Quartalszahlen : HTC erneut mit Umsatzrückgang und Verlust

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Quartalszahlen: HTC erneut mit Umsatzrückgang und Verlust

HTC hat heute die Geschäftszahlen für das am 30. September abgeschlossene dritte Quartal 2015 vorgelegt. Wie schon im Juli zeigt die Kurve weiter nach unten. Der Umsatz ist auf die Hälfte geschrumpft und aus dem vormals kleinen Gewinn ist ein Millionenverlust geworden. Verkaufszahlen hat das Unternehmen nicht vorgelegt.

Für das dritte Geschäftsquartal 2015 hat HTC einen Umsatz von 21,4 Milliarden New Taiwan Dollar (580 Millionen Euro) vermeldet. Damit ist der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 57,5 Prozent zurückgegangen. Vor einem Jahr konnte HTC noch 41,86 Milliarden NT$ als Ergebnis vorlegen. Auch im Vergleich zum Vorquartal steht HTC schlechter da: Im Juli lag der Umsatz der drei Vormonate noch bei 33 Milliarden NT$.

Den Verlust von 8 Milliarden NT$ im zweiten Quartal konnte HTC zwar auf nun 4,48 Milliarden NT$ (121,5 Millionen Euro) einbremsen, vor einem Jahr stand unterm Strich allerdings noch ein kleiner Gewinn von 640 Millionen NT$. Damit setzt sich der Trend fort, dass HTC weit entfernt von den Ergebnissen des Vorjahres ist und deutlich schlechter abschneidet. Der aktuelle Aktienkurs liegt mit rund 66 NT$ zwar nicht auf Tiefststand, die richtig erfolgreichen Jahre liegen bei HTC mittlerweile aber schon rund ein halbes Jahrzehnt zurück. Vor drei Monaten lag der Kurs noch bei 74 NT$.

Börsenkurs von HTC seit 2005
Börsenkurs von HTC seit 2005 (Bild: HTC)

Der weltweite Marktanteil von HTC im Bereich Smartphones liegt laut einer von Wired im August zitierten Studie des Marktforschungsunternehmens Gartner bei nur noch zwei Prozent. Basierend auf den Zahlen der Marktforscher von IDC geht HTC damit in der Kategorie „andere“ unter. Die fünf Hersteller mit den größten Marktanteilen waren im zweiten Quartal 2015 Samsung mit 21,4 Prozent, Apple mit 13,9 Prozent, Huawei mit 8,7 Prozent, Xiaomi mit 5,6 Prozent und Lenovo (inklusive Motorola) mit 4,7 Prozent.

HTCs aktuelle Produktstrategie umfasst schon seit längerer Zeit nicht mehr nur Smartphones und Tablets. Mit der RE Camera bietet HTC zum Beispiel auch eine kompakte Outdoor-Kamera an. Seit dem Mobile World Congress schafft es HTC vor allem aufgrund der Kooperation mit Valve und der Entwicklung der VR-Brille Vive immer wieder in die Schlagzeilen. ComputerBase konnte die Vive zuletzt im August und im September ausprobieren. Der Marktstart der Vive ist mit eingeschränkter Stückzahl für Ende dieses Jahres geplant, richtig los soll es erst Anfang des kommenden Jahres gehen, dann, wenn auch die Oculus Rift an den Start geht. Einen Preis nennt bisher nur Oculus, dieser soll bei mindestens 350 US-Dollar liegen.