Linx: Apple übernimmt Kameraentwickler

Robert McHardy
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Linx: Apple übernimmt Kameraentwickler

Apple hat das israelische Unternehmen Linx übernommen, das eine spezielle Kameratechnik entwickelt. Diese basiert auf mehreren Sensoren, die in Gruppen zusammenarbeiten. So lassen sich die Einbautiefe reduzieren und Tiefeninformationen aufnehmen.

Linx Multi-Camera-Array mit vier Sensoren
Linx Multi-Camera-Array mit vier Sensoren (Bild: Linx)

Die von Linx für Tablets und Smartphones entwickelten Kameras bestehen aus Modulen mit mehreren Sensoren, sogenannten Multi-Camera-Arrays. Die aufgenommenen Bilder werden miteinander verrechnet. So werden, wie bei HTCs One (M8), gleichzeitig Tiefeninformationen erfasst. Die daraus resultierenden Möglichkeiten umfassen das nachträgliche Verändern des Fokuspunktes oder das Erstellen von 3D-Modellen.

Ein weiterer Vorteil der Kameratechnologie von Linx soll die verringerte Einbautiefe gegenüber herkömmlichen Sensoren sein. Der Hersteller spricht an dieser Stelle von einem Faktor 1,4 bis 2. Zudem sollen die Multi-Camera-Arrays lichtempfindlicher sein und so weniger Bildrauschen produzieren.

Die Übernahme soll Apple 20 Millionen US-Dollar gekostet haben. Eine Implementierung der neuen Technologie in kommende iPhones ist wahrscheinlich, allerdings nicht in der unmittelbaren Zukunft. Konkurrent Nokia hat bereits 2013 in Pelican, ein Unternehmen, dass ebenfalls Multi-Camera-Arrays entwickelt, investiert. Bis heute wurde die Technik in keinem Smartphone des Herstellers verbaut.