4/5 Antec Signature S10 im Test : Drei-Kammer-Tower mit Charakter für tiefe Geldbeutel

, 112 Kommentare

Erfahrungen

Im Antec Signature S10 stellt der Hardware-Einbau den Anwender vor keine großen Herausforderungen. Einen sehr guten Eindruck hinterlässt die werkzeuglose Installation sämtlicher Festplatten. Sie geht einfach, schnell und sicher vonstatten. Auch die großen Gummimanschetten halten, was sie versprechen. Selbst beim Hindurchführen mehrerer Kabelstränge auf einmal sitzen sie fest in ihrer Aussparung. Sollte sich dann doch einmal ein Teil der Manschette lösen, so lässt sie sich anders als bei vielen anderen Gehäusen ohne viel Mühe wieder einstecken.

Beim Verlegen der Kabel kommt es im Signature S10 mit den meisten Netzteilen zu Komplikationen mit dem Stromkabel für den 4-Pin-CPU-Anschluss. Das ist für gewöhnlich zu kurz, um es korrekt im Big-Tower von Antec verlegen zu können. Der Grund dafür ist, dass sämtliche Kabelstränge durch eine Aussparung an der Rückseite des Trays entlang gelegt werden müssen. Andernfalls schließt das rechte Seitenteil nicht. Ein entsprechendes Verlängerungskabel ist beim Kauf also unbedingt mit in den Warenkorb zu legen – es liegt nicht bei.

Das gleiche Problem besteht beim Verlegen der SATA-Kabel in die 3,5"-Festplattenkammer. Immerhin hat Antec zumindest hier daran gedacht, vier extra lange SATA-Kabel mitzuliefern.

In das Antec Signature S10 passen CPU-Kühler bis zu einer Höhe von 165 mm hinein. Die Länge der Grafikkarten beschränkt sich auf 345 mm inklusive der vorinstallierten Frontlüfter. Während die Stromversorgung 270 mm lang sein darf und somit auch sehr leistungsstarke Netzteile in den Big-Tower hineinpassen, ist mit 23 mm hinter dem Tray ausreichend Platz für das Verlegen von Kabeln gegeben.

Messergebnisse

Wie ComputerBase Gehäuse testet und dabei Messwerte ermittelt, kann im Detail im Artikel „So testet ComputerBase Gehäuse“ nachvollzogen werden.

Lautstärke

Zunächst muss darauf hingewiesen werden, dass bei den folgenden 5-Volt-Messungen nicht alle Lüfter mit 5 Volt angesteuert wurden. Die beiden 140-mm-Lüfter im Deckel laufen erst bei 6,6 Volt an und wurden daher mit 7,0 Volt betrieben.

Während der besagten Lautstärkemessung erreicht das Antec Signature S10 eine durchschnittliche Geräuschkulisse von 32,4 Dezibel und darf damit als flüsterleise bezeichnet werden. Selbst wenn die Ventilatoren mit voller Umdrehungszahl auf 12 Volt laufen, wird der Big-Tower mit 37,5 Dezibel im Durchschnitt nicht störend laut.

Interessant ist die Messung am vorderen Bereich des Big-Towers im Vergleich zu den anderen Gehäusen: Die Geräuschkulisse liegt sowohl bei der 5-Volt- als auch bei der 12-Volt-Messung ein wenig unter den anderen Ergebnissen. Das spricht für die These, dass die getrennte Kammern mit den nach hinten versetzen Lüftern an der Front einen positiven Effekt auf die Lautstärke haben können.

Während der Testphase war weder die 3,5"-Festplatte aus dem System herauszuhören, noch waren Resonanzen am Korpus des S10 zu bemerken. Die 3,5"-Festplattenentkopplung des Signature S10 ist sehr gut umgesetzt worden. Auch das hohe Gewicht von 18 Kilogramm trägt seinen Teil dazu bei.

Temperatur

Sechs Lüfter in einer Kammer mit nur 27 Litern schaffen einen hohen Durchsatz und sorgen für einen raschen Luftaustausch. Es ist also kein Wunder, dass das Antec Signature S10 bei vielen Temperaturmessungen sehr gut abschneidet.

Kombiniert mit der Nvidia GTX 650 Ti Boost erreicht der Prozessor eine maximale Temperatur von 49 °C. Bei anliegenden 12 Volt sinkt das vorherige Resultat um 2 °C auf 47 °Celsius. Wird stattdessen die Asus GTX 760 DirectCU II OC mit zwei Axiallüftern in das System eingebunden, steigt die CPU-Temperatur auf maximal 52 °C während der 5-Volt-Messung an. Damit ist das Ergebnis deutlich besser als in anderen Gehäusen.

Auch die Grafikkarten hält Antecs Big-Tower gut in Schach. Während die Nvidia GTX 650 Ti Boost maximal 72 °C erreicht, wird die Asus GTX 760 DirectCU II OC höchstens 78 °C warm. Drehen sich alle Ventilatoren im Gehäuse mit 12 Volt, so sind die Temperaturen noch einmal um 10 beziehungsweise 14 °C niedriger.

Mainboard- und Festplattentemperatur liegen mit höchstens 35 °C und 28 °C ebenfalls im grünen Bereich und geben keinen Anlass zur Kritik.

Leistungsaufnahme

Dafür, dass im Antec Signature S10 in Summe sieben Lüfter verbaut sind, verbrauchen diese nur wenig Leistung. Wird der Verbrauch pro Ventilator gerechnet, so verbraucht ein Lüfter lediglich 0,5 Watt bei anliegenden 5 Volt. Drehen sie sich mit ihrer vollen Umdrehungszahl, so verbraucht ein Ventilator durchschnittlich 1 Watt.

22 Einträge
Leistungsaufnahme
Angaben in Watt (W)
  • 5 Volt:
    • BitFenix Neos
      0,6
    • Cooltek UMX1 Plus
      1,0
    • Raijintek Metis
      1,2
    • BitFenix Pandora
      1,2
    • Aerocool DS 200
      1,3
    • Thermaltake Core X2
      1,4
    • Phanteks Enthoo Evolv
      1,5
    • Cooltek Antiphon Airflow
      1,6
    • Fractal Design Define R5
      1,6
    • Lian Li PC-O6S
      1,7
    • Fractal Design Define S
      1,7
    • be quiet! Silent Base 800
      1,8
    • Antec P380
      2,1
    • Silverstone Raven RV05
      2,3
    • LEPA Lenyx
      2,7
    • Antec Signature S10
      3,5
  • 12 Volt:
    • BitFenix Neos
      1,3
    • BitFenix Pandora
      2,5
    • Cooltek UMX1 Plus
      2,6
    • Raijintek Metis
      2,9
    • Aerocool DS 200
      3,4
    • Lian Li PC-O6S
      3,4
    • Thermaltake Core X2
      4,0
    • Phanteks Enthoo Evolv
      4,1
    • Fractal Design Define R5
      4,1
    • Fractal Design Define S
      4,1
    • Cooltek Antiphon Airflow
      4,5
    • be quiet! Silent Base 800
      4,8
    • Silverstone Raven RV05
      6,8
    • Antec P380
      7,3
    • Antec Signature S10
      7,3
    • LEPA Lenyx
      10,5

Auf der nächsten Seite: Fazit