C.H.I.P. : Konkurrenz für den Raspberry Pi für 9 US-Dollar

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C.H.I.P.: Konkurrenz für den Raspberry Pi für 9 US-Dollar
Bild: Next Thing Co.

Mit dem Einplatinencomputer C.H.I.P. probiert ein weiterer Hersteller dem Erfolg des Raspberry Pi zu folgen. Das Konzept: Den Computer günstiger als alle anderen anbieten. So soll der Preis des C.H.I.P bei nur 9 US-Dollar liegen.

Für die Finanzierung des C.H.I.P. sorgt eine ins Leben gerufene Kickstarter-Kampagne. Das Ziel von 50.000 US-Dollar wurde bereits innerhalb weniger Tage deutlich überschritten, aktuell liegt das Projekt bei über 14.000 Unterstützern und beinahe 750.000 US-Dollar.

Die Platine des Kleinstrechners misst lediglich 4 × 6 Zentimeter. Darauf findet ein Single-Core-SoC (Allwinner R8) mit einem Gigahertz Takt und einer Mali-400-GPU Platz. Zusätzlich sind 512 Megabyte DDR3-Arbeitsspeicher und 4 Gigabyte Flash-Speicher verbaut. Gegenüber dem Klassenprimus Raspberry Pi, der in der aktualisierten Version 2 über ein Quad-Core-SoC verfügt, fällt die Leistung merklich geringer aus. Dafür liegt der Preis der Platine auch nur bei etwa einem Viertel.

In Sachen Anschlüssen bietet C.H.I.P. einen USB-, einen Micro-USB-, einen Composite-Video-Anschluss, eine Audiobuchse sowie einen GPIO-Kanal. Zudem wird über einen Chip von Realtek Bluetooth 4.0 und WLAN nach b/g/n-Standard geboten. Für den Anschluss von Anzeigegeräten stehen HDMI- und VGA-Adapter bereit, die gegen einen Aufpreis von 15 beziehungsweise 10 US-Dollar erworben werden können.

Unter dem Namen PocketC.H.I.P. bieten die Entwickler eine Plattform an, die es möglich macht, den Computer mobil zu nutzen. Diese umfasst ein Gehäuse mit verbautem resistiven 4,3-Zoll-Touchscreen, QWERTY-Tastatur und einer 3.000-mAh-Batterie, die den Betrieb fünf Stunden lang ermöglichen soll. Auch das Gehäuse ist auf Low-Budget getrimmt: Beispielsweise lässt sich ein Bleistift über eine eingebaute Halterung als Standfuß nutzen.

Die Entwickler betonen, dass C.H.I.P. Open Source ist. Somit sind die Stückliste, das PCB-Layout und die schematischen Darstellungen des Designs frei zugänglich. Die ersten Modelle sollen im Dezember 2015 verschifft werden, die Massenproduktion soll im November anlaufen. Für Entwickler gibt es die Möglichkeit, Prototypen des C.H.I.P. bereits im September zu erhalten.