5/6 Plextor M6V 256 GB im Test : Der neue SSD-Einstieg mit 15-nm-MLC und SMI‑Controller

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Detailbetrachtungen

Neuzustand und Leistungsabfall

Zur Überprüfung der Leistungsbeständigkeit dient der Benchmark AS SSD. Mit diesem werden Transferraten und Zugriffszeiten der SSDs zunächst im leeren Auslieferungszustand und im späteren Verlauf nach normaler Nutzung mit installiertem System sowie nach starker Nutzung und fast vollständiger Befüllung überprüft. Details zu diesem Vorgehen und den vorbereitenden Maßnahmen liefert der Artikel „So testet ComputerBase SSDs“.

AS SSD – Plextor M6V 256 GB
Neuzustand
(ohne Daten)
Normalzustand
(35 GB belegt)
Stark genutzt
(10 GB frei)
∆ Neuzustand
zu Stark genutzt
Sequenzielles Lesen 527,68 526,10 522,16 – 1 %
Sequenzielles Schreiben 335,22 337,69 334,79 0 %
4K Lesen 34,69 34,61 34,57 0 %
4K Schreiben 102,00 100,78 99,23 – 3 %
4K 64Thrd Lesen 311,77 311,57 311,41 0 %
4K 64Thrd Schreiben 271,56 242,24 242,78 – 11 %
Werte in MB/s

Auch wenn die Plextor M6V fast bis zum Rand mit Daten gefüllt ist, bleibt die Leistung nahezu konstant. Dass die Schreibrate bei 64 Threads stärker abnimmt, ist normal. Eine Abnahme um rund zehn Prozent ist die Regel, wie vorherige Tests zeigen.

Leistungsbeständigkeit

Eine besonders hohe und lange andauernde Belastung wird mit dem Consistency Test des PCMark 8 simuliert, der je nach Kapazität bis zu 24 Stunden benötigt. Hier zeigen oft die sogenannten Pro-Modelle, was in ihnen steckt und sie zu einer besseren Wahl als SSDs der unteren Preisklasse macht, sofern eine hohe Dauerleistung gefordert ist. Dass dies nicht pauschal gilt, zeigte die Plextor M6 Pro, die in diesem Test kläglich scheiterte und sogar schlechter als manches Einsteigermodell abschnitt. Auch die deutlich günstigere M6V deklassiert die M6 Pro und liefert in den Phasen mit der höchsten Belastung eine für ihre Klasse beachtliche Leistung. In den abschließenden Recovery-Phasen mit niedriger Belastung, wie sie bei normaler Nutzung üblich ist, schneidet die M6V durchschnittlich ab. Die Firmware der M6V scheint für dieses Szenario weitaus besser abgestimmt zu sein, als jene der M6 Pro zu deren Markteinführung.

Die IOPS bewegen sich auf niedrigem Niveau. Der Verlauf des Graphen weist das für SSDs mit SM2246EN-Controller typische Zickzackmuster auf, allerdings sind die Schwankungen deutlich geringer als bei anderen SSDs mit diesem Chip. Für dieses Szenario sind Mainstream-SSDs wie die Plextor M6V nicht gedacht. Für normale Privatnutzung besitzt das Resultat keine Relevanz.

Ratings

Im Durchschnitt aller Tests aus den Abschnitten Praxis und Benchmarks landet die Plextor M6V mit gleicher Leistung direkt neben dem Schwestermodell M6S und kann Crucials MX100 und BX100 mit gleicher Kapazität mit einem hauchdünnen Vorsprung hinter sich lassen.

Stets gilt es darauf hinzuweisen, dass zwischen aktuellen SATA-SSDs im alltäglichen Einsatz kaum nennenswerte Unterschiede auftreten, weshalb der Platzierung im Ranking weniger Aufmerksamkeit geschenkt werden sollte, als vielmehr den bei Mouse-over ersichtlichen prozentualen Abständen. Wesentlich mehr Leistung liefern erst schnellere und teurere PCIe-3.0-SSDs. Bei SATA-SSDs gewinnen daher andere Aspekte wie Preis, Garantie und Ausstattung zunehmend an Bedeutung.

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