3/3 Samsung SSD 950 Pro : Temperatur und Leistung im Schlagabtausch

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Fazit

Nach den Messungen steht fest: Ohne direkte Kühlung kann die 950 Pro die Maximalleistung auf Dauer nicht liefern. Die reine Gehäusebelüftung ist in diesem Fall nicht ausreichend, um eine Drosselung zu verhindern. Eine Grafikkarte im benachbarten PCIe-Steckplatz kann wiederum „Wunder“ wirken, sofern diese einen Luftstrom in Richtung der M.2-SSD abgibt. Das ist längst nicht auf jedem Mainboard der Fall.

Die 950 Pro mit 256 GB liest und schreibt langsamer als das 512-GB-Modell, benötigt dabei weniger Energie und entwickelt entsprechend weniger Abwärme. Nur beim Lesen von weit über 200 GB Daten kam es zu einer Drosselung, was in Relation zur Kapazität von 256 GB zu betrachten ist.

Relation ist auch das Zauberwort im Hinblick auf den Einfluss auf den Anwender: Im Testverlauf wurden im schlimmsten Fall „nur“ 120 Gigabyte Daten übertragen, bis es zu einer Drosselung kam. Derart große Datenmengen werden im Privatgebrauch in der Regel nur in Ausnahmefällen am Stück übertragen. Sollte das eigene Anwendungsprofil jedoch regelmäßig eine derartige oder noch höhere Dauerlast erzeugen, ist die 950 Pro nur mit entsprechenden Kühlmaßnahmen eine Option.

Für Normalanwender, die gelegentlich einige Gigabyte bis hin zu 100 GB am Stück übertragen, sind keine Beeinträchtigungen zu erwarten, sofern zumindest eine ausreichende Entlüftung im Gehäuse besteht.

Samsung 950 Pro 256 GB
Samsung 950 Pro 256 GB

Die Temperaturtests zeigen, dass die Idee einer Wasserkühlung für eine PCIe-SSD gar nicht so abwegig erscheint wie es zunächst den Anschein haben mag. Hätte Samsung die 950 Pro auf einer PCIe-Steckkarte mit Kühlkörper untergebracht, wären die Temperaturen vermutlich gar kein Problem. Allerdings würde die 950 Pro dadurch einen Vorteil verlieren: Das kompakte Format für schlanke Notebooks.

Dennoch wäre es wünschenswert, wenn Samsung die 950 Pro optional mit einer Adapterkarte samt passendem Kühler ausstatten würde – Intels SSD 750 aber auch Plextors M6e Black zeigten so keinerlei Leistungeinbußen. Niedrigere Temperaturen und ein auch bei großen Transfers beständiges Leistungsniveau wären manchem Kunden sicher den Aufpreis dafür wert.

Ausführliche Informationen zur Leistung und Technik der Samsung SSD 950 Pro liefert der ComputerBase-Test. Letztlich verhinderten die hohen Temperaturen und deren mögliche Auswirkung auf die Leistung , dass die pfeilschnelle M.2-SSD eine uneingeschränkte Empfehlung der Redaktion erhielt – schade!

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