2/2 Gaming-Monitore : FreeSync ist bei AOC ab 150 Euro zu haben

, 99 Kommentare

FreeSync weiter auf dem Vormarsch

Bei Monitoren konkurrieren FreeSync auf Basis des offenen VESA-Standards Adaptive-Sync sowie Nvidias proprietäres G-Sync miteinander. Eine kurze Analyse des aktuellen Angebots aus Produktankündigungen und verfügbaren Modellen bestätigt den Trend: FreeSync ist weiter auf dem Vormarsch.

Inzwischen sind etwa doppelt so viele PC-Monitore mit FreeSync-Unterstützung angekündigt worden. Auch bei der Zahl der verfügbaren Modelle liegt AMD vorn. Zu den aktuell 14 erhältlichen Modellen kommen alleine von AOC noch vier hinzu, zudem ist mit Eizo kürzlich ein weiterer Hersteller eingestiegen. Mit Samsung und LG hat AMD zudem zwei der größten Monitor-Anbieter auf seiner Seite. Dell und HP haben sich noch zu keiner der beiden Techniken bekannt, beide sind auch nicht für ausgewiesene Gaming-Monitore bekannt.

Nachtrag vom 27.08.2015: Dell hat inzwischen seinen nach eigenen Angaben ersten Gaming-Monitor angekündigt. Der S2716G wird Nvidia G-Sync unterstützen. Mit Dell hat Nvidia den nach Auslieferungszahlen amtierenden Marktführer auf seiner Seite.

AMD FreeSync Nvidia G-Sync
Monitore
(verfügbar)
~20 (14) ~11 (8)
Hersteller Acer, AOC, Asus, BenQ, Eizo, LG, Samsung Acer, AOC, Asus, BenQ, Dell, Philips

Um G-Sync-Monitore ist es jüngst ruhiger geworden. Die Zahl der angekündigten und verfügbaren Modelle hat sich in den letzten zwei Monaten kaum verändert. Von den fünf Herstellern ist nur noch Philips „G-Sync-exklusiv“.

Weiteren Rückenwind erhielt FreeSync indirekt durch die Aussage von Intels Treiberarchitekt David Blythe. Demnach werden Intels kommende Grafikchips Adaptive-Sync unterstützen. Da auf Seiten des Monitors Adaptive-Sync die Voraussetzung für FreeSync bildet, könnten entsprechende Monitore sowohl mit AMD-Grafiklösungen als auch mit Intels integrierten GPUs für einen dynamischen Frequenzabgleich sorgen.

Nvidia hält hingegen bis heute an der eigenen Lösung G-Sync fest, die bei PC-Monitoren ein Nvidia-Modul erfordert, das die Monitore teurer macht. Sollte sich das Gleichgewicht zwischen Monitoren mit Adaptive-Sync/FreeSync- oder eben G-Sync-Support weiter zugunsten des VESA-Standards verschieben, könnte Nvidia bald zu einer Abkehr von der bisherigen G-Sync-Politik gezwungen sein. Andernfalls stünden Besitzer einer GeForce-Grafikkarte bald vor einer sehr begrenzten Auswahl an G-Sync-kompatiblen Monitoren, während sich Radeon-Besitzer einem reichhaltigen Angebot an FreeSync-kompatiblen Monitoren gegenüber sehen.

Von neutraler Warte aus wäre eine allgemeine Unterstützung von Adaptive-Sync zu begrüßen: Egal, ob die Grafiklösung von AMD, Intel oder Nvidia stammt, alle Spieler könnten davon profitieren und hätten beim Monitor die freie Wahl.