Grafikkarten: Benchmarks & Methodik

 3/10
Wolfgang Andermahr 15 Kommentare

Kühlung und Lautstärke

Für die Lautstärkemessungen unter Last kommt das Actionspiel Ryse: Son of Rome zum Einsatz. Die Messung erfolgt nach einer 30-minütigen Aufwärmphase, wobei sämtliche Systemlüfter (CPU-Lüfter sowie Gehäuse- und Netzteillüfter) angehalten werden. Sie wird im Abstand von 30 cm zur Grafikkarte durchgeführt, wobei das Gehäuse geöffnet ist. Damit die Geräuschcharakteristika des Lüfters besser wahrgenommen werden können, was der Messwert der Lautstärke alleine nicht vermag, dienen Videos zusätzlich zur Illustration. Sofern die Lüfterdrehzahl zuverlässig ausgelesen werden kann, wird diese ebenfalls mit angegeben.

Ähnlich den Messungen zur Lautstärke werden auch die Temperaturmessungen durchgeführt. Die Kerntemperatur wird dabei im Ruhezustand im Windows-Desktop und unter Last nach 30 Minuten gemessen. Zur Messung der Temperatur auf der Kartenrückseite kommt ein Infrarotthermometer zum Einsatz.

Da sich Grafikkarten in unterschiedlichen Gehäusen anders verhalten, werden diese nach Möglichkeit nicht nur im Cooler Master CM 690 III, sondern auch im Fractal Design Define R4 getestet.

Leistungsaufnahme

Für die Leistungsaufnahme wird auf klassische Art und Weise mit dem Verbrauchsmesser (Voltcraft Energy Logger 4000) der Energiekonsum des gesamten Rechners gemessen. Um ein breiteres Anwendungsszenario zu veranschaulichen, wird zusätzlich zur Leistungsaufnahme im Desktop- und im Lastmodus auch jene im Multi-Monitor-Betrieb und bei der Wiedergabe von YouTube-Videos gemessen.

Eine Neuerung gibt es bei den Spielemessungen. Da je nach 3D-Engine die Grafikkarten unterschiedlich ausgelastet werden und jede Architektur anders auf die Belastungen reagiert, werden von nun an vier verschiedene Spiele bezüglich des Energiehungers getestet: Anno 2205, Rise of the Tomb Raider, Star Wars: Battlefront sowie XCOM 2 sind die ausgewählten Spiele. Die Hauptrolle spielt dabei der Durchschnitt der vier Spiele, wobei die Einzelergebnisse genauso ausgegeben werden.

Abgesehen von den Volllastmessungen gibt es ebenso Testreihen im Windows-Betrieb an einem Ultra-HD-Monitor sowie an einem Display mit einer Auflösung von 2.560 × 1.440 mit 144 Hz. Darüber hinaus spielt auch der Betrieb von zwei und drei Monitoren eine Rolle und auch die Videoplattform YouTube. Dort wird die Leistungsaufnahme beim Abspielen des Testvideos „Samsung 4K Demo: Iceland“ in den Auflösung 1.920 × 1.080 sowie 3.840 × 2.160 gemessen.

Übertaktbarkeit

Ein probates Mittel, der Grafikkarte noch mehr Geschwindigkeit zu entlocken, ist die Übertaktung der Hardware. Als kleine Stabilitätsprobe für die Übertaktbarkeit dient im Test Anno 2205, wobei der höchste, ohne Abstürze ermittelte Takt anschließend mit Hilfe der Spiele Rise of the Tomb Raider und Star Wars: Battlefront überprüft wird. Darüber hinaus werden auch für die übertaktete Grafikkarte erneut die Leistungsaufnahme, Temperatur und Lautstärke nach der zuvor beschriebenen Methodik gemessen. Da sich aufgrund unterschiedlicher Chipgüten selbst Grafikkarten derselben Baureihe häufig unterschiedlich gut übertakten lassen, muss jedoch angemerkt werden, dass sich die erzielten Ergebnisse nicht zwangsläufig auf jede Karte desselben Typs übertragen lassen.

Preis-Leistungs-Rating

Neben der Leistung, der Bildqualität und den sonstigen Eigenschaften einer modernen Grafikkarte spielt der Preis für viele Käufer eine entscheidende Rolle. Was nützt schon die schnellste GPU, wenn sie unbezahlbar ist? Im Preis-Leistungs-Rating wird aus diesem Grund in Form eines Streudiagramms die in den Benchmarks ermittelte Leistung der Grafikkarten den günstigsten Preisen aus dem Preisvergleich gegenübergestellt. Beim günstigsten Preis fließt in die Betrachtung mit ein, dass die jeweilige Grafikkarte bei einem renommierten Online-Shop erhältlich sein muss.

Aus Gründen der besseren Übersicht können sich die im Streudiagramm dargestellten Grafikkarten je nach Test unterscheiden.

Auf der nächsten Seite: Einstellungen Spieletests