3/9 Grafikkarten : 17 × AMD Radeon und Nvidia GeForce im Vergleich

, 596 Kommentare

Einzelergebnisse Spiele

Während die meisten Spiele AMD- und Nvidia-Grafikkarten gleich behandeln, gibt es einige Titel, die auf Produkten von einem der beiden GPU-Entwickler deutlich besser laufen. Assassin's Creed Unity, Assetto Corsa sowie Call of Duty: Advanced Warfare laufen bei der normalen Qualitätseinstellung auf Nvidia-Grafikkarten durchweg flotter als auf AMD-Hardware. Allerdings gibt es keinen Totalaussetzer. Selbst in Assassin's Creed Unity rendert die Radeon R9 290X OC immer noch schneller als die GeForce GTX 780. Einzig bei den hohen Qualitätseinstellungen fällt die AMD-Riege in Assetto Corsa deutlich zurück. Die GeForce GTX 780 arbeitet dann 15 Prozent zügiger als die Radeon R9 290X. Erwähnenswert ist darüber hinaus das Ergebnis in Mittelerde: Sämtliche Grafikkarten mit einem Speicher von nur 2.048 MB arbeiten in dem Actionspiel deutlich langsamer als die Kollegen mit mehr VRAM. Für maximale Texturdetails sind in dem Spiel 3.072 MB die Mindestvoraussetzung für ein flüssiges Spielen.

In anderen Spielen dagegen ist die Radeon-Riege stärker als gewöhnlich. Darunter fallen Civilization: Beyond Earth sowie Ryse: Son of Rome, wo es die OC-Modelle der Radeon R9 290X gar schaffen, schneller als die GeForce GTX 980 im Referenzdesign zu arbeiten.

Einen Blick wert ist darüber hinaus die Differenz der Radeon R9 285 zur Radeon R9 280X. Obwohl die Radeon R9 280X eigentlich ein gutes Stück rechenstärker ist, mehr Speicherbandbreite und auch mehr Speicher besitzt, rückt die Radeon R9 285 in einigen Spielen nah heran und überholt die theoretisch schnellere AMD-Grafikkarte in einem Spiel sogar. Dort zeigt sich das deutlich verbesserte Front-End mit der (unter anderem) höheren Tessellation-Leistung der Tonga-GPU. Betrachtet man die Verhältnisse zur Radeon R9 290X, wird zudem auffällig, dass die Hawaii-GPU das ebenso verbesserte Front-End (aber nicht auf Tonga-Niveau) offensichtlich kaum in mehr Leistung umsetzen kann. Zukünftige AMD-Grafikkarten mit dem Tonga-Front-End beziehungsweise einer weiteren Ausbaustufe können also bei ansonsten gleicher Hardwareausstattung an Geschwindigkeit zulegen.

In 2.560 × 1.440 ändert sich an den „Lieblingsspielen“ kaum etwas, einzig die Verhältnisse variieren. In Assetto Corsa fallen die Radeon-Grafikkarte noch weiter zurück, sodass die GeForce GTX 780 fast 20 Prozent schneller als die von Haus aus übertakteten Radeon-R9-290X-Karten arbeitet. In Civilization: Beyond Earth dagegen liegen die schnellsten AMD-Karten gar minimal vor den übertakteten GeForce-GTX-980-Varianten. Dasselbe gelingt auch in Ryse. Als Ausgleich dafür agiert die Radeon R9 290X in The Talos Principle minimal langsamer als die GeForce GTX 780.

Frameverläufe Spiele

Bei den Frameverläufen sind die Radeon R9 290X und die GeForce GTX 970 abgebildet, da diese bezüglich der Geschwindigkeit im Durchschnitt sehr ähnlich abschneiden. So lassen sich einfacher die Unterschiede in den verschiedenen Spielen erkennen. Bei beiden Modellen wird das übertaktete Partnermodell herangezogen.

