5/11 AMD Radeon R9 Nano im Test : Die schnellste kleine Grafikkarte für Mini-ITX

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Frameverläufe Spiele

Die Frameverläufe zeigen, dass die Radeon R9 Nano und die Radeon R9 Fury in vielen Spielen quasi gleich auf liegen und es ein stetiges auf und ab bei den Frameraten gibt. Gibt es einen Respektabstand, dann geht der in jedem Fall zu Gunsten der Radeon R9 Fury aus. Die GeForce GTX 970 in Form der Mini-Adaption von Asus kann einzig in Call of Duty: Advanced Warfare die Führung übernehmen. In dem First-Person-Shooter ist die Nvidia-Grafikkarte zu einem Großteil schneller.

Frametimes Spiele

Weder die Radeon R9 Nano noch die GeForce GTX 970 DirectCU Mini weisen durchweg gute Frametimes auf. Eine Schwachstelle von beiden 3D-Beschleunigern ist Assassin's Creed: Unity in der Ultra-HD-Auflösung. Die GeForce GTX 970 weist hier große Ausschläge auf, die sich in einem andauernden Haken auch spüren lassen. Der auf 3,5 GB beschränkte schneller Speicher der GeForce GTX 970 ist der Schuldige. Es ist nicht auszuschließen, dass auch bei der Radeon R9 Nano der Speicher zum Flaschenhals wird, immerhin lassen sich auf der AMD-Karte noch keine Hänger spüren.

Far Cry 4 zeigt auf beiden Grafikkarten ab und zu schlechte Frametimes, ohne dass ein System zu erkennen wäre. Die stärksten Verzögerungen lassen sich auch im Spiel spüren, allerdings läuft Far Cry 4 unabhängig von der Grafikkarte nie ganz Rund.

The Witcher 3 wiederum hat vor allem auf der AMD-Karte etwas unregelmäßige Frametimes, die sich allerdings nur messen und nicht spüren lassen. Der große Ausreißer auf der GeForce GTX 970 lässt sich dagegen sofort spüren. An genau dieser Stelle ist er nicht reproduzierbar, taucht im Spiel aber immer wieder auf. GTA V weist hingegen vor allem in 3.840 × 2.160 perfekte Frametimes auf und so fühlt sich das Spiel auch an.

Benchmarks auf dem Intel Core i5-2500K

Die Radeon R9 Nano verhält sich auf einem älteren Prozessor wie dem Core i5-2500K genauso wie die anderen AMD-Grafikkarten auf Basis der Fiji-GPU. Abgesehen von Ryse: Son of Rome macht es in den ausgesuchten Testspielen keinerlei Unterschied, ob der genannte Intel-Prozessor oder ein schnelleres Derivat verbaut ist.

In dem Actionspiel aus dem Hause Crytek ist der Unterschied dafür sehr groß. Denn in dem Titel arbeitet der kleine Rechenkünstler 28 Prozent langsamer als mit dem übertakteten Core i7-4770K und erreicht nur noch 47 anstatt 66 Bilder pro Sekunde. In den meisten Spielen wird der Prozessor bei der Radeon R9 Nano entsprechend keine große Rolle spielen. Allerdings kann es auch Spiele geben, die deutlich von mehr CPU-Rechenkraft profitieren – AMDs Treiberschwäche in CPU-lastigen Szenarien unter DirectX 11 wird dann zum Problem.

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