7/9 Grafikkarten : 17 × AMD Radeon und Nvidia GeForce im Vergleich

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Leistungsaufnahme

Aufgrund der veränderten Testmethodik lohnt sich mit den neuen OC-Modellen ein erneuter Blick auf die Leistungsaufnahme. Im Leerlauf sind diese nicht angegeben, da sie in diesem Fall dem Referenzdesign entsprechen, sofern der Hersteller keine Veränderungen an der Stromversorgung auf der Platine vorgenommen hat. Auf Modelle, deren Stromversorgung vom Hersteller angepasst wurde, lassen sich die Ergebnisse somit nicht übertragen.

Auch wenn der Testrechner im Desktop-Betrieb bezüglich der Leistungsaufnahme keine großen Abweichungen zwischen den einzelnen Grafikkarten zeigt, haben die Nvidia-Grafikkarten meistens die Nase knapp vorne. Mit der GeForce GTX 960 benötigt das System zum Beispiel 73 Watt, mit der GeForce GTX 980 sind es 74 Watt und mit der GeForce GTX Titan X 77 Watt. AMD hat mit der Radeon R7 260X und der Radeon R9 270X (72 Watt und 73 Watt) zwar auch zwei Probanden mit demselben, guten Niveau im Portfolio, doch benötigen die schnelleren Modelle durchweg 79 Watt. Anders sieht es dagegen aus, wenn der Monitor durch Windows abgeschaltet wird. Dank ZeroCore Power benötigen die meisten Radeon-Grafikkarten dann weniger Strom als die GeForce-Konkurrenz.

Leistungsaufnahme - Gesamtsystem
Angaben in Watt (W)
  • Last in Ryse: Son of Rome:
    • Nvidia GeForce GTX 750 Ti
      171
    • Nvidia GeForce GTX 960
      198
    • AMD Radeon R7 260X
      214
    • GeForce GTX 960 OC-Karte
      215
    • Nvidia GeForce GTX 760
      242
    • Nvidia GeForce GTX 970
      244
    • AMD Radeon R9 270X
      246
    • GeForce GTX 970 OC-Karte
      268
    • AMD Radeon R9 285
      282
    • Nvidia GeForce GTX 980
      283
    • Nvidia GeForce GTX 770
      295
    • AMD Radeon HD 6970
      298
    • GeForce GTX 980 OC-Karte
      318
    • Nvidia GeForce GTX 780
      325
    • AMD Radeon R9 290X
      326
    • Nvidia GeForce GTX 580
      337
    • Nvidia GeForce GTX 780 Ti
      337
    • AMD Radeon R9 280X
      340
    • Nvidia GeForce GTX Titan X
      354
    • AMD Radeon R9 290
      360
    • Nvidia GeForce GTX Titan X (Max)
      374
    • Radeon R9 290 OC-Karte
      402
    • Radeon R9 290X OC-Karte
      411

Unter Last zeigt sich dann die gute Effizienz der Maxwell-Grafikkarten. Während der Rechner mit der GeForce GTX 960 auf 198 Watt kommt, benötigt die vergleichbare Radeon R9 285 von AMD 282 Watt. Nvidias Vorgängergeneration in Form der GeForce GTX 760 braucht trotz einer geringeren Leistung mit 242 Watt ebenso mehr Strom. Die gute Effizienz zieht sich bis hinauf zur GeForce GTX Titan X durch. Der generelle Verbrauch bei dem Nvidia-Flaggschiff ist mit 374 Watt im maximierten Modus aber dennoch sehr hoch.

Die AMD-Grafikkarten haben dann mit dem Problem zu kämpfen, dass die 3D-Beschleuniger eine sehr hohe Leistungsaufnahme aufweisen, wenn diese mit dem vollen Takt arbeiten. So kommen die leicht übertakteten Probanden der Radeon R9 290X auf sehr hohe 411 Watt. Das Referenzdesign mit den Standardeinstellungen ist mit 326 Watt deutlich genügsamer, aber auch ein gutes Stück langsamer.

Bei der Blu-ray-Wiedergabe haben AMD-Grafikkarten fast schon traditionell das Nachsehen – selbst die sparsamste Grafikkarte benötigt mehr Energie als die stromhungrigste Nvidia-Grafikkarte. Dasselbe ist mit einem großen Abstand beim Zwei-Monitor-Betrieb der Fall, da die Radeon-Vertreter bei den meisten Monitor-Konstellationen nicht mehr heruntertakten können. Dies funktioniert nur, wenn zwei Mal der gleiche Monitor angeschlossen ist – und auch dann ist es noch nicht garantiert. Bei drei Monitoren hat AMD die Nase jedoch knapp vor Nvidia, weil keine einzige Grafikkarte mehr vollständig die Frequenzen verringern kann.

Lautstärke und Temperatur

Bezüglich Lautstärke und Temperatur hat sich beim neuen Testparcours kaum etwas geändert. Darüber hinaus lassen sich die OC-Modelle bei beiden Messarten nicht anwenden, da jede Partnerkarte mit einem völlig anderen Kühlsystem ausgestattet ist. Dennoch werden die Diagramme zu beiden Messungen der Vollständigkeit halber abgebildet.

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