4/6 Bose und Teufel im Test : Drei Wunschkandidaten der Community im Vergleich

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Besondere Merkmale

Anschlussterminal des Teufel Concept B Mk2 mit Systemanschlüssen
Anschlussterminal des Teufel Concept B Mk2 mit Systemanschlüssen

Beim Vergleich der drei Lautsprechersysteme ist auf den ersten Blick die Ähnlichkeit zwischen Teufel Concept B Mk2 und Bose Companion 20 zu erkennen. Mit Ausnahme der Treiberbestückung handelt es sich jeweils um 2.0-Lautsprechersysteme in kompakter Bauweise. Darüber hinaus haben sie aber noch eine Sache gemeinsam: Sie verfügen über sehr spezielle Anschlüsse für die interne Verkabelung.

Systemverkabelung vs. Meterware

Dadurch sind die Lautsprecher narrensicher aufzubauen und lassen allein mechanisch schon fast keine Fehler in der Verdrahtung zu. Die speziellen Steckverbindungen sind auch notwendig, da jeweils nur ein Satellit die Verstärkereinheit für beide Kanäle beherbergt und damit die Verkabelung der Satelliten untereinander nicht nur dem Signalaustausch sondern auch der Leistungsübertragung dient. Es führt aber auch dazu, dass der maximale Abstand zwischen den Satelliten vorgegeben ist und sich nicht ohne weiteres verlängern lässt.

Beim Teufel Concept C 100 BE ist das anders. Das 2.1-System wird klassisch per Klemmdraht miteinander verbunden, wobei die Endstufen für alle Kanäle im Subwoofer untergebracht sind. Dadurch lassen sich die Abstände der Satelliten leicht variieren, da die Lautsprecherkabel als Standardmeterware nachgekauft werden können

Headset oder zweites Quellgerät

Eine weitere Besonderheit betrifft die Konnektivität der drei Lautsprechersysteme. Obwohl alle Testkandidaten auf den ersten Blick zwei zusätzliche Klinkenanschlüsse für weitere Geräte bieten (zwei Mal per Kabelfernbedienung, ein Mal über seitliche Anschlüsse), erfüllen diese ganz unterschiedliche Zwecke. Am Control Pod des Bose Companion 20 befinden sich ein Kopfhörerausgang sowie ein Eingang für ein zweites Quellgerät. Wird ein solches angeschlossen, verstummt automatisch das Quellgerät, das am Anschlussterminal des rechten Satelliten hängt (Andersherum wird ein Quellgerät, das am Control Pod hängt, übrigens nicht wiedergegeben, wenn am Anschlussterminal keine Verbindung erfolgt ist.).

Teufel verzichtet hingegen auf einen zweiten Audioeingang. Stattdessen gibt es neben dem Kopfhörerausgang einen Mikrofoneingang, sodass sowohl am Concept B Mk2 als auch am Concept C 100 BE ein Headset angeschlossen werden kann.

Control Pod des Bose Companion 20
Control Pod des Bose Companion 20
seitliche Anschlüsse und Steuerung des Teufel Concept B Mk2
seitliche Anschlüsse und Steuerung des Teufel Concept B Mk2
Kabelfernbedienung des Teufel Concept C 100 BE
Kabelfernbedienung des Teufel Concept C 100 BE

Standby-Verhalten

Anhand der drei Testkandidaten lassen sich auch die gängigsten Methoden dafür, das System in den Standby-Modus zu versetzen, erläutern. Während das Concept C 100 BE über gleich zwei Ausschalter (einen an der Kabelfernbedienung, einen am Subwoofer) verfügt, wird das Teufel Concept B Mk2 über den Lautstärkeregler deaktiviert. In beiden Fällen ist ein deutliches Klicken zu hören und die Beleuchtung der Steuerelemente wird deaktiviert. Beides sorgt für ein sicheres Gefühl, das Gerät bewusst abgeschaltet zu haben.

Bose verzichtet beim Companion 20 hingegen auf einen echten Standby-Schalter. Das 2.0-System kann einzig über die berührungsempfindliche Oberseite des Control Pods stummgeschaltet werden. Außerdem würde es sich 30 Minuten nach dem Ausbleiben eines Quellsignals ausschalten. Das wirkt zwar modern und vor allem der Control Pod durch den Verzicht auf mechanische Schalter hochwertiger. Wirklich sicher kann man sich so aber nicht sein, die Lautsprecher wirklich ausgeschaltet zu haben – die Sorge nach einem zu hohen Stromverbrauch stellt sich in der Praxis aber als unbegründet heraus.

Stromverbrauch

Die Messwerte für die Leistungsaufnahme der drei Lautsprechersysteme erfolgen mit einem Voltcraft Energy Check 3000.

Generell gilt: Die Leistungsaufnahme ist kein Qualitätskriterium für den Klang oder die maximale Lautstärke eines Lautsprechers.

Bei allen Lautsprechersystemen kann im Standby keine Leistungsaufnahme festgestellt werden. Das verwendete Voltcraft-Messgerät ist im unteren Messbereich allerdings ungenau, sodass hier dennoch ein geringer Stromfluss existieren könnte, der nur nicht angezeigt wird. Dennoch überraschen die Werte vor allem bei dem Bose-System, das trotz der Standby-Schaltung ohne echtes Feedback keinen messbaren Verbrauch mehr aufweist.

Standby* Minimalwert im Betrieb
(aktiver Ruhezustand)
Maximalwert im Betrieb
(volle Lautstärke)
Bose Companion 20 ca. 0,0 Watt 1,4 Watt 26,7 Watt
Teufel Concept B Mk2 ca. 0,0 Watt 4,3 Watt 18,3 Watt
Teufel Concept C 100 BE ca. 0,0 Watt 12,6 Watt 83,7 Watt
* Per Fernbedienung/Lautstärkeregler ausgeschaltet

Ebenfalls positiv fällt der Minimalverbrauch im Betrieb bei dem Bose-System auf. Mit nur knapp über einem Watt genehmigen sich die beiden Lautsprecher sehr wenig. Insbesondere das potentere Teufel Concept C 100 BE zieht bei gleicher Untätigkeit deutlich mehr Strom aus der Dose. Im Betrieb ist es auch das 2.1-System, das die mit Abstand höchsten Verbräuche erreicht. Hierfür ist vor allem der Subwoofer verantwortlich, der für hohe Lautstärken deutlich mehr Leistung aus den Endstufen abfordert.

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