Hitman : Alpha-Version zeigt offene Level und neue alte Freiheiten

, 15 Kommentare
Hitman: Alpha-Version zeigt offene Level und neue alte Freiheiten

Große, offene Areale und die Einbeziehung von Fan-Feedback sollen das neue, für Dezember angekündigte „Hitman“ prägen und damit Stärken der Serie wiederaufleben lassen. Dass Square Enix darunter mehr als Lippenbekenntnisse versteht, zeigen durchgesickerte Szenen aus einer Alpha-Version des Spiels.

Grund für das spielernahe Vorgehen des Publisher ist die Bewertung von Hitman: Absolution durch die Kernzielgruppe, das Fans der Marke mit stärker linearem Spielverlauf und „Instinkt“-Mechanik, die Schwächen im Spieldesign kaschieren musste, nicht überzeugen konnte. Dass nun wie angekündigt Elemente aus den als Höhepunkt der Reihe geltenden Teilen Blood Money und Contracts mit Features von Absolution vorteilhaft vermischt werden, deuten Szenen und Screenshots aus einer Alpha-Version des Titels an, die derzeit nur über eine direkte Einladung von IO Interactive gespielt werden kann. Vorausgegangen ist der Testphase eine Umfrage, die Spielstil, die Gewichtung von Features in Hitman, die Lieblingsspiele der Reihe und die Erwartungen an eine Fortsetzung abfragt.

Wie sich die Alpha-Version spielt, konnte ComputerBase von einem der Teilnehmer in Erfahrung bringen. Zu sehen ist in der frühen Version des Spiels einer der versprochenen „Sandbox-Level“, die Hitman einmal mehr prägen sollen. Während einer Modeschau in Paris müssen Spieler in der Mission gleich zwei Ziele eliminieren, wobei sie sich in einem großen Anwesen über drei Stockwerke sowie im umliegenden Garten bewegen dürfen. Tipps zum Vorgehen, darunter Hinweise zu den Vorlieben eines Leibwächters, werden auf der Karte in der Nähe des Assassinen angezeigt und erleichtern die Anbahnung von „Unfällen“. Auf höheren Schwierigkeitsgraden sollen derartige Hilfestellungen aber entfallen.

Die bei Veteranen unbeliebte „Instinkt“-Mechanik haben die Entwickler zwar beibehalten, sie dient allerdings lediglich als Hilfestellung zur Hervorhebung von Objekten in der Mission. Die Effektivität der eigenen Verkleidung kann nicht länger erhöht werden. Weitere Änderungen betreffen die Reaktionen der KI-Passanten und Sicherheitsangestellten: Nicht jeder Mensch mit der gleichen Kleidung wird gegenüber Nummer 47 sofort misstrauisch; zudem kann der Hitman nach dem Abschütteln etwaiger Verfolger wieder in der Masse untertauchen, ohne sein Outfit wechseln zu müssen.

Darüber hinaus konnte der Spieler von einer offenen Umgebung mit zahlreichen Manipulationsmöglichkeiten berichten: Um die zwei Zielpersonen zu eliminieren, gebe es zahlreiche Vorgehensweisen und Gelegenheiten inklusive der typischen „Unfälle“. Mit verschiedenen Mechaniken können die Opfer, aber auch die Passanten in ihrem Verhalten beeinflusst werden, darunter einem Feueralarm. In Teilen werden die Möglichkeiten zudem von der vor Beginn des Auftrages gewählten Gadgets beeinflusst. Hier könne etwa ein Dietrich, Plastiksprengstoff oder eine Auswahl verschiedener Gifte gewählt werden. Auch das Outfit wird sich offenbar auswählen lassen, wenngleich in der Alpha in diesem Punkt keine Auswahlmöglichkeit bestehe, sagte der Nutzer.

Dabei ist das Inventar von begrenzter Größe, weshalb sich etwa sperrige Scharfschützengewehre wie angekündigt nicht mehr unter einem Maßanzug verbergen lassen. Hier kommt wieder ein klassischer Koffer zum unauffälligen Transport der Waffe zum Einsatz. Weitere Hilfsmittel können in der Umgebung gefunden werden, wobei die Tragekapazität des Ringinventars nicht eingeschränkt sei, verriet der Spieler. So lohne sich das Einstecken von Werkzeug etwa, um im Anschluss die Sicherung eines Lautsprechers zu entfernen – und diesen aus hohem Stockwerk auf sein Opfer fallen zu lassen. Insgesamt zieht der Nutzer daher ein positives Fazit: Das Spiel erinnere an die Höhepunkte der Hitman-Reihe.

Allerdings handelt es sich um keine finale Version des Spiels. Hinsichtlich der Features und des Balancings sind daher noch Änderungen zu erwarten, zumal die Entwickler explizit nach entsprechendem Feedback fragen. Schon jetzt verfestigt sich allerdings die Hoffnung, dass IO Interactive Agent 47 wieder in klassische Bahnen zurückführen kann.