Fit Driver : Audi will Vitalparameter für sicheres Fahren nutzen

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Fit Driver: Audi will Vitalparameter für sicheres Fahren nutzen
Bild: Audi

Audi will in der Zukunft Vitalparameter des Fahrers dafür nutzen, um das Fahrerlebnis entsprechend anpassen zu können. Wie das Unternehmen erklärt, soll der Fahrer „am Ziel entspannter aus dem Auto steigen, als er eingestiegen ist.“ Die benötigten Daten sollen über Wearables und die Fahrzeugsensorik gesammelt werden.

Noch ist es nur eine Vision von Audi, doch in Zukunft soll sich das Automobil den Vitalparametern des Fahrers anpassen. Das zur CES 2016 vorgestellte Projekt nennt Audi „Fit Driver“, was für eine Abstimmung des Fahrerlebnisses an die über Sensoren von Wearables und des Fahrzeugs selbst gesammelten Informationen steht.

Wearables wie Smartwatches oder Fitness-Armbänder sollen zum Beispiel die Herzfrequenz oder Hauttemperatur messen, während die Sensorik des Automobils Informationen wie die Atemfrequenz, den Fahrstil, das Wetter oder die Verkehrslage sammelt. Diese Daten sollen kombiniert werden und der Erstellung eines Vitalprofils dienen, das erhöhten Stress oder Müdigkeit signalisiert. Systeme des Fahrzeugs sollen darauf reagieren und sich „entspannend, vitalisierend oder auch schützend“ auf den Fahrer einstellen.

Dabei helfen sollen bei entsprechender Ausstattung des Fahrzeugs zum Beispiel Sitzmassagen, eine angepasste Klimatisierung des Pkws, ein sich veränderndes Infotainment sowie eine andere Innenraumbeleuchtung. Audi betont, dass der Datenschutz bei Fit Driver eine hohe Priorität habe. Der Fahrer soll stets „Herr seiner persönlichen Daten“ bleiben.

Audi Fit Driver
Audi Fit Driver (Bild: Audi)

Soll Stress abgebaut werden, um für eine bessere Konzentration während der Fahrt zu sorgen, zeigt das Cockpit-Display spezielle Atemübungen an, um dies zu erreichen. In einer weitergehenden Stufe empfiehlt das System Fahrpausen oder sogar einen kurzen Schlaf. Diese Ereignisse kann Fit Drive mit der aktuellen Verkehrssituation kombinieren, sodass die Empfehlung für eine Pause beispielsweise bei einem anstehenden Stau rechtzeitig für das Anfahren des nächsten Rastplatzes erfolgt.

Auch beim pilotierten Fahren, das ab 2017 im neuen A8 angeboten werden soll, soll Fit Driver in Zukunft eine Rolle spielen. In einer Ausbaustufe des Systems möchte Audi auch Assistenz- und Sicherheitssysteme mit einbeziehen, um in „Extremsituationen“ einen automatischen Nothalt durchzuführen und einen Notruf abzusetzen.