.

Vor über einem Jahr hatte AMD bereits die ersten Samples der 64-Bit-ARM-CPUs verteilt, doch danach wurde es zunehmend ruhiger. AMD setzt große Stücke auf dieses Segment. Der ursprüngliche Zeitplan, der von einer Einführung im zweiten Halbjahr 2014 sprach, wird sich laut den aktuellen Angaben um exakt ein Jahr verzögern. CEO Lisa Su gab zu verstehen, dass der offizielle Start nun im zweiten Halbjahr dieses Jahres erfolgen könnte. Bis dahin sollen weitere Muster den Entwicklern helfen, die Systeme und passende Software optimal aufeinander abzustimmen.

Auch neue Grafikkarten wird AMD erst im zweiten Halbjahr ausliefern können. Laut Su wird AMD im aktuellen zweiten Quartal zwar noch einige Details offenbaren, die eigentlichen Produktstarts sind jedoch erst für das zweite Halbjahr angesetzt.

So as I look forward, we're launching Carrizo on the APU side and we're also launching some graphics products in the second half of this year. [..]

I've talked about Carrizo being a strong product for us, I talked about some of our graphics launches that we'll talk about later this quarter.

Lisa Su, CEO AMD

Besser läuft es bei AMD an der Carrizo-Front. Laut Su wurden die ersten Chips bereits im ersten Quartal verschickt, im zweiten Quartal sollen die Stückzahlen massiv angehoben werden. Ein Starttermin im Mai oder Juni ist wahrscheinlich, der Zeitpunkt läge exakt ein Jahr nach der Vorstellung der Kaveri-APUs für Notebooks.

Zu guter Letzt verlor AMD auch einige Worte zum Abgang des erst im Jahr 2012 gekauften Microserver-Anbieters SeaMicro. Der Markt habe sich nicht so entwickelt, wie AMD sich das erhofft hatte, betont Su. Einige Errungenschaften der Firma wie die Technologie Freedom Fabric werden übernommen, die Kaufsumme von 334 Millionen US-Dollar gepaart mit den letzten Abschreibungen, von denen aktuell nur 75 Millionen US-Dollar bekannt sind, dürfte für AMD jedoch ein Verlustgeschäft gewesen sein.