3/5 GeForce GTX 980 Ti im Test : Fünf Partnerkarten inklusive Wasserkühlung im Vergleich

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Testergebnisse

aqua computer aquaduct 360 XT mark V Wie testet ComputerBase Grafikkarten? Welche Hardware wird genutzt? Das ist im separaten Artikel „Grafikkarten: Benchmarks & Methodik“ beschrieben.

Für diesen Test kommt darüber hinaus bei der King-Mod-Edition von Caseking eine Wasserkühlung zum Einsatz. Da das von ComputerBase genutzte Testsystem mit dem Gehäuse Cooler Master CM 690 III zu klein für den bequemen Einbau einer kompletten Wasserkühlung ist, setzt die Redaktion beim Test auf das externe aquaduct 360 XT mark V des deutschen Herstellers aqua computer.

Der Turm beinhaltet neben dem Radiator die Pumpe und den Ausgleichsbehälter, sodass keine weiteren Komponenten notwendig sind. Bei dem Radiator handelt es sich um eine Variante mit drei 120-mm-Lüftern, die manuell oder automatisch in der Drehzahl geregelt werden können. Dasselbe gilt für die 12-Volt-Pumpe. Für den Test sind sowohl Pumpe als auch Lüfter (ungefähr 450 Umdrehungen pro Minute) auf einen leisen Betrieb getrimmt.

Taktraten unter Last

Die GeForce GTX 980 Ti kommt mit demselben Boost-Mechanismus wie die meisten Kepler- und sämtliche Maxwell-Grafikkarten daher. Dementsprechend entscheidet die Leistungsaufnahme und die Temperatur, welcher Takt in der Praxis anliegt. Wie bei allen anderen Nvidia-Beschleunigern gibt es einen maximalen Takt, der jedoch unabhängig von allen Einstellungen nur eine kurze Zeit lang gehalten werden kann (bis 65 Grad Celsius). Daher ist die maximale Frequenz in Spielen leicht niedriger als die eigentlich maximale Frequenz.

Erzielte Taktraten nach 30 Minuten Volllast im Cooler Master CM 690 III
Grafikkarte Basistakt Maximal
möglicher
Takt
Takt nach 30 Minuten
(Standard)
Takt nach 30 Minuten
(PT/TT max.)
EVGA GTX 980 Ti SC+ ACX 2.0+ 1.102 1.329 1.278-1.291 [P] 1.304
Gigabyte GTX 980 Ti G1 Gaming 1.152 1.354 1.341 1.341
Inno3D GTX 980 Ti iChill X3 AirBoss 1.152 1.329 1.304-1.316 [P] 1.316
KFA² GTX 980 Ti 1.000 1.202 1.114 [T] 1.189
King Mod Inno3D GTX 980 Ti 1.000 1.202 1.202 1.202
Alle Angaben in MHz
P = Limitiert durch Power Target (PT)
T = Limitiert durch Temperature Target (TT)

Das Temperature Target von 83 Grad Celsius ist einzig auf der KFA² GeForce GTX 980 Ti mit Referenzdesign ein Problem. Sie bestätigt damit das Verhalten der Referenzkarte von Nvidia, die im Test ebenfalls aufgrund des Temperature Target limitiert wurde. Die Partnerkarten mit unterschiedlichen Kühlsystemen haben dagegen keinerlei Temperaturprobleme und werden, wenn überhaupt, durch das Power Target limitiert.

Dies ist zum Beispiel bei der EVGA GTX 980 Ti SC+ ACX 2.0+ der Fall, die alternierend mit 1.278 und 1.291 MHz arbeitet und so rund zehn bis 25 MHz langsamer arbeitet als eigentlich möglich. Auch die Inno3D GTX 980 Ti iChill X3 AirBoss ist davon betroffen, jedoch noch weit geringer. Denn die Grafikkarte taktet abwechselnd mit den maximal möglichen 1.316 MHz und nur minimal langsameren 1.304 MHz. Die Gigabyte GeForce GTX 980 Ti G1 Gaming arbeitet dagegen auch bei den Standard-Einstellungen durchweg mit den vollen 1.341 MHz. Wird das Temperature- und das Power-Target maximiert, arbeiten alle GeForce-GTX-980-Ti-Karten mit vollem Takt. Dasselbe gilt für die King Mod Inno3D GTX 980 Ti übrigens schon bei den Standardeinstellungen. Diese Grafikkarte schafft es als einzige, die theoretisch vollen 1.202 MHz auch in Spielen durchweg zu halten. Denn aufgrund der Wasserkühlung überschreitet die GPU nie Temperaturen von mehr als 65 Grad – und taktet daher voll.

