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Adata-SSDs: NVMe mit 3 GB/s, PCIe x1 und TLC-Varianten kommen

Michael Günsch
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Adata-SSDs: NVMe mit 3 GB/s, PCIe x1 und TLC-Varianten kommen

PCI Express mit NVMe oder SATA mit TLC-NAND lauten die SSD-Trends auf der Computex 2015. Dem verwehrt sich auch Adata nicht und zeigt entsprechende Lösungen. Eine PCIe-3.0-SSD mit Marvell-Controller soll es auf 3 GB/s bringen und bis zu 2 TByte Speicherplatz bieten. Völlig neu ist ein Modell mit PCIe-x1-Interface.

Bilder zeigen eine Enterprise-SSD im 2,5-Zoll-Format mit SFF-8639-Anschluss, die den Namen Adata SR1020 trägt. Wie Adata mitteilt basiert die SSD auf einem Marvell Controller mit dem Codenamen Eldora. Unter dieser Bezeichnung wurde intern der 88SS1093-Controller geführt, dessen Leistung bereits auf der CES mit einem Prototypen demonstriert wurde. Über vier PCIe-3.0-Leitungen wurden seinerzeit rund 2,9 GB/s erreicht.

Adata SR1020 mit PCIe 3.0 x4
Adata SR1020 mit PCIe 3.0 x4 (Bild: VR-Zone)

Adata bewirbt die Leistung der SR1020 mit bis zu 3.000 MB/s. Die physische Schnittstelle stellt PCIe 3.0 x4 dar, während die logische Schnittstelle entweder AHCI oder NVMe bildet. Der Speicher gehört zum Typ MLC und stammt aus Microns 16-nm-Generation. Im zweiten Halbjahr soll die schnelle Enterprise-SSD in hoher Stückzahl produziert werden, über eine Variante für Verbraucher liegen keine Informationen vor.

Dieses Segment soll aber mit einer SSD bedient werden, die erstmals über nur eine PCIe-3.0-Leitung kommuniziert. Damit könnten bis zu 985 MB/s (abzüglich Overhead) erreicht werden, was immer noch schneller als herkömmliche SATA-SSDs ist. Adata benennt den ebenfalls von Marvell stammenden Controller als Artemis2. Die Vermutung liegt nahe, dass es sich um das Modell 88NV1140 handelt, das Marvell im Dezember angekündigt hatte. Dazu passt auch der Hinweis, dass der Chip ohne einen zusätzlichen DRAM-Cache auskommt.

Bei all den neuen PCIe-SSDs spielt die SATA-Schnittstelle aber auch 2015 noch eine große Rolle. Günstige SSDs werden immer öfter mit TLC-NAND-Flash bestückt, so ist es auch bei Adatas kommenden Serien SP550 und SP560 der Fall. Bei beiden setzt der Hersteller auf Microns erst kürzlich angekündigten 16-nm-TLC-Flash und will der erste Anbieter sein, der mit diesem ausgestattete Produkte am Markt hat. Wie für diesen Speichertyp üblich, sorgt ein Pseudo-SLC-Cache für eine höhere Leistung, die laut Adata auch MLC-SSDs übertreffen soll, was es noch zu beweisen gilt. Die SP550 wird mit Silicon Motions SM2256-Controller bestückt, während die SP560 über Marvells „Dean Controller“ verfügt.

Adata XPG SX930
Adata XPG SX930 (Bild: Techpowerup)

Außerdem zeigte Adata erneut die SATA-SSD SX930, die in der vorliegenden Pressemitteilung nicht erwähnt wird. Die SX930 wurde bereits vor einem Jahr auf der Computex mit SandForce-Controller und bis zu 2 TByte angekündigt. Jetzt lauten die Daten gänzlich anders: 120 bis 480 GByte MLC-Flash und einen JMicron-Controller brachte Techpowerup in Erfahrung. Die Verspätung der neuen SandForce-Generation warf die Pläne des Herstellers vermutlich durcheinander.

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