2/5 ZyXEL NAS520 im Test : Die günstigere Antwort auf Synologys DS215j

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ZyXEL NAS520

Beim Design folgt ZyXEL mit dem NAS520 der Linie des NAS540. Das NAS520 gleicht dem großen Bruder somit nicht nur technisch, sondern auch äußerlich, wobei das Gehäuse lediglich der niedrigeren Anzahl der Festplatteneinschübe entsprechend kleiner ausfällt. Erneut steckt die Hardware beim NAS520 somit in einem gut verarbeiteten Kunststoffgehäuse, das die beiden Einbaurahmen für die Festplatten hinter einer magnetischen Abdeckung versteckt. Die Festplattenrahmen erlauben erneut ein schrauben- und werkzeugloses Befestigen von 3,5-Zoll-Festplatten, so dass der Einbau der Festplatten innerhalb kürzester Zeit vollzogen ist. In diesem Punkt ist das NAS520 der Synology DS215j überlegen, bei der das Gehäuse geöffnet und die Festplatten fest verschraubt werden müssen. Während 2,5-Zoll-HDDs bei der DS215j nur über einen Adapter, den der Anwender zusätzlich nachkaufen muss, verbaut werden können, können sie beim NAS520 auf dem beiliegenden Festplattenrahmen verschraubt werden.

Der Ein-/Ausschalter, die Status-LEDs für das System und die Festplatten sowie der SD-Kartenleser und ein USB-3.0-Anschluss sind rechts von der Festplattenabdeckung platziert. Der SD-Kartenleser, der SDXC-Karten mit bis zu 128 GB unterstützt, und USB-3.0-Anschluss sind dabei wiederum hinter einer kleinen Abdeckung platziert, die beide Anschlüsse vor Staub schützt und dem NAS eine stimmige Frontpartie verleiht. Wie auch beim NAS540 sind die Status-LEDs, die weiß durch den Kunststoff hindurchleuchten, nur bei eingeschaltetem NAS zu erkennen.

ZyXEL NAS520 – Anschlüsse an der Rückseite
ZyXEL NAS520 – Anschlüsse an der Rückseite

Die beiden weiteren USB-3.0-Anschlüsse, zwei LAN-Anschlüsse, ein Reset-Knopf, ein Kensington-Lock und der Anschluss für das 60 Watt starke externe Netzteil befinden sich an der Rückseite des NAS520. Über diese bläst der 92-mm-Lüfter des Systems auch die Abwärme aus dem Gehäuse. Über das Kensington-Lock kann zwar das System gegen Entwenden gesichert werden, die Festplatten sind jedoch nicht extra gegen ein Herausnehmen gesichert. Die beiden Netzwerkanschlüsse können wahlweise einzeln, als Team (Link Aggregation) oder redundant zur Ausfallsicherheit genutzt werden.

Der Lieferumfang des NAS520 beinhaltet bis auf die Festplatten sämtliche Komponenten, die für eine sofortige Inbetriebnahme durch den Käufer notwendig sind. Neben dem NAS selbst liegen dem Paket das Netzteil, zwei Netzwerkkabel, eine bebilderte und beschriftete Kurzanleitung sowie Schrauben für die Montage von 2,5-Zoll-Festplatten bei.

Leichte Inbetriebnahme, aber Software noch im Wandel

Auch bei der Inbetriebnahme muss sich ZyXEL nicht vor der Konkurrenz verstecken. Nach dem Einbau der Festplatten kann die Einrichtung des NAS520 bequem über den Web-Assistenten vorgenommen werden, der durch die ersten, wichtigen Schritte führt. Für den Test kam eine Betaversion der Firmware 5.10 zum Einsatz, die in Kürze finalen Status erhalten und für Käufer freigegeben wird. Wie angekündigt, hat ZyXEL seit dem Test des NAS540 die Firmware weiter verbessert. Der begonnene Schritt, die Web-Oberfläche auf HTML und den bekannten Desktop-App-Stil umzustellen, ist noch nicht ganz abgeschlossen, jedoch bereits weiter vorangeschritten, so dass der Anwender auf immer mehr Funktionen ohne Wechsel auf die alte Ansicht zurückgreifen kann.

Die bereits für Mitte 2015 versprochene Implementierung der AES-Verschlüsselung ist ZyXEL seinen Kunden allerdings weiterhin schuldig und wurde auch zum Start des NAS520 nicht rechtzeitig implementiert. Sie soll weiterhin nachgereicht werden, aber erst im nächsten Jahr, ohne dass ZyXEL bisher einen genauen Termin nennt. Auch das neue App-Center, das das bisherige Package-Management ersetzen soll, ist in Firmware 5.10 noch nicht umgesetzt.

ZyXEL NAS520 – Benutzeroberfläche

Mit zDrive soll mit myZyXELcloud 2.0 in Kürze zudem ein Dienst starten, der den Zugriff auf das NAS aus dem Internet ohne Portfreigabe im Router ermöglicht. Das Konzept ähnelt dabei Synologys Quick Connect, wobei Synology hierfür einen eigenen Relay-Service nutzt, so dass die Verbindung über potenziell bremsende Server des Herstellers stattfinden muss, während ZyXEL eine direkte Peer-to-Peer-Verbindung zwischen NAS und Nutzer herstellen möchte.

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