Xperia Z5 (Compact) im Test : High-End-Hardware hinter wasserdichten 4,6 und 5,2 Zoll

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Xperia Z5 (Compact) im Test: High-End-Hardware hinter wasserdichten 4,6 und 5,2 Zoll

Sony bleibt dem eigenen Tempo treu: Nicht einmal vier Monate nach der Veröffentlichung des Xperia Z3+ in Deutschland (Xperia Z4 in Japan) schickt der Hersteller mit der kompletten Xperia-Z5-Reihe den Nachfolger ins Rennen. Mit welchen Vorteilen, klärt dieser Test.

Das Z5 Compact bietet High-End-Hardware auf 4,6 Zoll

Die neue Serie enthält mit dem Xperia Z5 Compact auch wieder ein kompaktes Gerät, das es zuletzt vor einem Jahr mit dem Xperia Z3 Compact gab. Auch hier bleibt Sony der eigenen Linie treu, die unveränderte Display-Diagonale von 4,6 Zoll wird mit aktueller High-End-Hardware gepaart.

Spezifikationen

Beim Blick auf die Spezifikationen zeigt sich, dass der Sprung zwischen Xperia Z3+ und Xperia Z5 überschaubar ausfällt. Beide setzen auf den Snapdragon 810 in Kombination mit drei Gigabyte RAM und ein 5,2 Zoll messendes Full-HD-Display. Anders als bei den zwei vorherigen Generationswechseln ist der Akku mit nach wie vor 2.900 mAh allerdings nicht erneut kleiner geworden. Die größten Unterschiede zwischen den beiden Smartphones sind der Fingerabdrucksensor und die neue Kamera mit 23 Megapixeln Auflösung.

Deutlicher wird der Unterschied bei der Gegenüberstellung von Z5 Compact und dem Vorgänger Z3 Compact. Neben dem Snapdragon 810 als Plattform der neuen Generationen setzt auch das kleine Z5 auf die neue Kamera. Zusätzlich steigt auch die Auflösung der Selfie-Kamera, der Akku wächst um 100 mAh und der interne Speicher wurde auf 32 Gigabyte verdoppelt. Unverändert bleiben Displaygröße und -auflösung.

Groß und kompakt trennen nur RAM und Pixel

Die Unterschiede zwischen kompakter und größerer Version ändern sich zum Vorjahr nicht: Ein Gigabyte weniger Arbeitsspeicher und weniger Auflösung sind es beim Z5 Compact. Darüber hinaus sind die Eckdaten identisch. Beide Modelle liegen in der Fläche mit den Vorgängern fast gleich auf, haben aber ein wenig bei Bauhöhe und Gewicht zugelegt.

Sony Xperia Z5
Sony Xperia Z4/Z3+
Sony Xperia Z5 Compact
Sony Xperia Z3 Compact
Software:
(bei Erscheinen)
Android 5.1 Android 5.0 Android 5.1 Android 4.4
Display: 5,20 Zoll
1.080 × 1.920, 424 ppi
5,20 Zoll
1.080 × 1.920, 424 ppi
IPS
4,60 Zoll
720 × 1.280, 319 ppi
4,60 Zoll
720 × 1.280, 319 ppi
IPS
Bedienung: Touch
Fingerabdrucksensor, Status-LED
Touch
Status-LED
Touch
Fingerabdrucksensor, Status-LED
Touch
Status-LED
SoC: Qualcomm Snapdragon 810
4 × Cortex-A57, 2,00 GHz
4 × Cortex-A53, 1,55 GHz
20 nm, 64-Bit
Qualcomm Snapdragon 801
4 × Krait 400, 2,50 GHz
28 nm, 32-Bit
GPU: Adreno 430
600 MHz
Adreno 430
650 MHz
Adreno 330
578 MHz
RAM: 3.072 MB
LPDDR4
2.048 MB
LPDDR4
2.048 MB
LPDDR3
Speicher: 32 GB (+microSD) 16 GB (+microSD)
Kamera: 23,0 MP, 2160p
LED, f/2,0, AF
20,7 MP, 2160p
LED, f/2,0, AF
23,0 MP, 2160p
LED, f/2,0, AF
20,7 MP, 2160p
LED, f/2,0, AF
Sekundär-Kamera: Nein
Frontkamera: 5,0 MP, 1080p
AF
5,1 MP, 1080p
AF
5,0 MP, 1080p
AF
2,1 MP, 1080p
AF
GSM: GPRS + EDGE
UMTS: HSPA+
↓42,2 ↑5,76 Mbit/s
LTE: Advanced
↓300 ↑50 Mbit/s
Advanced
↓150 ↑50 Mbit/s
WLAN: 802.11 a/b/g/n/ac
Wi-Fi Direct, Miracast
Bluetooth: 4.1 4.0 Low Energy
Ortung: A-GPS, GLONASS
Weitere Standards: Micro-USB 2.0, MHL, NFC
SIM-Karte: Nano-SIM
Akku: 2.900 mAh
fest verbaut
2.700 mAh
fest verbaut
2.600 mAh
fest verbaut
Größe (B×H×T): 72,1 × 146,0 × 7,45 mm 72,0 × 146,0 × 6,90 mm 65,0 × 127,0 × 8,90 mm 64,9 × 127,3 × 8,64 mm
Schutzart: IP68
Gewicht: 157 g 144 g 138 g 129 g
Preis: ab 410 € 699 € ab 399 € ab 330 €

