6/6 Ubuntu Touch : Meizu MX4 Ubuntu Edition im Alltagstest

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Das Konzept gefällt – die Umsetzung bisher nicht

Die notwendige Kritik am Meizu MX4 Ubuntu Edition fällt nicht leicht, da das Smartphone vom Konzept her schnell überzeugen kann. Bei der Bewertung des derzeitigen Entwicklungsstandes darf man zudem nicht außer Acht lassen, dass Canonical das Gerät derzeit lediglich für Entwickler und Enthusiasten bewirbt. Man ist sich demnach bewusst, dass es noch viele Ecken und Kanten zu glätten gilt, die die Verwendung als Alltagsgerät stark einschränken. Bei aller Kritik darf auch nicht vergessen werden, dass das Etablieren einer neuen mobilen Plattform eine Herkulesaufgabe ist, die bei Canonical gelegentlich auch Züge einer Sisyphosarbeit annimmt. Auch Android und iOS haben sich im Laufe der Jahre stark gewandelt und verbessert.

Allerdings sollte Canonical sich der Tatsache bewusst sein, dass das Unternehmen weit davon entfernt ist, die Kapazitäten von Google zu haben um mehrere aufwändige Entwicklungsstränge gleichzeitig erledigen zu können. Genau das versucht Canonical aber und nimmt dabei oft den Mund zu voll, wenn es um Ankündigungen geht. Dabei ist bereits die eine oder andere Entwicklung wie etwa Ubuntu for Android oder Ubuntu TV wieder in der Versenkung verschwunden. Ubuntu Touch bietet Canonical allerdings die große Chance, sich mit der Umsetzung der geplanten Konvergenz, die den gleichen Code auf Geräten von Smartphone bis zum Desktop verwenden soll, wieder als Vorreiter zu etablieren. Mit Ubuntu am Desktop alleine, das in letzter Zeit oft etwas vernachlässigt wirkt, ist das nicht mehr gegeben.

Zum jetzigen Zeitpunkt muss der Anwender, der ein Linux-Smartphone mit Ubuntu Touch im Alltag stressfrei nutzen will, realistischerweise um vermutlich mindestens ein Jahr vertröstet werden. Wer jetzt die 300 Euro für das Meizu MX 4 in der Linux-Variante investieren will, sollte sich zu den wirklichen Enthusiasten zählen und kann dafür aber miterleben, wie die Ubuntu-Touch-Plattform langsam den Kinderschuhen entwächst. Denn trotz der angebrachten harschen Kritik ist das Projekt insgesamt gesehen mittlerweile auf einem guten Weg.

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