2/4 Sony Xperia Z5 Premium im Test : Wasserdichtes „4K Ultra HD“ im Hosentaschenformat

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Performance

Als Basis der Z5-Reihe dient der Qualcomm Snapdragon 810 mit acht Kernen nach big.LITTLE-Architektur mit jeweils vier stärkeren Cortex-A57- und vier schwächeren Cortex-A53-Kernen. Die maximalen Taktraten betragen 2,0 (A57) respektive 1,5 (A53) Gigahertz. Wie beim Z5 stehen dem SoC 3 Gigabyte Arbeitsspeicher zur Verfügung.

Wie bereits die kleinen Brüder, navigiert auch das Z5 Premium schnell und flüssig durch das Betriebssystem. Webseiten und Apps starten schnell, und auch der Wechsel zwischen geöffneten Anwendungen gelingt zügig. Ruckler sind im Alltagsbetrieb nicht auszumachen, Sonys Topmodell ist jederzeit reaktionsfreudig. Auch die Kühlung des Snapdragon 810 gelingt dem Hersteller erneut gut, gänzlich abgestellt werden kann die Hitzeproblematik aber nicht. Gerade bei aufwendigen 3D-Spielen erwärmt sich das Smartphone spürbar. Ein temperaturbedingtes Herunterfahren ist aber zu keiner Zeit eingetreten.

Auch in synthetischen Benchmarks kann der Snapdragon 810 seine Rohleistung ausspielen. Die CPU-Leistung überzeugt ebenso wie die Resultate der GPU Adreno 430. Vor allem in Messungen, die alle Kerne einbeziehen, kann sich das Z5 Premium behaupten. So erreicht es im CF-Bench den höchsten Wert und überholt den kleinen Bruder Z5. Auch die Grafikleistung fällt erwartungsgemäß hoch aus. Bei der Schreib- und Lesegeschwindigkeit des internen Speichers erreicht das Smartphone durchschnittliche Ergebnisse.

Insgesamt zählt das Xperia Z5 Premium wie die gesamte Z5-Reihe nicht nur auf dem Papier und in synthetischen Messungen, sondern auch im Alltag zu den flottesten Smartphones auf dem Markt.

Betriebssystem

Als Betriebssystem setzt Sony auf Android 5.1, eine Aktualisierung auf Android 6.0 Marshmallow wurde angekündigt. Zusätzlich ergänzt Sony die bekannte eigene Oberfläche, die bereits in der Vergangenheit durch ihre Leichtfüßigkeit und Nähe zu purem Android überzeugte. Auch das Z5 Premium macht hier keine Ausnahme. Die meisten Änderungen sind optischer Natur oder neue Anwendungen. Die Oberfläche lässt sich mit Themes dem eigenen Geschmack anpassen, auch die Schnellzugriffe in der Statusleiste sowie die Anordnung im App-Launcher können vom Nutzer gestaltet werden. Letztgenannter überzeugt durch eine minimalistische Darstellung.

Die Nähe zu Googles Android lässt sich unter anderem an der beibehaltenen Struktur der Einstellungen oder der Schnellzugriffe erkennen. Die Oberfläche wirkt schlüssig und durchdacht und hält sich mit zu vielen Einstellungen oder einer überladenen Darstellung zurück. Eine der größten Änderungen zum Google-Now-Launcher ist der Wegfall von Google Now als linker Homescreen. Über eine Wischgeste lässt sich der Dienst aber via Home-Button aufrufen.

Finger werden schnell und sicher erkannt

Der Fingerabdrucksensor der Z5-Reihe arbeitet auch im Premium zuverlässig und schnell. Bis zu fünf Finger können zum Entsperren des Smartphones hinterlegt werden. Die Einrichtung ist schnell erledigt. Zusätzliche Funktionen wie Gesten oder das Entsperren aus dem Stand-by heraus, wie etwa beim Huawei Mate S, sind hingegen nicht integriert. Ein kleiner Nachteil findet sich in der Vielzahl von Sonys zusätzlich installierten Anwendungen, da sich nicht alle auf Wunsch deinstallieren lassen können, um Speicher freizumachen. Neben vollwertigen Programmen ergänzt Sony auch Mini-Apps, die sich über den Bildschirminhalt legen. Hierunter fallen unter anderem ein Taschenrechner, ein Browser und ein Timer.

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Auch in der dritten Inkarnation auf dem Z5 Premium überzeugt Sonys schlanke Oberfläche dadurch, dass sie Android nicht so tiefgreifend modifiziert wie EMUI von Huawei oder LGs Oberfläche. Die meisten Ergänzungen sind optischer Natur oder zusätzliche Apps, so dass das Betriebssystem übersichtlich und flink bleibt.

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