LEPA Lenyx im Test: Praktische Extras teuer verpackt

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Carsten Lissack
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Ausstattung außen

Viele klare Linien, aber auch markante Elemente wie die schrägen Kanten an den Plastikverkleidungen gestalten den schwarzen Big-Tower höchst abwechslungsreich. Während ausgebeulte Seitenteile das Erscheinungsbild noch auffälliger erscheinen lassen und mehr Spielraum im Innenraum bieten, sorgen luftdurchlässige Streifen in den Kunststoffanbauten für eine rundum gute Durchlüftung des Gehäuses.

An der Rückseite sind praktische Abziehhilfen für die Seitenteile und vier Schlauchdurchführungen für eine externe Wasserkühlung zu entdecken. Neun Erweiterungssteckplätze lassen jeden Gedanken um zu wenig Platz verblassen. Am Heck des Lenyx hat LEPA einen 140-mm-Ventilator vorinstalliert. Alternativ kann hier auch ein kleineres 120-mm-Modell montiert werden.

LEPA Lenyx – Panel
LEPA Lenyx – Panel

Das umfangreiche Panel des LEPA Lenyx bietet neben zwei USB-3.0- und drei USB-2.0-Anschlüssen einen Supercharge Port, der das Laden von USB-Geräten mit bis zu 2,4 Ampere ermöglicht, jedoch keine Daten überträgt. Bei 5 Volt ergibt das 12 Watt. Der herkömmliche USB-Anschluss bietet 5 Watt (1 Ampere bei 5 Volt). Ein nach vorne verlegter Soundaus- und ein Mikrofoneingang sowie eine dreistufige Lüftersteuerung für maximal drei Lüfter runden die Anschluss- und Funktionsvielfalt ab.

Für die Frontpartie hat sich LEPA etwas Besonderes einfallen lassen. Drei zunächst verborgene 5,25"-Laufwerksschächte können durch das Herunterziehen eines Verdecks zugänglich gemacht werden. Im Betrieb sollte das Verdeck allerdings in der oberen Position eingerastet bleiben, da andernfalls die Luftzufuhr des dahinterliegenden Ventilators abgeschnitten wird.

Oberhalb der 5,25"-Schächte hat LEPA einen 2,5"-Hot-Swap-Einschub eingelassen. Wird der Controller mit Strom versorgt und das entsprechende SATA-Kabel mit der Hauptplatine verbunden, lassen sich hier 2,5"-Festplatten während des Betriebs wie externe Datenträger an- und abkoppeln.

Für die Kühlung stehen dem LEPA Lenyx neben dem 140-mm-Hecklüfter zwei große Exemplare mit einer Rahmenbreite von 200 mm in der Front sowie im Deckel zur Verfügung. Sie sind mit LEDs ausgestattet und lassen das Gehäuse dezent in Blau erstrahlen. Im Deckel können statt des großen 200-mm-Lüfters auch kleinere Modelle wie etwa ein 180-mm-Ventilator, zwei 140-mm- oder sogar drei 120-mm-Exemplare eingebaut werden. In der Front bleibt als Alternative lediglich ein 180-mm-Lüfter.

Bevor 5,25"-Laufwerke in das LEPA Lenyx eingeschoben werden können, sind drei Stahlblenden am Korpus herauszubrechen. Bei einem 30-Euro-Gehäuse sind solche Blenden hin und wieder noch anzutreffen. Warum LEPA diese aber bei einem 140 Euro teuren Big-Tower nicht bereits während der Produktion entfernt, bleibt fragwürdig.

Als Staubfilter müssen feine Mesh-Gitter herhalten. Unter dem Gehäuse ist die Entnahme zur Rückseite zwar einfach, um den vorderen Staubfilter zu reinigen, ist zuvor jedoch die Abnahme der Frontverkleidung notwendig. Noch umständlicher gestaltet sich die Demontage von Top- und Frontstaubfilter. Hier ist das Lösen mehrerer Schrauben erforderlich.

Auch wenn das LEPA Lenyx äußerlich sauber und in Summe gut verarbeitet ist: Die Wertigkeit des Materials entspricht eher 80 bis 100 Euro teuren Gehäuse an. Dieser Eindruck wird durch herausbrechbare Blenden und eine sehr umständliche Filterentnahme untermauert.