3/4 Sony Xperia Z4 Tablet im Test : Flach, schnell und wasserdicht mit Ausdauer

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Kamera

Die Bildqualität bei den Kameras im Z4 Tablet liegt weiterhin hinter der aktueller Smartphones. Die auf der Rückseite angebrachte Kamera mit 8,1 Megapixeln Auflösung erzeugt zwar gute Aufnahmen, es fehlt ihn allerdings ein wenig an Brillanz. In Innenräumen bei nicht mehr perfekter Ausleuchtung neigt die Kamera zum leichten Bildrauschen. Ein LED-Blitz fehlt. Der von Sony verbaute Exmor-RS-Sensor sorgt zwar für eine schnelle und zuverlässige Bildverarbeitung, kann aber auch nicht die gelegentlich auftretenden Artefakte verhindern.

Beispielfoto Hauptkamera
Beispielfoto Hauptkamera
Beispielfoto Frontkamera
Beispielfoto Frontkamera

Die Frontkamera löst mit 5,1 Megapixeln vergleichsweise hoch auf, erzeugt aber ebenfalls keine druckfähigen Bilder. Dafür ist sie allerdings auch nicht vorgesehen – ihren eigentlichen Zweck als Kamera für Videotelefonie und gelegentliche Schnappschüsse und Selfies erfüllt sie hingegen sehr gut.

Videos werden maximal in Full HD aufgenommen und können mit zugeschalteten AR-Effekten versehen werden. In regelmäßigen Abständen schneidet das Tablet außerdem die im Monat aufgenommenen Fotos und Videos zu einem mit Musik unterlegten Video zusammen.

Konnektivität

Anschlüsse bringt das Tablet ausreichend mit sich, die meisten arbeiten allerdings per Funk oder sind hinter etwas fummelig zu öffnenden Klappen versteckt. Immerhin ist der oft benötigte Micro-USB-Anschluss wie beim Xperia Z3+ nicht hinter einer Klappe verborgen, was den Umgang damit im Alltag enorm erleichtert. microSD- und SIM-Karten müssen schließlich nicht so oft gewechselt werden, wie ein USB-Kabel zwecks Stromzufuhr angesteckt wird.

Wasserdichtes Fach für microSD und SIM
Wasserdichtes Fach für microSD und SIM

Sony unterstützt am Micro-USB-Port kein USB On-The-Go. Es lassen sich also keine Datenträger via Micro-USB nutzen, was die Speicherweiterung auf microSD begrenzt.

Ein SIM-Slot findet sich nur in der etwas teureren und minimal schwereren LTE-Version des Tablets. In diesem Falle gehört jedoch auch eine Telefon-App zum Lieferumfang, was bei Mobilfunk-Tablets nicht allgemein üblich ist.

WLAN beherrscht das Z4 Tablet mit 2,4 und 5 Gigahertz nach 802.11 a/b/g/n/ac. Die Empfangsqualität des WLAN-Moduls ist sehr gut, im Test brach die Verbindung auch nicht beim Versuch über mehrere Stockwerke eines Einfamilienhauses ab. Ebenso vorhanden sind Bluetooth 4.1 und GPS mit zuverlässiger Positionsbestimmung.

Laufzeiten

So flach wie es wirkt, ist dem Xperia Z4 Tablet kaum ein kraftvoller Akku zuzutrauen. Dennoch kann Sony einen Energiespender mit 6.000 mAh verbauen, was zumindest in der Therorie gute Laufzeiten verspricht.

Um die Akkulaufzeit zu ermitteln, stellt ComputerBase das Tablet auf eine Helligkeit von 200 cd/m² ein und testet verschiedene Szenarien. So erreicht das Tablet im Video-Dauertest (ein per WLAN in Dauerschleife von YouTube gestreamtes 720p-Video) eine Laufzeit von fast auf die Minute genau 9 Stunden. Etwas fordernder ist da bereits der Akkutest des Peacekeeper-Benchmarks, der die Prozessorkerne mit HTML5-Tests beschäftigt. Nach gut 8 Stunden verlangte das Z4 Tablet hier wieder nach einer Steckdose. Neu hinzugekommen ist der Batterietest des PCMark für Android. Hier werden alltägliche Situationen getestet, so dass ein möglichst realistisches Szenario entsteht. Das Tablet schlägt sich mit 9:17 Stunden auch hier gut.

Eine flache Bauweise muss also die Laufzeit nicht leiden lassen. Die Stromsparmechanismen des Tablets und auch des Snapdragon-SoCs funktionieren gut. Das Tablet lässt sich auch ohne die Aktivierung von Sonys Stamina-Modus zwischen 8 und 9 Stunden mobil nutzen – ein guter Wert. Sony selbst gibt eine Videowiedergabe von bis zu 17 Stunden an, äußert sich aber nicht zu den dafür gewählten Einstellungen.

Eine höhere Display-Helligkeit als die von ComputerBase gewählten 200 cd/m² sorgt allerdings für niedrigere Laufzeiten. Gleiches gilt für den Betrieb unter Volllast – wer also durchgehend hochauflösende Videos filmt und diese mit Effekten versieht, wer viel mit dem Tablet spielt oder andere SoC-intensive Aufgaben damit erledigt, muss mit kürzeren Laufzeiten rechnen.

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