Kleinere Auffälligkeiten gibt es in Call of Duty: Advanced Warfare zu sehen. Die Testszene besteht aus drei verschiedenen Szenarien: Zuerst eine sehr hardwarefordernde, dann eine eher gemächlichere und dann wieder eine hardwarefordernde Szene. Während die Radeon R9 290X bei der gemächlicheren Sequenz nah an der GeForce GTX 970 dran ist, ist dies bei den fordernden Sequenzen nicht mehr der Fall.

Ein größeres Auf und Ab ist auch in Risen 3 zu sehen. Dort hat die Radeon R9 290X die Nase durchweg vorn, jedoch gibt es einige Sequenzen, in denen die GeForce GTX 970 quasi gleichauf liegt. Auch in Tomb Raider gibt es Schwankungen. Meistens ist die Radeon R9 290X minimal schneller als die GeForce GTX 970 – bei der kurzen Zwischensequenz wächst der Vorsprung jedoch plötzlich an.

Auch wenn auch andere Titel unterschiedliche Schwankungen aufweisen, reagieren die beiden unterschiedlichen Grafikkarten oft aber doch sehr ähnlich auf die Spielszenen.

Speicherverbrauch Spiele

Selbst in 1.920 × 1.080 ist es kein Problem, dass moderne Grafikkarten mehr als 4.096 MB VRAM belegen – wenn er entsprechend groß ist. So belegt die GeForce GTX Titan X in Assassin's Creed Unity 4.281 MB – ob dies schlussendlich wirklich notwendig ist, ist eine andere Frage. Die GeForce GTX 980 nutzt mit 3.994 MB die fast vollen vier Gigabyte, die GeForce GTX 970 mit demselben Speicher dagegen nur 3.575 MB – dies ist aufgrund der Speicherlimitierung der GeForce GTX 970 der Fall, die Daten wieder aus dem Speicher herausschmeißt. Auch die AMD-Karten belegen in Assassin's Creed Unity maximal 3,5 Gigabyte und werfen Daten wieder aus dem Speicher, obwohl dies gar nicht nötig wäre.

Noch einen drauf setzt Mittelerde: Mordors Schatten, was bekannt dafür ist, so viel Speicher zu belegen wie möglich. Die GeForce GTX Titan X kommt auf 6.076 MB, während die restlichen Grafikkarten so viel belegen, wie vorhanden ist. Einzige Ausnahme ist erneut die GeForce GTX 970, die auf 3.602 MB kommt. Einen interessanten Aspekt zeigt darüber hinaus Far Cry 4. Während bei Drei-Gigabyte-Karten Nvidia noch mehr Speicher belegt als AMD, dreht sich das Bild auf Vier-Gigabyte-Grafikkarten plötzlich um.

In 2.560 × 1.440 belegt die GeForce GTX Titan X dann in drei der fünf Spiele mehr als vier Gigabyte. Der Höchstwert sind 6.258 MB in Mittelerde, gefolgt von 5.016 MB in Assassin's Creed Unity. Und auch die AMD-Grafikkarten belegen in beiden Spielen die vollen vier Gigabyte. In Call of Duty: Advanced Warfare schafft es die GeForce GTX 970, den Großteil der langsamen 512 MB zu umgehen und primär nur die schnellen 3,5 Gigabyte zu nutzen, während der größere Bruder die vollen (schnellen) vier Gigabyte belegt. Dasselbe ist mit 3.605 MB in Far Cry 4 und mit 3.589 MB in Mittelerde der Fall.

In 3.840 × 2.160 steigt der Speicherverbrauch dann nur in Mittelerde an, da bei den anderen Spielen die Multisampling-Kantenglättung abgeschaltet worden ist. In Mittelerde gibt es mit 6.829 MB dafür einen neuen Rekordwert auf der GeForce GTX Titan X. Die GeForce GTX 970 muss mit 3.788 MB nun zwar einen größeren Teil des langsamen Speichers benutzen, kommt aber primär noch mit dem schnellen VRAM aus. Die normalen Vier-Gigabyte-Karten brauchen den Speicher dagegen unabhängig vom Hersteller komplett.

Auf der nächsten Seite: Ultra-HD-Tests in 3.840 × 2.160 (4K)