Design & Verarbeitung

Nach wie vor setzt Sony auf Glas auf Front und Rückseite und beim großen Modell auf einen Rahmen aus Metall. Einzig an den Ecken des Z5 kommt Kunststoff zum Einsatz. Das kleinere Gegenstück hingegen kommt mit einem Rahmen komplett aus Kunststoff aus der Fabrik. Beide Smartphones fühlen sich sehr stabil an. Anders als bei den Vorgängern ist die rückwärtige Glasscheibe der Z5-Serie aus Mattglas und dadurch weniger anfällig für Fingerabdrücke.

Die zweite große Änderung am Design ist der neue Ein-Aus-Schalter: Er ist nicht mehr rund, sondern länglich und beherbergt einen Fingerabdrucksensor. Ein neues Designelement ist ein im Rahmen eingraviertes Xperia-Logo. Die Kamera ist eben im Gehäuse eingelassen, wodurch die Probanden beide flach und ohne Wackler auf der Rückseite liegen.

Das positive Bild setzt sich auch bei der Verarbeitung fort: Xperia Z5 und Z5 Compact sind frei von ungleichmäßigen Spaltmaßen oder knarzenden Gehäuseteilen. Auch die Kappen für den SIM- und Speicherkartenschacht schließen bündig mit dem Gehäuse ab. Gleichzeitig gewährleisten sie den nach IP65/68 zertifizierten Schutz gegen Wasser und Staub. Wie bereits beim Z3+ und M4 Aqua ist auch bei der Z5-Reihe der microUSB-Port intern versiegelt, wodurch eine Kappe am Ladeanschluss entfällt.

Sämtliche Tasten befinden sich auf der rechten Seite und weisen einen angenehmen Druckpunkt auf und lassen sich auch blind voneinander unterscheiden. Die Positionierung der Lautstärke-Wippe im unteren Drittel ist allerdings etwas unpraktisch gelöst, da sie in der Bedienung und beim Telefonieren schnell vom rechten Daumen beziehungsweise der rechten Hand verdeckt wird.

Grundsätzlich kann festgehalten werden, dass Sony es nach wie vor versteht, hochwertige und gut verarbeitete Smartphones herzustellen. Die Beibehaltung der bisherigen Design-Sprache zeigt sich hier als Vorteil, wenn auch die kosmetischen Änderungen von Generation zu Generation eher übersichtlich ausfallen. Ein weiterer Pluspunkt ist der Schutz gegen Staub und Wasser. Einzig beim Verhältnis zwischen Bildschirm und Front erreicht Sony noch nicht die Ergebnisse von Konkurrenten wie LG oder Huawei.

Display

Diagonale und Auflösung beider Modelle haben sich gegenüber den direkten Vorgängern nicht verändert. Das Compact kommt auch weiterhin auf eine Pixeldichte von 319 ppi, das Z5 erreicht 424 ppi. Beide Displays sind damit sehr scharf. Die gleichen Panels hat Sony hingegen nicht verbaut: Mit 552 cd/m² ist das Z5 Compact ein wenig heller, das Z5 mit 557 cd/m² dafür dunkler als der Vorgänger. Insgesamt überzeugen beide Smartphones mit einer hohen Helligkeit, die auch für die Lesbarkeit in einfallendem Sonnenlicht ausreicht. Auch mit dem guten Kontrast punkten die Kandidaten, wenngleich die Konkurrenz an dieser Stelle bessere Werte bietet.

Beide Bildschirme wissen mit großzügigen Blickwinkeln und einer kräftigen Farbdarstellung zu gefallen. Auffällig ist allerdings eine blaustichige Kalibrierung der Anzeigen. Diese fällt beim Z5 bei 7.200 Kelvin weniger auf, tritt beim Z5 Compact durch einen erhöhten Wert von ca. 8.200 Kelvin aber deutlicher hervor und resultiert in einem kühleren Bild.

Ein manueller Weißabgleich senkt die Helligkeit

Wird der Weißabgleich in den Einstellungen angepasst, so dass rund 6.500 Kelvin erreicht werden, sinkt die Helligkeit beider Bildschirme – eine Auffälligkeit, die sich auch beim Z3+ zeigte. Das Z5 kommt anschließend noch auf 512 cd/m² , beim Z5 Compact fällt der Verlust mit einer Helligkeit von nun mehr 447 cd/m² aber deutlich größer aus. Auch wenn die korrigierten Werte noch immer gut sind, ist gerade die fehlerhafte Kalibrierung des Z5 Compact nicht standesgemäß – und das ist nicht das erst Mal.

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