9/16 AMD Radeon R9 Fury X im Test : Eine ernsthafte Alternative zu Nvidias Topmodellen

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Kühlung & Lautstärke

ComputerBase standen zwei Radeon R9 Fury X für den Test zur Verfügung: Eine von AMD und eine aus dem Handel. Bei beiden hat die Redaktion die Lautstärke ermittelt und kam dabei zu unterschiedlichen Ergebnissen.

Beim Muster von AMD fällt die Pumpe der Wasserkühlung durch ein kontinuierliches Fiepen unangenehm auf. Je nach Gehäuse und auch nach Position des Rechners zum Zuhörer ist das Fiepen anders ausgeprägt – von störend bis nicht wahrnehmbar. Das Muster vom Händler Caseking fiept deutlich weniger. Laut AMD nicht ohne Grund: Der Hersteller habe das Problem intern bereits erkannt und mit Cooler Master an einer Lösung gearbeitet, die auf Grafikkarten im Handel zum Einsatz kommt. Nur Muster für die Presse sollen noch stark betroffen sein. Das zweite Muster aus dem Handel scheint diese Angabe ebenso wie die Tatasche, dass sich das Fiepen durch Druck auf die Pumpe beseitigen lässt, zu bestätigen, erst weitere Exemplare werden sie abschließend verifizieren können. Weitere Störgeräusche gibt die Pumpe hingegen nicht von sich.

Vom Fiepen abgesehen ist die Radeon R9 Fury X eine sehr leise Grafikkarte. Unter Windows ist der Lüfter aus einem geschlossenen Gehäuse zwar durch ein leises „Knattern“ wahrnehmbar, der Messwert von 33 Dezibel ist hingegen auf das Fiepen zurückzuführen – mit abgeschalteter Pumpe fällt er niedriger aus. Die Karte von Caseking schafft es auf bessere 32 Dezibel.

Unter Last dreht der Lüfter am Radiator beim Muster von AMD auf 1.280 Umdrehungen hoch, was einen Messwert von 39,5 Dezibel ergibt. Ist das Fiepen nicht präsent, ist es mit traditioneller Luftkühlung nicht einfach, solch einen Geräuschpegel zu erreichen. Die meisten GeForce GTX 980 Ti, vor allem aber der ineffizientere Referenzkühler der Radeon R9 290(X), sind viel lauter. Die Karte aus dem Handel bleibt mit 36 Dezibel trotz gleicher Lüfterdrehzahl nicht nur mess- sondern auch hörbar leiser – erneut macht das Fiepen den Unterschied.

Wie alle anderen modernen Grafikkarten hat auch die Radeon R9 Fury X mit elektronischem Störgeräuschen („Spulenfiepen“) bei sehr hohen FPS zu kämpfen. Das Pressesample ist deutlich mehr davon betroffen als die zweite Karte vom Online-Händler Caseking. Bei Frameraten von bis zu 150 FPS ist dieses kein Problem, darüber wird vor allem das Pressesample unangenehm.

AMD Radeon R9 Fury X – Lautstärke

Das Video stammt von der Pressekarte. Das Fiepen wird durch das Mikrofon leider nicht korrekt aufgenommen.

Dank der Wasserkühlung bleibt die AMD Radeon R9 Fury X in allen Lebenslagen sehr kühl. Beide Muster liegen in diesem Fall gleich auf. Unter Windows kommt die Fiji-GPU auf 30 Grad, unter Last sind es im Cooler Master 690 III 65 Grad Celsius. Die Kartenrückseite erwärmt sich auf 53 Grad Celsius.

Auch Wasserkühlungen sind abhängig vom Gehäuse. Für sämtliche Messreihen ist der Radiator in einem geschlossenen Gehäuse eingebaut. Lässt man diesen dagegen für mehr Frischluft außerhalb liegen, bleibt der Rechenkern mit 61 Grad etwas kühler und die Lüfterdrehzahl bleibt rund 300 Umdrehungen pro Minute niedriger.

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