2/2 Mercedes-Benz : Wenn das Smartphone die E‑Klasse parkt

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Smartphone als Autoschlüssel verwenden

Das Smartphone kann bei der neuen E-Klasse aber nicht nur fürs Ein- und Ausparken genutzt werden, es kann optional auch den klassischen Schlüssel ersetzen. Mit der Marktreife des Fahrzeugs im Frühjahr des kommenden Jahres wird es bei Mercedes-Benz erstmals möglich sein, statt des Schlüssels das Smartphone für den Zugang zum und den Start des Fahrzeugs zu verwenden. Der Schlüssel müsste dann gar nicht mehr mitgenommen werden. Möglich macht dies ein NFC-fähiges Smartphones mit Secure-SIM-Karte, die über eine integrierte Verschlüsselungsfunktion verfügt.

Mercedes-Benz E-Klasse – Smartphone als Schlüssel

Auch beim als Schlüssel agierenden Smartphone muss dieses zunächst über Mercedes Connect Me freigeschaltet werden. Wie Santiago Pena Brossa aus der Abteilung Schließsysteme von Mercedes-Benz gegenüber ComputerBase erklärte, wird die Fahrberechtigung nach der Freigabe auf den verschlüsselten Chip des Smartphones übertragen, das anschließend nur noch an den Griff der Fahrertür gehalten werden muss. Eine spezielle App oder anderweitige Anmeldung am Fahrzeug wird dafür nicht benötigt, es muss lediglich NFC auf dem Smartphone aktiviert sein. Zum Start der neuen E-Klasse ist das System nur für die Fahrertür vorgesehen, das Öffnen und Schließen von anderen Türen oder des Koffer- und Motorraumes ist nicht geplant.

Erst Theorie, dann Praxis

Während die Nutzung des Smartphones als Schlüssel schon an einer getarnten E‑Klasse demonstriert wird, läuft die App zum Parken noch in einem Demomodus, der kein echtes Fahrzeug bewegt. Mercedes-Benz gibt einen Vorgeschmack auf das, was im Frühjahr 2016 möglich sein wird. Noch im Verlauf dieses Jahres will Mercedes-Benz aber vorführen, wie sich die Systeme in der Praxis nutzen lassen.

Schon jetzt lässt sich aber erkennen, dass Smartphone und Automobil in Zukunft noch deutlich näher zusammenrücken werden. Das Limit des Machbaren setzt derzeit gefühlt insbesondere der Gesetzgeber. Der Funktionsumfang könnte größer sein, wenn Mercedes-Benz nur dürfte. Dass der Fahrer beim Parken doch noch daneben stehen muss, ist aus Sicherheits- und Haftungsgründen zu erklären, wirklich notwendig ist es aus technischer Perspektive aber nicht. Nachdem der Automobilbranche oft nachgesagt wurde, nicht mit den Entwicklungszyklen der Smartphonebranche mithalten zu können, ist nun der Gesetzgeber gefragt, um das vollautonome Bewegen des Fahrzeugs zu ermöglichen.

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