Cloud Computing : Vier Anbieter dominieren die Hälfte des Marktes

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Cloud Computing: Vier Anbieter dominieren die Hälfte des Marktes
Bild: Prashanth dotcompals (CC BY 2.0)

Laut einer Studie der Synergy Research Group dominieren Amazon Web Services, Microsoft, IBM und Google beim Cloud Computing erstmals mehr als die Hälfte des Umsatzes. Im zweiten Quartal 2015 liegt deren Marktanteil bei 54 Prozent gegenüber 46 Prozent im Vergleichszeitraum 2014 sowie 41 Prozent im Jahr 2013.

Die Analyse der Synergy Research Group sieht Amazon Web Services mit einem Anteil von 29 Prozent des Gesamtmarktes als den größten der vier dominanten Cloud-Anbieter. Amazons Cloud-Geschäft AWS steigerte seinen Umsatz im zweiten Quartal um 81 Prozent von 1,005 auf 1,824 Milliarden US-Dollar. Der operative Gewinn hieraus ist im Vergleich zum Vorjahresquartal von 77 auf 391 Millionen US-Dollar gestiegen.

An zweiter Stelle steht Microsoft, das seine durch den Kauf von Nokias Mobilsparte getrübten Quartalszahlen durch die Umsätze mit Cloud-Diensten zwar nicht in den schwarzen Bereich bringen konnte, jedoch schönten die Umsätze mit Cloud-Diensten in Höhe von 832 Millionen US-Dollar das Ergebnis etwas.

Auch bei IBM stiegen die Umsätze aus der Cloud im zweiten Quartal um rund 50 Prozent. Das reichte allerdings nicht aus, um den Anschluss an die beiden Marktführer nicht weiter zu verlieren. Die Umstrukturierung von hardwarebasierten Diensten hin zu Cloud-Diensten hat bei IBM zu spät begonnen und hemmt auf halber Strecke nun schnelleres Wachstum.

Chef-Analyst John Dinsdale attestiert nur wenigen großen Unternehmen ausreichende Ressourcen, um eine globale Infrastruktur von Rechenzentren, Marketing und operativem Geschäft darzustellen. Positiv sei, dass kleine und mittlere Unternehmen im Bereich Cloud Computing genügend Möglichkeiten der Diversifizierung in Marktnischen hätten.

Laut der Studie liegen die Umsätze der Cloud-Dienstleister im zweiten Quartal 2015 inklusive IaaS, PaaS, privater und hybrider Clouds bei rund sechs Milliarden US-Dollar. Der Jahresumsatz bewegt sich auf 20 Milliarden US-Dollar zu, wobei mehr als die Hälfte aus Nordamerika stammt. Auf den Rängen zwei und drei folgen EMEA und APAC.