5/10 Samsung SSD 950 Pro im Test : Höchste Transferraten und NVMe für Privatanwender

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Benchmarks

Erläuterungen und Einzelheiten zu dem Testsystem, der Testmethodik und den genutzten Benchmarks enthält der Artikel „So testet ComputerBase SSDs“.

Über die Schaltfläche „+ xx Einträge“ im jeweiligen Diagramm lassen sich weitere Test-Ergebnisse zahlreicher SSDs zu Vergleichszwecken hinzuschalten. Es ist aber darauf hinzuweisen, dass kein direkter Vergleich möglich ist, da die 2,5"-SATA-Laufwerke auf einer anderen Plattform getestet wurden. Aus diesem Grund zeigt das Diagramm zunächst nur die PCIe- und M.2-SSDs mit identischer Testplattform.

Iometer

Da die Intel SSD 750 erst ab 16 ausstehenden Befehlen (QD=16) „auf Touren“ kommt und dann hohe 2.700 MB/s erreicht, liegt beim sequenziellen Lesen mit QD3 die Konkurrenz von Samsung deutlich in der Front. Neuer Spitzenreiter ist die 950 Pro mit 512 GByte, gefolgt von der SM951 mit NVMe-Protokoll, der sich die 950 Pro 256 GB knapp geschlagen geben muss. Dass die beiden 950 Pro bei optimalen Temperaturen noch ein Stück schneller Lesen können, zeigt der nachfolgende Abschnitt mit den Temperaturmessungen. In dem zweiminütigen Iometer-Standardszenario des ComputerBase-Testparcours greift die Leistungsdrosselung durch zu hohe Temperaturen bereits.

Beim Schreiben bleibt die Intel SSD 750 ungeschlagen. Die 950 Pro 512 GB schafft zwar bis zu 1.500 MB/s, doch aufgrund der hohen Temperaturen und der Leistungsdrosselung zum Schutz vor Überhitzung, bleiben im Schnitt „nur“ etwa 1.200 MB/s übrig. Die 950 Pro mit 256 GB erreicht die beworbenen 950 MB/s. Zum Vergleich: SATA-SSDs bringen es in dieser Disziplin auf maximal 560 MB/s lesend und 530 MB/s schreibend.

AS SSD

Im Benchmark von Alexej Schepeljanski erreicht die Intel SSD 750 eine höhere Leseleistung und bleibt ungeschlagen. Die Samsung 950 Pro mit 512 GB ist fünf Prozent langsamer, das 256-GB-Modell folgt mit sechs Prozent Abstand dahinter. Das Duell SM951 NVMe gegen SM951 AHCI entscheidet die NVMe-Version knapp für sich.

Beim sequenziellen Schreiben ist die Samsung 950 Pro mit 512 GB der neue und unangefochtene Spitzenreiter mit fünfzehn Prozent Vorsprung und fast 1.500 MB/s. Auf dem zweiten Platz folgt die SM951 in der NVMe-Variante, die elf Prozent schneller als die AHCI-Version ist. Bedingt durch den im Technikabschnitt angesprochenen Speichernachteil der 950 Pro 256 GB reicht es mit rund 920 MB/s nur für den fünften Platz.

Das wahlfreie Lesen von 4-KB-Dateien ist im AS-SSD-Benchmark eindeutiges Samsung-Territorium. Mit 51 MB/s legt die neue NVMe-Garde die Messlatte noch ein Stück höher. Beim wahlfreien 4K-Schreiben bleibt wiederum die Intel SSD 750 mit Server-Wurzeln vor der Konkurrenz und ist dabei 20 Prozent schneller als die beiden 950 Pro von Samsung.

Bei 64 Threads wird die angesprochene Verwandtschaft zu den Enterprise-Geschwistern deutlich: Lesend wie schreibend bleibt die SSD 750 in Front. Nur beim Lesen kommen Samsungs NVMe-SSDs näher heran, schreibend ist die Intel-SSD in diesem Server-Szenario mehr als doppelt so schnell.

PCMark 8

Die im Storage-Test des PCMark 8 gemessene durchschnittliche Transferrate beträgt bei der Samsung 950 Pro 512 GB hohe 687 MB/s – ein neuer Rekord. Samsung SM951 NVMe und die „kleine“ 950 Pro folgen nahezu auf Augenhöhe dahinter. Diese Verteilung spiegelt sich auch in der Gesamtpunktzahl des Benchmarks wider.

In den einzelnen Anwendungstests sind die zeitlichen Unterschiede allerdings gewohnt gering: Die 950 Pro 512 GB als schnellster Vertreter liegt im besten Falle sechs Prozent vor der langsamen Intel SSD 530 mit SATA-Schnittstelle.

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