Facebook Messenger : Mit Mobilfunknummer statt Account nutzbar

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Facebook Messenger: Mit Mobilfunknummer statt Account nutzbar
Bild: mkhmarketing (CC BY 2.0)

Das soziale Netzwerk Facebook baut seinen Messenger weiter aus. Fortan können auch Nichtmitglieder den Nachrichtendienst weltweit lediglich mit ihrer Mobilfunknummer nutzen. Das System ähnelt dabei dem von WhatsApp, womit Facebook den eigenen Messenger dem vor einiger Zeit übernommenen Nachrichtendienst weiter angleicht.

Dies teilte nun Messenger-Teammitglied David Marcus über seinen Facebook-Account mit. Bereits vor knapp einem Jahr hatte das soziale Netzwerk angekündigt, die Nutzung des eigenen Messengers nicht mehr von einem Account abhängig machen zu wollen. Zu diesem Zeitpunkt wurde über Testläufe in Indien, Australien und Südafrika spekuliert. Ende des letzten Monats wurde der neue Dienst dann schließlich in Kanada, Peru, den USA und Venezuela eingeführt. Nun scheint die Testphase abgeschlossen und Facebook hat damit begonnen, die neue Version des Messengers weltweit für Android auszurollen – iOS soll in naher Zukunft folgen. Zudem soll Facebook überlegen, auch weitere Dienste dem Nutzer ohne Anmeldung zur Verfügung zu stellen.

Damit könnte der Messenger, welcher mittlerweile auf über drei Milliarden Downloads und 600 Millionen Nutzern blicken kann, einen weiteren Verbreitungsschub erhalten. Zudem soll Facebook seit geraumer Zeit großes Augenmerk auf Schwellenländer legen, in denen viele Menschen keinen Zugriff auf E-Mail-Dienste besitzen. Diesem Ziel wäre das Unternehmen mit der neuen Zugangsform einen Schritt näher gekommen. In Indonesien haben darüber hinaus einige Mobilfunkanbieter Interesse bekundet, in Zukunft auch Tarife anzubieten, welche lediglich die Kommunikation per Facebook-Messenger ermöglichen.

Die neuen Funktionen sind ein weiterer Schritt seitens Facebook, den eigenen Messenger gegenüber der Konkurrenz interessanter zu gestalten. Bereits im März dieses Jahres hat das Netzwerk im Rahmen der hauseigenen Entwicklerkonferenz F8 angekündigt, den Dienst auch für Unternehmen attraktiver zu gestalten und diesen zudem über Apps erweitern zu können. Darüber hinaus wurde dieser in der jüngsten Vergangenheit bereits um einen Bezahldienst und Videoanrufe erweitert.