Intel SSD 750 Series im Test: Brachial schnelle SSD mit hoher Leistungsaufnahme

 8/8
Michael Günsch
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Ratings

Die Intel SSD 750 mit 1,2 TByte holt sich die Leistungskrone im Testfeld. Sie liegt insgesamt aber nur knapp vor der Samsung SM951 mit 256 GByte und profitiert vor allem von der Leistung in Benchmarks, während die Praxistests die Samsung-SSD leicht in Führung sehen. Wie schon bei der SM951 bleibt festzustellen, dass die PCIe-SSD allen SATA-Modellen um Längen voraus ist. Das Duell gegen die SM951 ist allerdings nicht fair: Die 256-GB-Version mit AHCI ist nicht das Spitzenmodell; mit 512 GByte liefert die SSD eine deutlich höhere Schreibrate, die sogar die Intel-SSD übertrifft. Zudem gibt es von der SM951 auch eine NVMe-Variante, die je nach Szenario nochmals deutlich mehr Leistung verspricht.

Leistungsrating
Leistungsrating (Gesamt)
    • Intel SSD 750 1.200 GB (PCIe-Card/PCIe)
      97
    • Samsung SM951 256 GB (M.2/PCIe)
      90
    • Samsung XP941 128 GB (M.2/PCIe)
      73
    • Samsung 850 Evo 500 GB (2,5"/SATA)
      72
    • Plextor M6e Black 256 GB (M.2/PCIe)
      72
    • Samsung 850 Evo 1.000 GB (2,5"/SATA)
      72
    • Samsung 850 Pro 1.024 GB (2,5"/SATA)
      71
    • Samsung 850 Evo 250 GB (2,5"/SATA)
      71
    • Samsung 840 Pro 256 GB (2,5"/SATA)
      70
    • Crucial M550 1.024 GB (2,5"/SATA)
      70
    • SanDisk Extreme Pro 480 GB (2,5"/SATA)
      70
    • Samsung 850 Pro 128 GB (2,5"/SATA)
      69
    • Crucial MX100 512 GB (2,5"/SATA)
      69
    • Crucial MX200 1.000 GB (2,5"/SATA)
      69
    • Plextor M6 Pro 256 GB (2,5"/SATA)
      69
    • Crucial M550 512 GB (2,5"/SATA)
      69
    • SanDisk Extreme II 240 GB (2,5"/SATA)
      69
    • Crucial MX200 500 GB (2,5"/SATA)
      69
    • Crucial MX200 250 GB (2,5"/SATA)
      69
    • AMD Radeon R7 240 GB (2,5"/SATA)
      68
    • Samsung 840 Evo 250 GB (2,5"/SATA)
      68
    • Crucial BX100 1.000 GB (2,5"/SATA)
      68
    • Crucial BX100 500 GB (2,5"/SATA)
      68
    • Adata Premier SP610 512 GB (2,5"/SATA)
      68
    • Plextor M6S 256 GB (2,5"/SATA)
      68
    • Mushkin Reactor 1.000 GB (2,5"/SATA)
      67
    • Crucial BX100 250 GB (2,5"/SATA)
      67
    • Plextor M5 Pro 256 GB (2,5"/SATA)
      67
    • Crucial MX100 256 GB (2,5"/SATA)
      67
    • Toshiba HG6 256 GB (2,5"/SATA)
      66
    • SanDisk Ultra Plus 256 GB (2,5"/SATA)
      65
    • Crucial M500 240 GB (2,5"/SATA)
      64
    • Intel SSD 530 240 GB (M.2/SATA)
      62
Einheit: Prozent

Fazit

Für Normalanwender bleibt festzuhalten: Die Intel SSD 750 mit 1,2 TByte ist deutlich schneller als alle SATA-SSDs und stellt im Parcours von ComputerBase die neue Leistungsreferenz dar. Samsungs SM951 liegt aber zumindest in Schlagweite und könnte in der größten Variante die Intel-SSD sogar hinter sich lassen.

Über jeden Zweifel erhaben ist die Leistung in Anwendungen aus dem Server-Bereich. Mehr IOPS bei zahlreichen ausstehenden Befehlen liefert keine andere Consumer-SSD. Auch die Transferrate bei Dauerlast sucht ihres Gleichen. Die Wurzeln aus der Enterprise-Familie von Intel sind unverkennbar und bescheren der SSD eine hohe Leistungsbeständigkeit und viele IOPS.

Intel SSD 750 im Test
Intel SSD 750 im Test

Dank üppigem Kühlkörper liefert die SSD 750 eine konstant hohe Schreibrate von rund 1.200 MB/s. Mangels Software-Unterstützung ließen sich die Temperaturen nicht ermitteln, aber auf eine Drosselung der Geschwindigkeit gab es zu keinem Zeitpunkt Hinweise. Anwender, die oftmals mehr als 100 GByte am Stück schreiben, sollten daher die Intel SSD 750 der Samsung SM951 vorziehen.

Der Einstieg in Intels neue Oberklasse ist teuer, erst ab 400 Euro ist die kleinere Variante mit 25 Prozent niedrigerer Schreibleistung zu haben. Für das getestete Flaggschiff werden gut 1.000 Euro fällig, wofür Spieler auch die derzeit schnellste Grafikkarte kaufen könnten. Auch wenn SM951 und SSD 750 bei der Alltagsleistung Kopf an Kopf liegen, bietet Intel mehr: 5 Jahre Herstellergarantie, eine ausreichende Kühlung und Funktionen gegen Datenverlust aus dem Server-Bereich stehen einer OEM-SSD ohne Zubehör, mit vom Distributor abhängiger Garantie und möglichen Temperaturproblemen gegenüber.

Die NVMe-Technik bietet abseits der niedrigen Latenzen bei Normalgebrauch keine spürbaren Vorteile und kommt erst bei Mehrbenutzerumgebungen, beispielsweise mehreren virtuellen Maschinen, zur Geltung. Hier bietet sich die Intel SSD 750 als Alternative zu teureren Enterprise-SSDs an. Im Endeffekt ist die SSD 750 auch eine Enterprise-SSD, nur im Consumer-Gewand. Der Otto-Normal-Heimanwender braucht diese SSD nicht.

Intel SSD 750 Series (1.200 GB)
Produktgruppe Solid State Drives, 19.05.2015
  • Leistungsreferenz im Testfeld
  • Transferraten übertreffen SATA-SSDs bei Weitem
  • Niedrigste Zugriffszeiten dank NVMe
  • Leistungsplus bei größeren Transfers deutlich spürbar
  • pro Gigabyte mehr als doppelt so teuer wie Mainstream-SSDs
  • Vergleichsweise hohe Leistungsaufnahme

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