Linux : Exton|Defender vereint Fedora 22 mit Cinnamon

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Linux: Exton|Defender vereint Fedora 22 mit Cinnamon
Bild: Paul Simpson (CC BY 2.0)

Arne Exton, der vielfältige Linux-Projekte für PC und Raspberry Pi als ISO-Images veröffentlicht, hat einen inoffiziellen Spin des aktuellen Fedora 22 mit Cinnamon 2.4.8 verheiratet. Die als Exton|Defender Build 150531 bezeichnete, installierbare Live-DVD liegt nur in 64-Bit vor.

Die Exton|Defender-Reihe, die es auch als Build 140403 mit Mageia 4 und LXDE als 32-Bit-Version gibt, eignet sich laut Exton sowohl als Linux-Desktop-Distribution als auch als Administrationswerkzeug zu Reparatur und Datenrettung. Dazu bringt die Distribution neben den üblichen Programmen eines Desktop-PCs eine Vielzahl an Systemtools für viele Administrationsaufgaben sowie speziell für Festplattenoperationen mit.

Neben LibreOffice, Mozilla Firefox und Thunderbird, GIMP und GParted sind dies etwa NetworkManager, Sfdisk, Samba, Google Chrome, Midnight Commander, Rsync, Ddrescue, FSArchiver, PartImage, TestDisk, NTFS-3g, Safecopy, Emacs, Java Runtime Environment (JRE), JDK und viele andere. Die verwendete Version von Google Chrome kommt gleich mit Netflix-Unterstützung.

Fedora 22 eignet sich perfekt als Unterbau für die Desktop-Umgebung Cinnamon, setzt doch Fedora in der Standardversion auf GNOME, das ebenfalls auf GTK 3 aufbaut. Sowohl Fedora 22 mit GNOME als auch Exton|Defender mit Cinnamon sind nicht für alte Rechner geeignet, ohne eine gute 3D-Unterstützung machen beide keinen Spaß. Mit einem ausreichend schnellen Rechner läuft Exton|Defender mit Cinnamon aber bereits Live in einer VirtualBox sehr flüssig. Als Installer kommt Fedoras Anaconda zum Einsatz, der bei einfachen Installationsszenarien leicht zu bedienen ist. Seine Funktionsvielfalt ist seine Stärke, allerdings nimmt dabei auch die Komplexität zu. Die Installation verläuft in wenigen Minuten.

Exton|Defender startet gefühlt schneller als Fedora 22 selbst, läuft performant und auf den ersten Blick fehlerfrei. Das 1.7 GB schwere Abbild steht bei der schwedischen Linux Society zum Download (Direktdownload) bereit. Eine Paketliste steht ebenfalls zum Herunterladen (Direktdownload) zur Verfügung.