ebook.de : Hugendubel übernimmt Verkaufsplattform für E-Books

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ebook.de: Hugendubel übernimmt Verkaufsplattform für E-Books
Bild: library_mistress (CC BY 2.0)

Deutschlands größte inhabergeführte Buchhandlung übernimmt zum 1. Juli 2015 die Mehrheit an der Verkaufsplattform für digitale Bücher eBook.de von Libri und wird diese komplett in das eigene Unternehmen einbinden. Für den Kunden soll sich durch die Übernahme zunächst nichts ändern.

Der Großhändler Libri bleibt dennoch mit einer Minderheit am E-Book-Verkäufer beteiligt, will jedoch den Fokus mehr auf die Technologie und Logistik setzen und sich somit aus dem operativen Endkundengeschäft zurückziehen. Seit 2005 bot Libri über die eigene Plattform libri.de E-Books an und zählt damit zu den Pionieren der digitalen Bücherwelt. Im Oktober 2012 wurde der Unternehmensbereich schließlich in eBook.de umbenannt.

Hugendubel wird laut eigener Aussage das komplette Team übernehmen und will die Marken Hugendubel.de und eBook.de in der Hugendubel Digital GmbH & Co. KG zusammenführen, wodurch die Unternehmensbereiche Online-Verkauf, Digitalangebote und Filialgeschäft noch enger zusammengeführt werden sollen. „Mit diesem Schritt werden wir den Ausbau von Multichannel im Buchhandel noch aktiver und mutiger voranbringen – ein weiterer großer Schritt in der Umsetzung unserer Strategie ist vollbracht“, so Nina Hugendubel, geschäftsführende Gesellschafterin des Münchner Familienunternehmens.

Durch die Übernahme des Kundenstammes von eBook.de würde auch die Verbreitung von Hugendubel deutlich steigen. Ein weiterer Vorteil dürfte darin bestehen, alle Geschäftsbereiche nun unter einem Dach zu vereinen und gezielter führen zu können. Dies bedeutet jedoch nicht das Ende von eBook.de, beide Online-Shops sollen in Zukunft parallel betrieben werden.

Der Leidtragende ist dabei der tief angeschlagene Weltbild-Verlag, dessen Tochter Buecher.de sich bis vor kurzem noch für den Online-Shop von Hugendubel verantwortlich zeigte. Nach der Weltbild-Insolvenz Anfang 2014 intensivierte Hugendubel die Suche nach einem neuen Partner.

Die Übernahme gilt jedoch zunächst nur unter Vorbehalt, zum Abschluss bedarf es noch der Zustimmung der Europäische Kommission.