2/4 Welchen Speicher für Skylake? : DDR3-1.333 und DDR4-3.000 trennen wenige Prozent

, 179 Kommentare

DDR3-1.333 bis DDR4-3.000 im Vergleich

Die Testumgebung fällt analog zu den Möglichkeiten der Skylake-Plattform umfassend aus. Der Markt bietet nicht nur reine DDR4- und DDR3-Mainboards für Skylake, sondern auch Platinen, die beide Standards unterstützten. Das gab es bei AMD zuletzt im Jahr 2009, bei Intel wurden selbst nach 2010 noch Mainboards für DDR2/DDR3 im Combo-Betrieb angeboten, die für Core 2 Quad der 9000er Serie geeignet waren.

Asus Z170-Deluxe & Gigabyte Z170X Gaming G1 für DDR4

Mit dem Asus Z170-Deluxe und dem Gigabyte Z170X Gaming G1 sind zwei der Flaggschiffe für die neue Mainstream-Plattform im Testfeld mit dabei. Sie strotzen nur so vor zusätzlicher Ausstattung, doch geht es an die Speicherunterstützung, sind sie am Ende alle gleich.

Gigabyte Z170X Gaming G1 für DDR4
Gigabyte Z170X Gaming G1 für DDR4
Asus Z170-Deluxe für DDR4
Asus Z170-Deluxe für DDR4

In vier DDR4-Speicherslots können maximal 64 GByte verbaut werden – dem Takt sind dabei quasi keine Grenzen gesetzt. In den entsprechenden Support-Listen werden bei Asus bereits Module vom Typ DDR4-4.000 (PDF) geführt, Gigabyte liegt mit der Spezifizierung von DDR4-3.733 (PDF) leicht zurück.

Biostar HiFi H170Z3 für DDR3 und DDR4

Das Biostar HiFi H170Z3 stellt den Exoten im Testfeld dar. Aktuell gibt es lediglich drei Mainboards für Intels neue Skylake-Plattform und den Sockel LGA 1151, die den Betrieb von DDR3 oder DDR4 auf derselben Platine erlauben. Das „oder“ ist dabei entscheidend, denn allen drei bisher verfügbaren Mainboards ist gemein, dass der Mischbetrieb verboten ist. Und das wird sich auch mit weiteren Vertretern dieser Zunft nicht ändern.

Biostar HiFi H170Z3 für DDR3 und DDR4
Biostar HiFi H170Z3 für DDR3 und DDR4

Bei allen drei Combo-Lösungen ist auffällig, dass keine auf dem Z170-Chipsatz basiert, das Biostar HiFi H170Z3 bietet mit dem H170-Chipsatz den bestmöglich ausgestatteten. Über den Chipsatz sind alle drei Mainboards auf DDR4-2.133 respektive DDR3-1.866 beschränkt. Auch ein aktiviertes XMP für DDR4-3000 kann diese Hürde nicht überwinden.

Biostar-Mainboard mit DDR3-1866
Biostar-Mainboard mit DDR3-1866

Reibungslos laufen wollte das Board von Biostar mit DDR3 zu Anfang nicht. Per XMP ließ sich DDR3-1.866 auf den genutzten Modulen nicht aktivieren, nur DDR3-1.333 lag an. Biostars Kompatibilitätsliste für DDR3-Speicher führt zwar knapp 50 Module, bei über 2.200 Einträgen im Preisvergleich ist dies jedoch nur ein kleiner Tropfen auf den großen heißen Stein. Im manuellen Modus mit Wahl von Takt und Timings funktionierte DDR3-1.866 hingegen problemlos,

Asus Z170-P D3 für DDR3

Den besten Chipsatz für Intels Skylake-CPUs mit dem besten Arbeitsspeicher aus den letzten fünf Jahren zu paaren, das ist Asus Ziel mit dem Z170-P D3 für einen günstigen Preis. Die Zielgruppe sind Sparfüchse, denen DDR4-Speicher noch zu teuer ist, oder jene, die bereits (guten) DDR3-Speicher (in größerer Menge) besitzen und so das gesparte Geld lieber in die nächst größere CPU oder Grafikkarte stecken. Und der Punkt ist nicht zu verachten: 16 GByte DDR4-2.133 kosten knapp 110 Euro. Das ist der Schritt von einem Core i3 mit zwei Kernen zu einem Core i5 mit vier Kernen, bei Grafikkarten beispielsweise der große Sprung von einer AMD Radeon R7 360 auf eine R9 380 – letztere sorgt annähernd für eine Verdoppelung der Leistung.

Das Asus Z170-P D3 für DDR3-Speicher
Das Asus Z170-P D3 für DDR3-Speicher

Speicher für Kompatibilität- und Leistungstests

Um Kompatibilitäten zu prüfen, sind im Test diverse Speicherriegel vertreten, die den Bereich DDR3-1.333 bis DDR3-2.133 sowie DDR4-2.133 bis DDR4-3.000 abdecken. Bei DDR3-Speicher erfolgt der Griff in die Asservatenkammer um auch ältere Module zu testen, gern auch mal bei mehr als den von Intel vorgeschriebenen 1,35 Volt.

DDR4- und DDR3-Speicher für Kompatibilitätstests
Modell Takt Timings Kapazität pro Modul
Crucial/Micron CT4G4DFS8213 DDR4-2.133 CL15-15-15 4 GByte
Crucial Ballistix Sport BLS4G4D240FSA DDR4-2.400 CL16-16-16 4 GByte
G.Skill Ripjaws F4-2666C15Q-16GRR DDR4-2.666 CL15-15-15 4 GByte
Corsair Vengeance LPX CMX16GX4M4A2800C16 DDR4-2.800 CL16-18-18 4 GByte
G.Skill Ripjaws F4-3000C15Q-16GRR DDR4-3.000 CL15-15-15 4 GByte
Corsair TR3X6G1600C8D DDR3-1.600 CL8-8-8 2 GByte
Kingston HyperX LoVo KHX1866C9D3LK2/4GX DDR3L-1.866 CL9-9-9 2 GByte
AData Gaming Series DDR3-2133G v2.0 DDR3-2.133 CL9-11-9 2 GByte
Kingston HyperX KHX2400C11D3/4GX DDR3-2.400 CL15-13-13 4 GByte

Im Test werden die Speicherriegel immer im Dual-Channel-Modus betrieben. Nach den Kompatibilitätstests kommt nur noch das schnellste Speicherkit zum Einsatz, im BIOS werden sie auf die jeweiligen Taktraten und in der Regel noch etwas schärfere Timings eingestellt. Denn die Vorgaben der Speicherhersteller sind oft extrem konservativ gewählt, einzig G.Skill geht bereits ab Werk einen offensiveren Weg. Im Klartext heißt dies: Für DDR4-Systeme wird der schnellste DDR4-Speicher von G.Skill benutzt, bei DDR3-Systemen kommen Kingstons HyperX zum Einsatz. Die jeweils gewählten Timings sind dann in den Diagrammen vermerkt.

Auf der nächsten Seite: Testergebnisse