Erzielte Taktraten nach 30 Minuten Volllast im Fractal Design Define R4
Grafikkarte Basistakt Maximal
möglicher
Takt
Takt nach 30 Minuten
(Standard)
Takt nach 30 Minuten (PT/TT max.)
EVGA GTX 980 Ti SC+ ACX 2.0+ 1.102 1.329 1.269-1291 [P] 1.304
Gigabyte GTX 980 Ti G1 Gaming 1.152 1.354 1.341 1.341
Inno3D GTX 980 Ti iChill X3 AirBoss 1.152 1.329 1.303 [P] 1.316
KFA² GTX 980 Ti 1.000 1.202 1.114 [T] 1.189
King Mod Inno3D GTX 980 Ti 1.000 1.202 1.202 1.202
Alle Angaben in MHz
P = Limitiert durch Power Target (PT)
T = Limitiert durch Temperature Target (TT)

Im schallgedämmten Fractal-Design-Define-R4-Gehäuse arbeiten zwei der getesteten 3D-Beschleuniger minimal langsamer – die EVGA GTX 980 Ti SC+ ACX 2.0+ und die Inno3D GTX 980 Ti iChill X3 AirBoss. Die Gigabyte GTX 980 Ti G1 Gaming und KFA² GeForce GTX 980 Ti arbeiten hingegen in beiden Gehäusen gleich schnell. Das Referenzdesign profitiert im Define R4 vom Radiallüfter, der die wärmere Luft aus dem Inneren des Gehäuses hinaus transportiert und nicht innerhalb des Gehäuses verwirbelt. Die wassergekühlte King Mod Inno3D GeForce GTX 980 Ti arbeitet auch im Fractal Design Define R4 immer mit dem maximalen Takt.

Leistung

Rating – GeForce GTX 980 Ti Partnerkarten
Angaben in Prozent
    • Inno3D GTX 980 Ti iChill X3 AirBoss
      115,5
    • Gigabyte GTX 980 Ti G1 Gaming
      115,2
    • EVGA GTX 980 Ti SC+ ACX 2.0
      112,1
    • King Mod Inno3D GTX 980 Ti
      104,7
    • Nvidia GeForce GTX 980 Ti (Max)
      104,2
    • Nvidia GeForce GTX 980 Ti
      100,0
    • KFA² GeForce GTX 980 Ti
      100,0

Die Partnerkarten mit höheren Taktraten können gegenüber dem Referenzdesign noch einmal ein gutes Stück zulegen. Die Inno3D GeForce GTX 980 Ti iChill X3 AirBoss als schnellste Grafikkarte im Testfeld kann sich in 2.560 × 1.440 im Durchschnitt um elf Prozent von einer maximierten Referenzkarte absetzen und liegt gar 16 Prozent vor dem Referenzdesign mit Standardeinstellungen. Die Gigabyte GeForce GTX 980 Ti G1 Gaming belegt den zweiten Platz, ist dabei aber nur messbar langsamer als die Inno3D-Grafikkarte – trotz eines höheren GPU-Taktes. Die iChill-Grafikkarte kann jedoch den um 100 MHz höheren Speichertakt gut in eine höhere Leistung umsetzen.

Den dritten Platz belegt die EVGA GeForce GTX 980 Ti SC+ ACX 2.0. Sie ist um drei Prozent langsamer als die beiden anderen Probanden, aber immer noch zwölf Prozent schneller als eine Standard-Karte (acht Prozent bei maximierten Einstellungen). Die King Mod Inno3D GTX 980 Ti kann sich durch den Wasserkühler von der Referenzkarte um fünf Prozent absetzen. Wird die Referenzkarte allerdings maximiert, ist die Leistung nahezu identisch. Die KFA² GeForce GTX 980 Ti zeigt, dass die Referenzkarte von Nvidia exakt so schnell arbeitet wie ein im Handel verfügbares Referenzdesign. Spulenfiepen weisen übrigens alle fünf Grafikkarten auf, es ist jedoch bei keiner störend.

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