6/9 Grafikkarten : 17 × AMD Radeon und Nvidia GeForce im Vergleich

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GPU-Computing und Video-Wiedergabe

Während Nvidia mit Kepler beim GPU-Computing noch klar das Nachsehen gehabt hat, hat sich dies mit der Maxwell-Architektur geändert. So können die GeForce-Grafikkarten nun in vielen Tests gar die Führung übernehmen, und das teils nicht zu knapp – allerdings gilt das in vielen Fällen einzig für die GeForce GTX Titan X, die eine deutlich höhere Rohleistung als die anderen Grafikkarten aufweist. Dennoch kann sich die Graphics-Core-Next-Technik von AMD immer noch gut behaupten und liegt bei vergleichbaren Modellen meistens immer noch vorne. Der Core i7-4770K ist bei den entsprechenden Berechnungen dagegen weit abgeschlagen. Unabhängig davon, ob die CPU oder die integrierte GPU die Aufgaben durchführt.

Der unangefochtene König in der Video-Disziplin ist jedoch die GeForce GTX 960 – Nvidia hat nicht umsonst angekündigt, dass die GM206-GPU die besten Video-Fähigkeiten der Maxwell-Serie besitzt. Unabhängig davon, ob Videos abgespielt oder decodiert werden sollen, ob Full HD oder Ultra HD, ob H.264 oder H.265: Die GeForce GTX 960 erledigt die Aufgaben nicht nur durchweg sehr schnell, sondern auch sehr energieeffizient. Die anderen Maxwell-Grafikkarten, sprich die GeForce GTX 970, GeForce GTX 980 und die GeForce GTX Titan X, sind beim H.264-Codec zwar bei einer etwas schlechteren Energieeffizienz genauso schnell beziehungsweise ein wenig schneller, fallen bei H.265 aber deutlich zurück.

Die AMD-Grafikkarten haben bei dieser Disziplin dagegen deutlich das Nachsehen. Den H.265-Codec können die Radeon-Produkte überhaupt nicht beschleunigen, dasselbe gilt für Ultra-HD-Videos. Einzig 1080p-Videos mit H.264 können beschleunigt werden. Doch auch dann gesellt sich die Radeon-Riege nur ans Ende des Testfeldes, ohne zum Beispiel mit einer besonderen Energieeffizienz punkten zu können. Die einzige Ausnahme ist die Tonga-GPU auf der Radeon R9 285, die in einem H.264-Video und der 1080p-Auflösung bei der Wiedergabe einen Riesensatz macht und problemlos den Spitzenplatz erkämpft, dabei aber eine hohe Leistungsaufnahme erzeugt. Das Decodieren erledigt die Grafikkarte zwar mehr als doppelt so schnell wie die älteren Radeon-Produkte, kann aber nicht mit der Maxwell-Konkurrenz mithalten.

Mit vier Kernen und Hyper Threading handelt es sich beim Intel Core i7-4770K um eine der besten CPUs bezüglich Videos, was der Prozessor in den Messreihen auch zeigt. Gegen die GeForce GTX 960 kommt der Prozessor zwar nicht an, kann ansonsten aber im Schnitt gut mithalten. Wird die integrierte GPU mitsamt Quicksync genutzt, zeigt sich zudem eine durchweg sehr niedrige Leistungsaufnahme – die geringste im Testfeld. Beim H.264-Codec liegt die GPU-Leistung dennoch vor der CPU, während beim H.265-Codec der klassische Prozessor schneller arbeitet.

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