Quantum Dots : Erster Quantenpunkt-Monitor von Philips vorgestellt

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Quantum Dots: Erster Quantenpunkt-Monitor von Philips vorgestellt
Bild: QD Vision

MMD (Philips) und QD Vision kooperieren bei der Entwicklung des ersten Desktop-Monitors mit Quantenpunkt-Technik (Quantum Dot). Das Produkt ist ein 27-Zoll-Monitor der Marke Philips, der ein hohes Farbspektrum zum niedrigen Preis bieten soll.

Ziel sei es gewesen, ein Display zu entwickeln, das die Farbqualität eines professionellen Displays bietet, dabei aber nur so viel kostet wie ein herkömmlicher Desktop-Monitor. Zu diesem Zweck wurde ein LC-Display mit der Quantum-Dot-Technik von QD Vision kombiniert. Trotz herkömmlicher White-LED-Hintergrundbeleuchtung soll das Display den Adobe-RGB-Farbraum zu 99 Prozent abdecken. Das schaffen normalerweise nur LCDs mit speziellem Backlight wie RGB- oder Gb-r-LEDs, die aber in der Regel deutlich teurer sind als Geräte mit W-LEDs.

QD Visions Color IQ verspricht bessere Farben
QD Visions Color IQ verspricht bessere Farben (Bild: QD Vision)

QD Vision nennt die eigene Quantenpunkt-Technik Color IQ und verspricht gegenüber W-LED-Displays einen bis zu 50 Prozent höheren Farbumfang. Der NTSC-Standard soll zu 100 Prozent abgedeckt werden. Neben klassischen Monitoren sieht der Hersteller auch Fernseher und All-in-One-PCs als Einsatzgebiete – unter anderem machen Hisense und TCL bereits von der Technik Gebrauch. Quantum Dots sind winzige Nanopartikel, die in einer Schicht zwischen Hintergrundbeleuchtung und LCD-Panel enthalten sind.

Philips 276E6ADS
Philips 276E6ADS (Bild: MMD/Philips)

Abgesehen von Quantum Dots lesen sich die Spezifikationen des Philips 276E6ADS nicht sonderlich spektakulär. Das 27-Zoll-Display löst mit 1.920 × 1.080 Bildpunkten auf und bietet Blickwinkel von bis zu 178 Grad, eine Helligkeit von 300 cd/m² und eine Reaktionszeit von 4 ms im schnellsten Modus. Ein Kontrastverhältnis von 1.000:1 deutet in diesem Zusammenhang auf ein IPS- oder IPS-ähnliches LCD-Panel hin. Als Anschlüsse sollen DVI, HDMI (MHL) und VGA verbaut sein.

In China ist das Display laut Ankündigung bereits erhältlich und soll in den kommenden Wochen auch in Europa auf den Markt kommen. Ein Preis konnte zur Stunde nicht in Erfahrung gebracht werden. Nachtrag: Ein Leser kann mit Informationen aus dem Handel dienen. Demnach kostet der Monitor in China umgerechnet rund 240 Euro, ist im Fachhandel sogar noch günstiger zu haben. Wie bereits vermutet, handelt es sich um ein IPS-Panel. An dieser Stelle vielen Dank an ComputerBase-Leser moshimoshi für den Hinweis!

In der Pressemitteilung wird eine Studie von Touch Display Research angeführt, die besagt, dass bis zum Jahr 2025 rund 51 Prozent aller Monitore auf Quantum Dots setzen werden.